20. Mission

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Steig sah Tim an, welcher wissend grinste. "Ähm...", kam es dümmlich von ihm. "Das erklärt warum du ihm so am Arsch klebst.", lachte sein gegenüber. "Gar nicht!", wehrte Stegi ab. "Oh doch... Aber weißt du was? Ich nehme es mir jetzt als Mission euch zu verkuppeln.", grinste er. Stegi entglitten alle Gesichtszüge. "D-das ist nicht nötig! Ehrlich!" "Doch, doch! Du bist mein bester Freund und deshalb helfe ich dir." "Nein musst du nicht!" "Keine Ausrede!" Stegi seufzte. Er wusste, er hatte keine Chance mehr gegen ihn. "Na also." Tim grinste zufrieden. "Nächstes Wochenende ist ne ziemlich angesagte Party. Geh mit ihm hin." "Tim ich hasse Partys.", seufzte Stegi. Was hatte er sich nur eingebrockt. "Ach komm... Das wird lustig!" "Lustig? Ne Tim ich gucke lieber einen guten Film." "Mensch Stegi, so wird das doch nichts. Du musst auch mal aktiver werden. Wenn du den ganzen Tag nur im Zimmer rumhängst wird das doch nichts mit Tobi.", nörgelte Tim. Stegi seufzte angestrengt. "Selbst wenn ich gehen würde, ich hätte gar nichts zum anziehen. Tja, schade auch. Ich weine richtig, siehst du diese Tränen?", sagte er sarkastisch und Tim stand Augen rollend auf. Mit gezielten Schritten ging er zu Stegis Kleiderschrank und öffnete ihn. Er grinste. Stegi hatte ihn nach Farbe sortiert. Er war schon sonderbar, aber deshalb mochte Tim ihn auch so. Er ließ seinen Blick durch den Schrank wandern und zog eine schwarze skinny Jeans mit Löchern an den Knien heraus. Er warf sie Stegi quasi ins Gesicht und schmiss einen Pulli mit Tarnmuster hinterher. Stegi war schon in heller Aufregung. Seine ganze Ordnung...
"Das ziehst du an und wag es dir und du setzt eine Mütze auf!", drohte Tim ihm grinsend mit erhobenen Finger. "Ja Papa!", murrte Stegi und legte die Klamotten sorgfältig zusammen. Tim musterte ihn dabei belustigt. "Möchtest die Sachen vielleicht nicht noch bügeln?" Stegi zeigte ihm schmollend den Mittelfinger und stand dann auf. Sortierte die Sachen wieder ein und schloss den Schrank. "Zocken?", lenkte er vom Thema ab und Tim nickte. Sie setzten sich gemütlich aufs Sofa und Stegi legte irgendeinen Ego Shooter ein. Er schmiss Tim einem Kontroller zu und setzte sich dann mit seinem in der Hand neben ihn. Sie spielten wie in alten Zeiten, als wäre nie etwas gewesen, bis spät in die Nacht. Stegi gähnte herzhaft und starb im selben Moment. "Lächerlich!", nuschelte er müde und Tim lachte. "Lass uns ins Bett gehen. Du schläfst doch gleich ein!", grinste er Stegi an. "Is wohl besser und morgen ist auch noch Schule.", grummelte er und beendete das Spiel. Machte den Fernseher aus und streckte sich müde. "Du zuerst ins Bad?" Tim nickte und stand auf. Er ging ins Bad und erledigte seine tägliche Abendroutine, währenddessen hatte Stegi sich ausgezogen und lag in Shirt und Boxer im Bett. Die Decke bis über die Nase gezogen und starrte an die Wand. Als Tim ins Zimmer kam und das Licht ausmachte brummte Stegi missmutig. "Hast du immer noch Angst im Dunkeln?", zog der größere ihn schmunzelnd auf. "Ach komm sei leise!", knurrte Stegi beleidigt und seufzte erleichtert als Tim das kleine Nachtlicht in die Steckdose stöpselte. Er hob die Decke an und kroch zu Stegi, dieser kuschelte sich auch direkt an Tim. Er legte lächelnd die Arme um ihn und kuschelte mit ihm, bis beide langsam in einen erholsamen Schlaf drifteten.
