Kapitel 24

2.4K 125 13

Drake hatte sie am Handgelenk gepackt und hielt sie zurück.
Sie versuchte sich loszureißen, aber vergebens es war unmöglich sich von seinem Griff zu lösen.

Sie sah ihm in die eisernen grauen Augen hinter der Maske und sagte:
"Lassen Sie mich bitte los"

Drake atmete tief durch und versuchte all seine Geduld zu sammeln, um dem Kontakt mit ihr stand zu halten. Irgendetwas stimmte nicht, denn diese Frau zog ihn so sehr an, das es ihm unwohl wurde. Er träumte nachts von ihr und sein Körper verlangte nur noch nach dieser einen wilden Frau die immer mit ihm kämpfte. Er dachte nur noch an sie, er träumte davon wie es mit ihr sein würde. Wie sie sich im Bett mit ihm wälzte, ja sogar wie es sein könnte, wenn er über sie herfiel und sie zu seiner machte, auch wenn sie sich mit aller Macht dagegen wehrte.

"Natalie setzen Sie sich bitte und beenden Sie ihr Frühstück.
Wir haben heute viel zu tun und werden erst am Abend wieder zu Hause sein.
Wir werden zum New Gates fahren und nach Ihrem Bruder sehen"

Natalie sah ihn schockiert an und ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Sie hob eine Hand hoch und wichte sich die Tränen vom Gesicht.

"Werden wir wirklich zu meinem Bruder fahren? Darf ich ihn wirklich sehen?"

Dieser Anblick hatte ihm zugesetzt. Sie sah so zerbrechlich und hilflos aus, dies gefiel ihm nicht, denn sie durfte nur wegen ihm so aussehen.
Drake begann innerlich mit sich selber zu kämpfen.
*Sie ist das Biest weshalb du deine geliebte Isabelle verloren hast.
Für mich zählt nur meine Rache. Das was bisher gesah reicht mir nicht.
Ich werde mir alles nehmen, Ihren Körper, ihren Stolz, ihre Ehre und ihre Selbstachtung. Erst wenn Sie am Boden zerstört ist, wird meine Seele Ruhe finden* sagte ihm eine innere Stimme und er verdrängte seinen Mitleid mit ihr.

"Ja das werden Sie. Ich verspreche es Ihnen" sagte er.

Natalie setzte sich wieder und sah ihn dankbar an.

"Also Natalie seit zwei Monaten stehen Sie in meinem Dienst und ich kann mich trotz dem Ärger den Sie immer und immer wieder machen, nicht beschweren.
Ich genieße Ihren Aufenthalt in meinem Haus und Sie haben mir versprochen, dass Sie mir weiterhin dienen werden.
Aber was wird gesehen wenn Ihr Bruder ein freier Mensch ist, was wird dann passieren?
Werden Sie dann weiterhin hier bleiben oder werden Sie mir immer Ärger machen, in dem Sie Fluchtversuche ausüben?"

Natalie zögerte einen Moment und antwortete dann;
"Nein ich verspreche Ihnen kein ärger zu bereiten und treu in Ihren Diensten zu stehen."

"Schön, wir werden sehen was uns in der Zukunft erwartet.
Nun essen Sie" sagte er und beendete sein Frühstück.

Natalie schlang ihr Frühstück herunter, räumte den Tisch ab;

"Sir ich werde mich sofort frisch machen und zur Abfahrt bereit sein" sagte sie und trug das Tablet zurück in die Küche.

Sie lief mit schnellen Schritten zur Küche, gab Meryl das Tablet und erzählte ihr von dem Ausflug zu ihrem Bruder.

"Ich freue mich so sehr für dich Natalie. Weißt du unser Herr ist sehr Eigen, aber ein sehr guter Mensch"

"Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll Meryl.
Manchmal egoistisch und böse aber dann hat er wiederum eine gute und fürsorgliche Seite"

~~⭐~~

"Erst werde ich ihn treffen und daraufhin darf Lady Natalie Mc Fury zu ihm geholt werden.
Haben wir uns verstanden?" flüsterte er dem Wachmann ins Ohr und drückte ihm Geld in die Hand.

"Verstanden Sir, folgen Sie mir, die Lady möchte sich kurz gedulden."

Natalie nickte und sah zu wie Drake zu ihrem geliebten Bruder gebracht wurde. Sie konnte es kaum erwarten, es waren zwei Monate vergangen, seit zwei Monaten wusste sie nicht wie es John ging.

In dem Moment als die Tür zu dem Gefängnis geöffnet wurde, drängte sich ein Geruch an ihre Nase und ihr Magen drehte sich um.

"Oh John ich hoffe es geht dir gut."

