For every story tagged #WattPride this month, Wattpad will donate $1 to the ILGA
Pen Your Pride

25. Letzter Plan

1.5K 173 89

Tobi grinste vor sich hin und setzte sich aufs Sofa. Stegi setzte sich neben ihn. "Also... wir tuen einfach so, als hätten wir voll Streit, weil du dir mehr auf den Abend eingebildet hast. Ich bin aber so voll der Arsch und knall dir dann eiskalt ins Gesicht, dass das ja total dumm wäre und es ja nur ein bisschen Rumgemache gewesen war uns so.", erzählte Tobi begeistert. "Ach ja: und zum Schluss lässt du dich von Tim wegen dem angeblichen Liebeskummer trösten." Stegi dachte nach. Schlecht klang das nicht, aber wenn es nicht funktionierte? "Und was dann?" "Dann... ähm... abwarten. Aber Tim wird sehen, dass er ja jetzt freie Bahn hat und mal gucken was das Schicksal so bringt.", grinste er. Und in diesem Moment hatten beide den selben Gedanken: Vielleicht trennt er sich ja von Melissa?
"Und wenns nicht klappt?", stellte Stegi in frage. "Dann... ähm... legst du Tim die Karten offen auf den Tisch." Stegi stockte der Atem. "Wie jetzt? Das ist der letzte Plan? Und dann soll ich... oh Gott... das kann ich doch gar nicht? Wie sagt man jemanden denn, dass man sich in denjenigen verknallt hat?", sprach Stegi seine Sorgen aus, aber Tobi legte einen Arm um ihn und grinste. "Du sagst es einfach gerade raus. Hör zu Tim, ich empfinde mehr als nur freundschaftliche Gefühle für dich und fertig." Stegi schwieg. Das klang durchaus nicht schlecht, denn er wollte Tim nicht direkt dieses 'ich liebe dich' entgegenwerfen. Das sind drei ziemlich starke Wörter mit dehnen man niemals einfach so um sich werfen sollte. "Mhm... und wann willst du mit deinem Plan beginnen?", fragte Stegi und sah zu Tobi rüber. "Keine Ahnung, wann du willst." "Wir können es ja morgen Nachmittag machen und dann rufe ich Tim an...", überlegte Stegi und biss auf seiner Lippe rum. "Ja klingt doch gut.", stimmte Tobi ihm zu. "Okay... und wie schaffe ich es auf Kommando zu heulen?" "Stell dir einfach was vor, was dich echt fertig macht." Tobi zuckte mit den Schultern. "Mhm...", schnaufte Stegi zustimmend. "Und du? Was hast du noch auf der Party gemacht?", wechselte Stegi das Thema und grinste leicht. "Ach nichts besonderes...", murmelte sein Gesprächspartner. "Achso, dann erzähl trotzdem.", lachte Stegi. "Ja... hab halt gefeiert und so..." "Lass mich raten: du kannst dich auch an nichts mehr erinnern?", grinste Stegi. "Ja... also... doch, aber so verschwommen.", seufzte er. "Und? Was weißt du noch?" Stegi war neugierig geworden, denn Tobi machte den Eindruck als wollte er ihm was verheimlichen. "Dass wir rumgemacht haben, dann Tim kam und dich mitgenommen hat und dann... dann kam Rafael..." Er seufzte und ein leichtes Lächeln lag auf seinen Lippen. "Hö? Wie jetzt?" "Ja das ist so ein Typ, er hat sich nachdem du weg warst zu mir gesetzt. Er geht aufs Gymnasium im Nachbardorf." "So dicht warst du ja wohl doch nicht, dass du das noch alles weißt.", grinste Stegi. "Mhm..." Tobi wurde etwas rot und Stegi sah ihn verwirrt an. "Warum so rot?" "Naja... also... wir haben halt noch den Abend geredet und wir haben auch immer mehr getrunken und dann... Filmriss.", seufzte Tobi und fuhr sich durch die Haare und über sein Gesicht. "Und? Was ist dann passiert? Man Tobi, lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!", nörgelte Stegi wie ein kleines Kind. "Ja mein Gott, mir gings genauso wie dir heute morgen. Bin halb nackt in einem völlig fremden Bett aufgewacht.", gab Tobi zu. "Oh..." Stegi zählte eins und eins zusammen und grinste. "Rafael hat dich also mit zu sich nach Hause genommen?" "Ja schon...", murmelte Tobi. "Aww! Tobi ist verliebt!", neckte Stegi ihn und piekste ihm in die Seite. Tobi zuckte zusammen. "Stegi!", fauchte er peinlich berührt und mit einem seichten Rotschimmer auf den Wangen. "Ihr habt aber nicht...?" "Stegi! Nein natürlich nicht.", rief Tobi empört und Stegi hob daraufhin nur abwehrend die Hände. "Aber du hättest dich gerne von ihm-" Stegi schrie auf und lachte lauthals los, als