Four

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Die Wangentür von meiner Schwester öffnete ich und lies sie raus. Mit einem dankbaren Lächeln stieg sie aus und sah zu mir. Das Auto schloss ich ab und gemeinsam liefen wir zu der großen grauen Haustür von meinem Elternhaus.

,,Bist du auch so nervös?" fragte meine Schwester neben mir die sich auf ihre pinken Lippen biss. ,,Ja sehr sogar." antworte ich knapp. Pure Nervosität fuhr durch meinen Körper. Meine Eltern habe ich lang nicht mehr gesehen und der Abschied von diesem Haus war nicht der schönste. Schließlich warf mein Vater aus dem Haus. Meine Mutter war wütend das ich damals was anderes im Kopf hatte als zu Lernen. Würden sie mich freundlich empfangen?

Die Fragen häuften sich in meinem Kopf und zögerlich betätigte ich die Klingel. Das harmonische Summen der Klingel ertönte und später ertönte ein 'Klack'. Eine etwas ältere Frau mit schwarzen kurzen stand vor der Tür und schaute zu uns hoch. ,,Mutter." lächelte ich sanft und sah in ihre Augen die sich mit Tränen füllten. Ihre Hände schlug sie vor den Mund und der Ehering von meinen Eltern sprang mir ins Augen. Ein zärtliches Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. ,,Ihr seit hier." lächelte sie und lies uns rein. Direkt zog ich meine Mutter samt meiner Schwester in feste Umarmung. Mein Oberteil wurde an der Schulter etwas feuchter. Meine Mutter ist eine starke Frau ,doch wenn es um ihre Kinder geht kann sie sensible werden.

,,Schatz! Deine Kinder sind hier!" rief meine Mutter und ein Poltern von der hölzernen Treppe war zu hören. Mein Vater kam zum Vorschein und schaute uns an. ,,Sohneman und meine Tochter." lächelte er und kam die Treppe herunter. Meine Schwester löste sich aus dem Armen meiner Mutter und umarmte meinen Vater stürmisch. Dieser lachte und legte seine Arme um sie. Danach kam er zu mir und umarmte mich. ,,Mich freut es dich wieder zu sehen Sohn. Es gut mir Leid das ich dich damals einfach aus dem Haus geworfen habe." Er senkte seinen Blick. ,,Vater du hast in dem Moment das richtige getan. Es hat mir den Anstoß gegeben auch mal was anderes zu tuen." lächelte ich ihm entgegen.

Er nickte und wollte wieder zum Sprechen ansetzen doch ich sagte nur das wir dieses Thema vergessen sollten. Gemeinsam setzten wir uns ins Wohnzimmer. ,,Nun warum seit ihr beiden hier?" fragte meine Mutter. ,,Und warum habt ihr Schnaps und Blumen mit?" fragte sie. ,,Ach Mutter." lachte meine Schwester und gab meinem Vater den Schnaps und meiner Mutter den Blumenstrauß. ,,Alles gute zum Hochzeitstag." lächelte ich und sah die beiden an. Beide lächelte breit und hielten ihre Tränen zurück. ,,Ihr habt daran gedacht." lächelte meine Mutter und sah zu uns. Meine Schwester nickte. ,,Natürlich Mama." Langsam stand meine Mutter auf und gab uns beiden einen Kuss auf die Stirn. Sie holte eine Vase mit Wasser und stellte direkt den Strauß ins Wasser.

Obwohl es recht spät am Abend ist, holte meine Mutter Kuchen und gab uns jeweils ein Stück von ihren Leckern Kuchen die sie selbst macht. Zusammen saßen mit meiner Schwester saß ich auf der Couch und meine Eltern uns gegenüber auf ihren Seeseln. ,,Nun erzählt mal was gerade in eurem Leben abläuft." lächelte mein Vater und sah mich an. Meine Schwester fing direkt an zu erzählen und gespannt hörten wir ihr zu. Sie war eindeutig jünger als ich und sie ist gerade in ihre Ausbildung. ,,Nun denn Sohn. Was ist bei dir los?" fragte mein Vater. Das Stück kaute ich auf und sah zu ihnen. ,,Also ich habe eine Stelle in einer Company bekommen. Der Chef hat mich wegen meinen Englischkenntnissen direkt eine Abteilung höher geschickt." lächelte ich. ,,Uhi das ist ja großartig." jubelte mein Vater. ,,Aber welche Company ist es denn?" hackte er nach. ,,Die Firma von Min Yoongi." erklärte ich und die Augen meines Vaters weiten sich. ,,Oh mein Sohn. Du hast eine hervorragende Stelle bekommen." lächelte meine Mutter sanft. Mit einem Nicken bestätigte ich diese Aussage.

Langsam nippte ich an dem Glas Wasser was meine Mutter mir gab. Obwohl ich einen guten Job habe lag ein unwohles Gefühl im Magen. Es lag wahrscheinlich daran das ich meinen Eltern verschweige das ich mich zu gleichgeschlechtlichen Personen hingezogen fühle. Das Glas mit Wasser das einen Hauch von Limette hat stellte ich weg. ,,Und was macht die Liebe?" fragte meine Mutter. Zögerlich schluckte ich leise und schaute mein Glas an. Meine Schwester schien meine Blicke zu bemerken. Sie war die einzige aus meiner Familie der ich dies anvertraute. Sie verstand mich und munterte mich damals auf als ich es mit 17 Jahren bemerkte. Lange versteckte ich es und versuchte von dieser Festellung wegzukommen doch es klappte nicht.

,,Ach mama. Ich bin gerade mal 19.. Die Freunde kommen noch." lachte sie und legte eine Hand auf meine Schulter. ,,Und du Sohn?" fragte mein Vater. Der Kloß in meinem Hals wurde größer. Ich konnte es ihnen schlecht erzählen. Sie wünschen sich vielleicht Nachwuchs und diesen kann ich ihnen mit einem Mann nicht geben. Es ist biologisch nicht möglich. Eine Adoption eines Kindes wäre die einzige Sache, jedoch ist es nicht das eigene Kind. Still schaute ich auf mein Glas mit dem Limettenwasser. Meine Hände rieb ich aneinander und schluckte still. ,,Nun es ist nicht so einfach." meine ich leise und schaue kurz auf. Beide waren noch am Lächeln. ,,Hast du denn jemanden im Auge?" fragte mein Vater und zwinkerte. Sein Zwinkern brachte uns alle aus dem Gespräch und wir fingen an zu Lachen. Mein Vater verschränkte beleidigt die Arme vor seinem Körper und überschlug sein Bein über das andere. ,,Nun bis jetzt noch nicht." meinte ich und schaute sie beide an.

,,Aber das kommt noch." lächelte meine Mutter sanft. Auf ihre Aussage nickte ich nur. Hoffentlich sei es auch so, denn das einzige was die Menschheit tut ,ist das sie einen dumm anschauen wenn man das zugibt. Es sei unmenschlich und für einige Abschaum. Ich gab nie dies zu aus dem Grund wichtige Leute und den Job zu verlieren. All dies wollte ich nicht riskieren.

,,Nun-" fing ich den Satz an und biss auf meine untere Lippe. Die Blicke meiner Familie lagen ruhig auf mir. Die Hand meiner Schwester streichelte meine Schulter. ,,Ich werde nie eine Dame bekommen." sprach ich leise aus. ,,Hmm? Warum das nicht?" fragte meine Mutter und machte große Augen. ,,Mutter, Vater. Ich bin nicht an Frauen interssiert." Meine Hände verschränkte ich vor meiner Nase.

,,Ich stehe auf Männer."

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