~⭐~

Sie blieben vor einer der Zellen stehen und die Wache deutete in Richtung von John.
Als Drake ihn erblickte, fiel ihm der Anblick mit seiner geliebten Isabelle und John ein.
*Du miese Ratte wirst kein Moment deines Lebens noch glücklich werden* dachte er innerlich.

"Dieser Herr möchte dich sehen John McFury"

John sah auf; "Ach der schwarze Wolf! Sind Sie etwa gekommen um ihre Schulden anzufordern? Haha Sie kommen leider zu Spät. Der Earl war schneller als Sie und hat sich alles was ich mein nannte genommen. Ich habe nichts mehr was ich Ihnen geben kann."

"John, John.... John.
Ich bin hier um Sie aus diesem Loch rauszuholen.
Möchten Sie das oder nicht?" spottete er und machte einige Schritte nach links und dann nach rechts.

John sah ihn belustigt an und sagte: " Sie wollen mich hier rausholen... Warum?
Haben Sie etwa Schuldgefühle oder einfach nur langeweile?
Was haben Sie davon wenn ich hier raus komme?

Drake zog ein paar Blätter aus seinem Mantel.
Sie dürfen es sich gerne mehrmals in Ruhe durchlesen.
Das ist die Vereinbarung für Ihre Freiheit.
Sobald Sie diese unterschrieben haben, werden Sie ein freier Mensch sein.
Das Haus ihrer Eltern werden Sie zurück bekommen und Sie werden auch keine Schulden mehr beim Earl of Kingston haben."

John fragte zögernd:
"Warum tun Sie das alles? Was werden Sie davon haben?"

"Ihre Schwester wird als Gegenleistung in meinem Haushalt leben und sobald sie ihre Schulden abgezahlt haben, dürfen Sie sie mitnehmen.
Solange sie bei mir lebt, wird es ihr gut gehen, darüber brauchen sie sich überhaupt gar keine Sorgen zu machen. Also was sagen sie?"

John sah ihn voller Hass an.

"Sind sie noch bei Verstand?
Was hat meine Schwester mit all dem zu tun?"

Drake kam lachend ein Schritt näher.

"Also für ganz dumme... Ihre Schwester lebt schon seit zwei Monaten in meinem Haus und dient mir treu ergeben.
Ich verlange nur das sie weiterhin bei mir bleibt und dafür dürfen sie hier raus und sind ihre Schulden bei dem Earl of Kingston los. Sobald Sie ihre Schulden bei mir abgeleistet haben dürfen Sie, sie mitnehmen oder aber Sie bleiben einfach weiterhin hier und werden sicherlich bald krank und sterben voller Elend.
Verstanden?
Drake sah ihn kalt an.
"Möchten Sie unterschreiben oder nicht?"

"Sie sind voller Boshaftigkeit und verhalten sich wie ein Biest.
"Ich habe doch gar keine andere Wahl.
Aber lassen Sie sich eines gesagt sein, wenn Sie meiner Schwester ein Haar krümmen oder ihr Leid antun werde ich Sie eigenhändig umbringen und sobald ich meine Schulden beisammen habe, werde ich meine Schwester holen und mich kann dann keiner daran hindern.
"Ich hoffe Sie haben das verstanden?" sagte er und unterzeichnete den Vertrag in Drake's Hand.

"Ihnen stehen alle Wege offen John.
Ihre Schwester ist draußen ich werde Sie reinschicken lassen" sagte er und machte kehrt.

Es wurden mehrere Türen geöffnet und als er an der letzten ankam, steckte er die unterzeichneten Papiere weg.

Die letzte Tür wurde geöffnet und Drake sah sie.
Trotz seines Hasses ihr gegenüber, konnte er es nicht leugnen sie war wunderschön und alle seine Vorstellungen und Träume schossen ihm wieder durch den Kopf.

"Lady Natalie Sie haben 10 Minuten Zeit" sagte er und wandte sich dann so schnell er konnte ab.

Sie nickte und folgte dem Wachmann der sie zu ihrem Bruder führen sollte.
Sobald die Türe geöffnet wurden erschrak Natalie mit einem grässlichen Gestank der an ihre Nase reichte.
*Oh mein Gott was stinkt hier so fürchterlich, der Gestank wird immer schlimmer.
Nein ich muss mein Bruder hier rausholen. Er darf hier nicht bleiben* dachte sie und wurde aus den Gedanken gerissen, als Sie ihren Bruder sah. Er sah mager aus.

Sie rannnte sofort zu ihm, fiel vor den Gitterstäben auf die Knie und ihre Tränen liefen los.
"Geht es dir gut?

~~⭐~~


Die wilde LadyLies diese Geschichte KOSTENLOS!