Am nächsten Morgen wurden beide durch den nervigen Wecker Stegis geweckt. Ein Murren kam von dem Besitzer des Ruhestörers und er wandte sich aus den warmen kuscheligen Armen seines besten Freundes. Er schaltete den Wecker aus und streckte sich. Tim sah ihn bloß verschlafen an. "Wie spät?", murmelte er. "Gleich zehn nach sieben.", brummte Stegi seufzend. "Du gehst zuerst ins Bad!", brummte Tim grinsend, weil er so noch länger im Bett liegen konnte. Ein missmutiges Schnauben kam vom Blonden, welcher sich dann auch gleich erhob und sich Klamotten raussuchte, mit denen er dann ins Bad ging und sich fertig machte. Tim war derzeit am Handy, welches voll von Nachrichten seiner Freundin war, die wissen wollte wo er war und warum er ihr nicht antwortete. Er seufzte genervt und tippte schnell einen Text zurück in dem er ihr alles erklärte. Dann kam auch Stegi wieder ins Zimmer und er selbst konnte ins Bad.
Als auch er wieder rauskam, hatte Stegi ihm bereits einen Block und Kugelschreiber in einen Rucksack gepackt und hielt ihm diesen grinsend hin. "Nimm doch diese hässliche Mütze mal ab!", seufzte er und wollte schon nach dieser greifen, als Stegi ihm geschickt auswich und kichernd mit seinem eigenen Rucksack runter lief. Auf dem Tisch standen bereits drei Schalen mit Müsli und hinter einer saß bereits Max, welcher schon sein Frühstück aß und die beide Jungs angrinste. "Guten Morgen..." Die anderen beiden brummten etwas was sich wie ein 'dir auch' anhörte und aßen dann ebenfalls ihr Müsli. Als es dann Zeit wurde sich für die Schule fertig zu machen, hetzte Marcella die Jungen schon ein wenig und schaffte es am Ende, dass beide um viertel vor acht das Haus verließen.
Auf dem Weg zur Schule redeten sie kaum und als sie auf den Pausenhof kamen ging Stegis Laune direkt auf den Nullpunkt, denn ein lautes fast schon geschrienes 'Timi' hallte über den Schulhof. Auch der braunhaarige neben ihm atmete geräuschvoll aus. "Ich gehe schon mal rein.", grummelte Stegi und flüchtete schon fast in das Schulgebäude. Und als er sich umdrehte sah er bloß wie sich Tim und Melissa halb auffraßen. Er schüttelte sich und ein Stich durchfuhr seine Brust. Schnell wandte er den Blick wieder ab und ging zu den Fachräumen, wo er die erste Stunde hatte. Biologie. Er mochte das Fach und fand es dementsprechend auch nicht schlimm es direkt in der ersten Stunde zu haben.
Mit der Zeit kamen dann auch die anderen aus seinem Kurs unter anderem auch Tobi. "Na Stegibert!", grinste er und setzte sich neben Stegi. "Na Tobi.", murmelte Stegi. "Was los?" Während er auf Stegis Antwort wartete packte er schon mal seine Sachen aus. "Ich hab Tim erzählt, dass... nun ja... ich schwul bin...", flüsterte er leise. "Oh... und dann?" Nun war Tobi neugierig geworden. "Er glaubt ich will was von dir und hat es sich jetzt, als mein bester Freund, zur Mission gemacht uns zu verkuppeln.", erzählte Stegi und seufzte. Tobi dagegen lachte lauthals los und zog so die gesamte Aufmerksamkeit auf die zwei. "Nein oder?", japste er und hielt sich den Bauch. Stegi brummte etwas zustimmendes und Tobi beruhigte sich langsam wieder. "Ich schließe auch mal daraus, dass wieder alles cool ist zwischen euch?" Stegi nickte grinsend. "Jap..." "Und was ist sein Plan um uns zu verkuppeln?" "Ich soll mit dir auf ne Party gehen..." "Okay... ich hätte da dann auch schon einen Plan....", grinste Tobi. "Ach und der wäre?" Aber genau in dem Moment kam der Lehrer herein und begann mit dem Unterricht. "In der Pause!", flüsterte Tobi Stegi noch schnell zu.

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Hallo meine Früchtchen^^

So viele Pläne hier! Aber welcher wird der bessere sein? Man weiß es nicht...

Bis gleich meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!