51. Kapitel- Vorbereitungen auf grosse Taten

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Leise raschelte etwas neben mir, dann fiel etwas rasselnd zu Boden. Erschrocken fuhr ich hoch und schaute mich hastig um. Wo war ich? Ich kannte es nicht hier!

„Phi!"- „Lou!"

Louis kniete jetzt vor mir und schaute mich müde, aber strahlend an. „Hi!"- „Hey", flüsterte ich und hob die Hand, strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. Ich liebte ihn über alles und mein Herz klopfte wie wild bei seinem Anblick.

„Hi", sagte er nochmals und strich mir mit dem Daumen über die Lippen, ehe er sich vorbeugte und mich sanft küsste. Ich musste lächeln und rutschte näher zu ihm ran, klammerte mich an ihm fest. Ich brauchte ihn so sehr, dass ich nicht wusste, wie ich es die letzten Wochen ohne ihn ausgehalten hatte.

„He", bremste Louis mich sanft aus und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Du bist müde, du solltest schlafen."- „Eher du... ich hab nichts gemacht, den ganzen Tag lang", erklärte ich gähnend und er gluckste amüsiert. „Red dir nichts ein. Zayn hat gesagt, dass du seit Stunden ratzt."- „Ja, aber wegen der Beruhigungstablette."

Louis verdrehte die Augen und sagte scherzhaft: „Tun wir so, als wären wir beide müde. Wir haben genug Zeit diese Woche... wobei, eigentlich ja nicht. Aber es hat keinen Sinn, wenn wir auf unseren Schlaf verzichten."- „Allerdings. Kommst du zu mir?"- „Jepp."

Er bückte sich und hob einige Münzen aus- das war wohl das rasselnde Geräusch gewesen. Er stopfte sie zurück in die Hosentasche und strampelte sich dann die Hose von den Beinen, ehe er sich das Shirt über den Kopf zog und seine Armbänder auf den Nachttisch legte.

„Hast du dich geprügelt?", fragte ich ihn entsetzt, als ich sehe, wie er mehrere farbig schillernde Flecken auf den Armen und der Brust hat. „Was denkst du denn von mir?", fragte er entrüstet und stemmte sich die Hände in die Seite. „Louis", stöhnte ich und vergrub das Gesicht im Kissen, ehe ich zu ihm aufschaute. „Bitte, sag es mir."- „Nein. Es ist unwichtig." - „Louis! Das hätte gefährlich sein können!"- „War es nicht, okay?"- „Na, wenn du meinst", sagte ich kühl und drehte mich um. Soll er doch machen, was er wollte. er seufzte, ehe sich die Matratze hob und er sich hinter mich setzte.

„Phi... es ist... ich war mit Lottie aus, und da wurde sie von Typen angemacht. Ich wurde fuchsteufelswild und hab... etwas irrational gehandelt... ich hoffe, die machen sowas nicht mehr."- „Wegen eine Anmache?", fragte ich misstrauisch und drehte mich auf den Rücken, blickte ihn lange an.

„Eher... Betatschen", gab er zu und ich nickte leicht. „Dann ist es gut."- „Wie?" Verdutzt schaute er mich an und ich stemmte mich mit den Ellbogen aus dem Bett. „Ja, klar, hätte ich auch getan... Louis, es gibt Dinge, die getan werden müssen, auch wenn es nicht das klügste oder Beste ist."- „Oh, definitiv ist es das nicht", schnaubte er und ich musste grinsen. „Das ist eine Frage der Perspektive. Na komm jetzt, ich bin müde und du hast morgen ein Konzert."

Er grummelte vor sich hin, während er sich neben mich legte und das Licht auslöschte. „Schlaf gut, Love."

~

Donnerstag, 24.09.15

Ich wachte alleine wieder auf, doch Louis' Klamotten lagen noch am Boden. Ich gähnte und streckte mich dann, öffnete ich die Fensterläden. Zayns Haus war in der Vorstadt und hatte einen ruhigen Garten, wo auch mein Fenster hinausging. Vögel zwitscherten und ab und an fuhr ein Auto vorbei, und in der Nähe kreischten einige kleine Kinder herum.

„Morgen."

Erschrocken fuhr ich herum und erkannte Louis, der frisch geduscht aus dem Bad kam- nur ein Handtuch um die Hüfte. „Guten Morgen", lächelte ich und fuhr mir durch die Haare- ich sah mal wieder wie ein Kobold aus, da war ich mir sicher.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!