All I want for Christmas

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1. Jahr der Rumtreiber

Der junge Sirius Black saß auf dem roten Sofa im Gryffindorgemeinschaftsraum. Rund um ihn wuselten aufgeregte Kinder, welche freudig darauf warteten die Geschenke von ihren Eltern zu erhalten. Unter ihnen auch seine drei besten Freunde: James Potter, Remus Lupin und Peter Pettigrew. Freudestrahlend standen diese am Fenster und riefen bei jeder weißen Eule, welche sich in ihre Nähe begab aufgeregt auf. Wenn diese dann zu einem anderen Kind flog, seufzten sie theatralisch und wendeten ihren Blick wieder dem Fenster zu um weiter auf ihre Geschenke zu warten. Sirius jedoch saß allein auf dem Sofa. Seit er nach Gryffindor gekommen war, hatten sich seine Eltern nicht mehr bei ihm gemeldet und so wagte er es nicht einmal zu hoffen, ein Geschenk zu bekommen. Nachdenklich starrte er in das Kaminfeuer und erinnerte sich an die Weihnachtsfeste mit seiner Familie. Auch diese waren nicht die glücklichsten gewesen. Er bekam tausende Bücher, welche von böser Magie handelten, oder wurde auf eine öde Black-Familie-Feier geschleppt. Früher dachte er, das wäre überall so. Doch als ihm James erzählte, dass er jedes Jahr Schokofrösche und magische Karten (oder andere Zauberartikel) bekam, fiel ihm die Kinnlade herunter. In Gedanken versunken, schreckte er auf als seine drei Freunde einen Freudenschrei ausstießen, da in diesem Moment ihre Eulen gelandet waren. Sirius setzte ein falsches Lächeln auf, als James sich lachend neben ihm auf das Sofa fallen ließ. Er hatte ihnen nichts von seiner Situation erzählt, da er es nicht mochte, wenn ihn Menschen bemitleideten. Erstaunt blickte er das bunt verpackte Päckchen in James' Händen an. Es war mit einer roten Schleife umwickelt und das orange Geschenkpapier glänzte matt ihm Schein des Feuers. Sirius war von der Liebe fasziniert, mit der es eingepackt worden war. Sie hatten immer nur eine Tüte in die Hand gedrückt bekommen. Als James seinen Blick bemerkte, fiel ihm erst auf, dass Sirius weder am Fenster gewartet hatte, noch ein Geschenk in den Händen hielt. Fragend blickte er ihn an. Sirius seufzte ergeben auf. "Naja...meine Eltern schicken mir glaub ich nichts..du weißt schon.." Geschockt blickte James ihn an. Dann fing er an zu lächeln und hielt ihm das Geschenk hin. "Los. Packs aus." Sirius starrte seinen besten Freund entsetzt an und schüttelte entsetzt den Kopf. "Es..es ist deins. Du packst es aus." James lächelte nur noch breiter. "Du bist mein bester Freund, Siri. Und ich will, dass du es auspackst." Als Sirius bemerkte, dass James nicht lockerlassen würde, nahm er das Geschenk in die Hand und wickelte es vorsichtig aus, bedacht das schöne Papier nicht zu zerreißen. Zum Vorschein kamen mindestens 20 Schokofrösche, ein paar Knallbonbons und natürlich ein Pulli auf dem "J" stand. Was Sirius jedoch überraschte, war der zweiter Pulli, welcher in dem Geschenk lag. Zitternd nahm er in aus der Verpackung. Auf der Vorderseite pragte ein großes, goldenes "S". Es war mit einigen Schlingpflanzen umschlungen und strahlte förmlich aus dem roten Hintergrund. Gerührt blickte er James an. Dessen Grinsen wurde immer breiter. "Ich hab' Mum geschrieben, dass du unbedingt noch einen weihnachtlichen Pulli brauchst." Komplett geschockt blickte Sirius seinen besten Freund an. Dieser grinste nur und wuschelte dem Black durch die Haare. "Du bist doch mein bester Freund. War kein Dinge." Sirius überwand seine Starre und grinste zurück. "Danke, Jamie. Du bist der beste." Er steckte ihm die Hand hin, und James schlug ein. Den Rest des Abends verbrachten sie damit, die Schokofrösche zu verputzen, viel zu laut "We wish you a Merry Christmas" zu singen und mit den restlichen Gryffindors zu lachen. Als sie dann schließlich im Bett lagen, beschloss Sirius, dass das sein Lieblings Weihnachtsfest gewesen war.