Tobi sich auf ihn stürzte und durch kitzelte. "T-Tobi!", schrie er lachend nach Luft japsend. "Rache ist süß!", grinste sein Peiniger und setzte sich auf Stegis Becken. Seine Hände hielt er fest über deinen Kopf gepinnt und piekste ihm dann immer wieder in die Seite, was Stegi quieken und lachen ließ. "Tobias du Arsch!", fiepte Stegi sehr unmännlich, als angesprochener ihn erneut piekste. Tobi sah ihn lange an, bis er dann ebenfalls laut los lachte. "Wie... wie hoch der Ton war!", lachte er und hielt sich den Bauch. Stegi verschränkte schmollend die Arme. "Lächerlich.", grummelte er. "Oh Gott!", kicherte Tobi und wischte sich die Lachtränen weg. "Ach komm, so lustig war es ja echt nicht nh." "Oh doch!", grinste Tobi und so wurde Stegi den kompletten Nachmittag weiter von Tobi aufgezogen. Und Stegi zog ihn mit Rafael auf, dann war es meistens eine Zeit still, bis Tobi wieder anfing und immer so weiter. Zwischendurch zockten sie auch oder schauten einfach so irgendeinen Schrott im Fernsehen.
So gegen den Abend hin musste Tobi sich langsam fertig machen. "Also... dann sehen wir uns morgen." Stegi nickte und sie umarmten sich nochmal freundschaftlich, dann ging Tobi aus der Haustür und verließ das Grundstück sowie Stegis Straße.
Stegi ging auf direktem Weg in die Küche und setzte sich an den Tisch. "Na... alles gut?" Sarah kam in die Küche und Stegi seufzte nur Schulter zuckend. So im Nachhinein fand er diesen Plan schon ziemlich blöd. Er belog Tim damit er eifersüchtig ist und sieht, dass er was für ihm empfindet. Das ist doch auch irgendwie nicht richtig, oder? Gefühle zu erzwingen bringt doch auch nicht wirklich was. "Was ist los?" Sarah hatte sich mit einer Tasse Tee zu ihm gesetzt. "Es ist nicht richtig jemanden eifersüchtig zu machen, damit er einsieht, dass er Gefühle für einen hat oder?", fragte er einfach und sah Sarah bedrückt an. "Nein...?" Sie runzelte die Stirn und sah Stegi durchdringend an. Er nickte nur und kniff dann selbst die Augenbrauen zusammen. "Stegi? Willst du reden?", hakte Sarah vorsichtig und sanft nach. Sie hatte eine Hand auf Stegis Arm gelegt und streichelte mit dem Daumen sanft über diesen. "Im Moment nicht, danke.", nuschelte er daraufhin zurück. "Falls etwas ist, dann kannst du immer zu mir kommen ja?" Er nickte und sah sie dankbar und mit einem leichten Lächeln an. "Hat Mama gekocht oder soll ich mir was warm machen?" "Mach mal zwei Pizzen, ich hab nämlich auch noch nichts gegessen.", lächelte sich und nahm einen Schluck ihres Tees. Stegi nickte und schob zwei Salami Tiefkülpizzen in den Ofen. Er setzte sich wieder und legte seinen Kopf auf die auf dem Tisch verschränkten Arme. So döste er vor sich hin bis der Timer am Ofen piepste und ihm mitteilte, dass sein Essen nun fertig war. Er raffte sich auf und stellte den Ofen aus. Sarah hatte bereits zwei große Teller genommen und auf diese legte er jetzt jeweils eine Pizza. Sarah nahm sich den Pizzaschneider und schnitt die Pizza, während Stegi Gläser mit Getränken auf den Tisch stellte. Seine Schwester stellte ihm die Pizza vor die Nase und stellte ihre sich selbst auf den Platz. "Guten Appetit." "Dir auch.", murmelte Stegi schon mit vollem Mund und grinste unschuldig.
Nach dem Essen räumten sie noch schnell gemeinsam die Küche auf und dann ging jeder wieder in sein Zimmer. Beziehungsweise Stegi ins Bad, da er unbedingt noch duschen musste. Nach der Dusche und dem Zähneputzen schleppte er sich in Boxer und schon im Halbschlaf in sein Zimmer, in welchem er sich geschafft ins Bett fallen ließ und sich direkt in die Decke einmummelte. Er schaffte es gerade noch so sein Licht auszuknipsen, bevor er in einen tiefen ach fiel.

****
Hallo meine Früchtchen^^

Ich werde hier ja regelrecht zum Schreiben gezwungen, also hier das nächste Kap xD

Ich habe übrigens eine neue Story angefangen :3
Ihr dürft gerne mal vorbeischauen, aber ich sage jetzt schon mal, dass da wirklich nur dann Updates kommen, wenn ich Lust habe^^

Bis denn meine Früchtchen^^
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!