18. Na endlich

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Mit gesenktem Kopf und traurigem Blick stand Tim wie festgewachsen an ein und der selben Stelle. Er hatte gerade seinen besten Freund verloren. Wegen eines Mädchens. Was hatte er nur getan? Auch wenn es dunkel gewesen war, er konnte Stegis gekränkten und ziemlich verletzten Blick sehen. Es tat ihm im Herzen weh, den kleinen Blondhaarigen so zu sehen.
Er tapste mit traurigen und eher schlurfenden Schritten zurück. Niemand begegnete ihm und so sah auch niemand diesen tieftraurigen Blick, mit welchem Tim den Boden anstarrte. Ja er sah ein, er hatte großen Mist gebaut. Nur wie er den wieder beseitigen wollte, wusste er selbst noch nicht so richtig. Er seufzte traurig als er an Stegis Haus vorbei ging und dann in seine Straße einbog. Müde und traurig fischte er den Schlüssel aus seiner Hosentasche. Er verfehlte mehrfach mit dem Schlüssel das Schloss. Einerseits wegen der Dunkelheit und andererseits wegen seiner Gedanken, welche alle Stegi galten. Er bereute es sich für Melissa entschieden zu haben! Insgeheim hoffte er sogar, er könnte morgen in der Schule nochmal mit Stegi reden.
Wach lag er in seinem Bett. Er war hundemüde, aber seine Augen wollten nicht zu bleiben. Zu sehr schmerzte es in seiner Brust. Zu sehr vermisste er seinen besten Freund. Eine einzelne Träne verließ seinen Augenwinkel und suchte sich ihren Weg über seine Wange in sein Kopfkissen. Dort versickerte sie. Verschwand sie.
Der nächste Morgen verlief träge und auch die Schule verging nur langsam. Immer wenn Tim auf die Uhr sah, dachte er der Zeiger hätte sich kein bisschen weiter bewegt. Und in Kunst der leere Platz neben ihm machte seinen Kummer nicht besser. Stegi hatte er heute noch nicht gesehen. Aber Melissa. Und Himmel ging sie ihm auf die Nüsse. Ja sie nervte ihn langsam. Und nicht nur wegen Stegi... Melissa zeigte ihm nämlich so langsam ihr wahres Gesicht. Sie war wie jedes nullachtfuffzehn Mädchen. Sie hatte sich bloß verstellt, damit sie Tim um den Finger wickeln konnte. Das hatte er jetzt auch begriffen.
Auf dem Heimweg dröhnte die Musik aus seinen Kopfhörern nur so in seinen Ohren, aber es war ihm egal. Die fünf in Mathe, egal. Dass er zu einer ziemlich beliebten Party am See eingeladen wurde, egal. Was ihm aber nicht egal war, war der kleine Blonde, welcher gerade in dem Moment die Haustür bei sich aufschloss, als Tim an seinem Haus vorbei ging. Natürlich lag sein Blick direkt auf ihm. Wie erstarrt stand er auf dem Gehweg, der gegenüberliegenden Straßenseite und starrten den Jungen auf der anderen Seite an der Haustür an. Er schluckte. Er vermisste ihn. Wollte ihm durch die süßen Locken wuscheln und ihm dann lauschen, wie er sich aufregte, dass er das nicht mochte. Plötzlich drehte sich eben dieser blonde Junge um und starrte ihm direkt in die Augen. Zumindest hatte er das Gefühl. Dann drehte er sich schnell um und öffnete in rasender Geschwindigkeit die Tür und verschwand hinter dieser. Dann, wie von selbst, ging er los. Über die Straße auf das Grundstücks seines ehemals besten Freundes. Er stieg die Treppen zur Haustür hoch und klingelte. Er war nervös und machte die Musik in seinen Ohren aus. Ebenso steckte er sein Handy samt Kopfhörern in seine Hosentasche. Endlich öffnete sich die Tür und Sarah sah ihn traurig, aber auch erleichtert an. "Na endlich!", seufzte sie und ging von der Tür weg, damit er eintreten konnte, was er auch tat. Tim streifte seine Schuhe ab, hing seine Jacke an den Haken und stellte seine Schultasche neben die Garderobe. Leichtfüßig lief er die Treppe hoch und klopfte dann zaghaft und mit schweißnassen Händen an der weißen Tür. Ein geschnieftes 'ja?' drang leise zu ihm durch und er öffnete behutsam die Tür.

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Hallo meine Früchtchen^^

Erstmal ein unglaublich riesig, großes SORRY!!
Aber ich hatte so fucking viel Stress. Schule, Weihnachten... Ihr kennt's.

Naja hier bin ich wieder und ich hoffe dass ich in den Ferien mehr zu Stande bringen :)
An Silverster hätte ich übrigens ne Menge Zeit für'n Lesetag... Wenn ihr versteht ;)

(Für alle Dummen: 31.12 Lesetag! xD)

Euch allen fröhliche Weihnachten :3 und schöne Festtage.

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!