54. Kapitel- WO IST NOAM?!

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„Machen wir ein Foto zusammen? Für mein WhatsApp-Profilbild?", bat ich und Zayn und Noam stimmten ziemlich rasch zu. „Und wie wollen wir das anstellen, bitte?"

Einige Minuten hielt ich mir den Bauch vor lachen, weil wir etwas unfähig gewesen waren und Zayn sein Handy geschlissen hatte- es flog etwa fünf Meter weit. Naja. Jetzt telefonierte er gerade an meinem Handy mit Perrie, um sie aufzuklären, was Sache war, und Noam und ich versuchten, uns vom Lachen zu erholen. Auf einmal fragte eine tiefe Stimme spöttisch: „Was gibt das?" Ich blinzelte und zeigte Liam Zayns geschrottetes Handy, woraufhin er nur den Kopf schüttelte. „Eh, ich bin eigentlich hier um zu sagen, dass wir gehen müssen. Kommt ihr mit?"- „Jap. Meine Freundin wird dann halt alleine hier sein müssen für heute, mein Zwilling geht vor." Ich strahlte und Liam wackelte mit den Augenbrauen. „Ich glaube, Rea... nein, Aline fehlt dir. Du brauchst unter all den Männern um dich herum - Rea zählt nicht - eine richtige Frau."- „Rea ist eine Frau! Sie ist meine beste Freundin!"- „Und lesbisch", konterte Liam. „Trotzdem hat sie Brüste", erklärte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. „Und sowieso etwas, was Harry knallen würde."- „Was? Ich knalle keine Frauen", schmollte der angesprochene Lockenkopf und ich verdrehte die Augen. „Natürlich nicht. Ich hab nicht gesagt, dass du es oft tust."- „Das ist schon richtiger. Es klingelt schon wieder!"- „Wir gehen einfach", entschied Noam und ich schaute ihn fragend an. Er verdrehte die Augen. „Die Bitch von Freundin eines Freundes. Schmeisst sich an mich ran."- „Okay. Lass uns gehen", beschloss Zayn und wir verliessen beinahe fluchtartig die Wohnung. Dann versteckte Noam sich zwischen uns und wir passierten die Frau, die uns zwar angaffte, aber in Ruhe liess. „Ab nach London!", jubelte Niall, als wir im Bus sassen, der von Louis gefahren wurde, und löste einen Jubelschrei bei allen aus. Jup. Wir freuten uns aufs Konzert.

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Freitag, 02.10.15

Ich wurde wach, weil die Tür klingelte. Och Mensch. Louis neben mir schlief noch tief und genoss seinen wohlverdienten Schlaf, doch ich war hellwach. Also rappelte ich mich auf und zog mir einen von Louis' Pullis über, ehe ich zur Tür lief. Wer mochte das sein? Ich drehte den Schlüssel im Schloss und gähnte, als die kalte Luft mich traf.

„Ja?", fragte ich dann und blinzelte- und hielt geschockt inne. Da standen... sechs Leute. Die sechs, die dafür verantwortlich waren, dass Noam und ich getrennt aufwachsen mussten. Dass unsere Familie aus mehr Halb- als Ganzgeschwistern bestand.

„Dürfen wir reinkommen?", fragte Mom leise und ich blinzelte, ehe ich zur Seite trat und ihnen Platz machte. Dad klopfte mir leicht auf die Schultern, doch sonst begrüsste mich niemand- nicht mal mein leiblicher Vater, mit dem ich mich eigentlich gut verstanden hatte. „Wo sind Michel und Dima? Und Lumian? Und Safaa und Waliyha?", fragte ich und nahm das Haustelefon in die Hand. „Die sind alle zuhause", sagte mein leiblicher Vater leise und ich nickte.

„Was ist hier los?"

Harry tappte gähnend zu mir und schaute erstaunt, als er die Versammlung in unserem Wohnzimmer sah. „Hi, Harry!", lächelte meine leibliche Mutter und hob die Hand zum Winken, ebenso Zayns Vater. „Hi. Was... ich glaube, ich rufe Zayn und so mal an."

Er nahm mir das Telefon aus der Hand und wählte eine Nummer, während er mir deutete, mich zu Louis zu verziehen. Ich rannte die Treppe hoch und schlug mir fast die Knie auf, als ich vor Unachtsamkeit stolperte. Meine Gedanken wurden dominiert davon, was sie hier wollten - sie wussten nicht, dass Noam hier war! Wir hatten extra aufgepasst und nirgends war auch nur ein bisschen was durchgesickert! Was wollten sie hier? Uns aufklären? Sich aussprechen?

„Louis", brachte ich heraus und setzte mich neben ihn hin, strich ihm über den Kopf. Er fuhr mit einem Mal erschrocken hoch und starrte mich an. „Was ist?", fragte er und liess sich etwas beruhigt, dass ich da war, wieder zurücksinken. „Meine Eltern sind da... alle."- „Warte- was?!" Ich zuckte mit den Schultern und blickte ihn hilflos an. Er holte tief Luft, dann packte er mich an den Schultern.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!