7. Jahr der Rumtreiber

Die Rumtreiber saßen gemeinsam mit Mary und Lily auf den roten Bänken im Gemeinschaftsraum und lachten was das Zeug hielt. Sirius hatte gerade Slughorn nachgeäfft, wie er heute hinter Lily hergetackelt und sie zu seiner Weihnachtsfeier eingeladen hatte. Lily saß mit einem Schmollmund im Gesicht neben James' auf dem Sofa, doch nach kurzer Zeit musste auch sie mitlachen. Niemand sonst war im Gemeinschaftsraum, da heute wieder Hogsmeade-Abend war. Die sechs Freunde hatten jedoch beschlossen, sich in Hogwarts ein gemütliches Weihnachten zu veranstalten. Als plötzlich eine Eule auf James Kopf landete und dieser erschrocken aufschrie, wurde das Gelächter im Gemeinschaftsraum nur noch lauter. James' Gesicht lief rot an und starrte seine Freunde vorwurfsvoll an. Dann nahm er der  Eule das kleine Päckchen ab, welche sie zwischen den Krallen hielt. Unangenehme Stille entstand im Raum, da niemand der anderen ein Geschenk bekommen hatte. Lily's Eltern waren von Todessern ermordet worden, Remus beschäftigt, Sirius' schickten ihm schon seit der ersten Klasse nichts mehr, Mary's auf der Suche nach Todessern und Peter's meinten er sei schon zu alt dafür. Schnell wickelte James' das Geschenk aus und zog einen kleinen Zettel heraus. Mit gerunzelter Stirn las er den Inhalt und fing jedoch nach kurzer Zeit an zu strahlen. Mit leuchtenden Augen wandte er sich seinen Freunden zu. "Meine Eltern laden uns zu uns nach Hause ein! Ihr dürft alle mitkommen!" Verwundert blickten die Freunde sich an. Sirius begann dann zu grinsen. "Ich hätte sowieso mitdürfen. Wohne ja jetzt auch bei Prongsie." Zwinkernd wandte er sich seinem besten Freund zu, welcher nur mit den Augen rollte und aufstand. "Komm Darling, wir gehen." Sirius und Lily standen gleichzeitig auf, worauf Lily diesen verwirrt anblickte. James seufzte. "Sirius. Ich hab Lily gemeint." Daraufhin verzogen die beiden sich in eine Ecke des Gemeinschaftsraumes um die Details zu regeln. Sirius ließ sich gespielt beleidigt neben Remus auf das Sofa fallen. "Weißt du, vor ein paar Jahren war ich noch "Darling"." Daraufhin prusteten Remus, Peter und Mary lauthals loszulachen und kurz darauf kamen auch James und Lily wieder zu ihnen. Niemand von ihnen hatte an diesem Abend Geschenke zugeschickt bekommen. Doch es schien auch niemanden zu stören. Denn vielleicht war die Liebe, die sie sich gegenseitig schenkten das größte Geschenk.

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Hey Leute!

Ich hoffe euch hat diese kleine Geschichte gefallen & dass ihr ein schönes Fest habt. Genießt die Tage mit eurer Familie. Schreibt Menschen die ihr schon lange nicht mehr gesehen habt & sagt jedem wie gern ihr sie habt. 

Fühlt euch gedrückt und "Frohe Weihnachten"! ♥

xoxo Caro 

Rumtreiber Oneshots/ HPWo Geschichten leben. Entdecke jetzt