Kapitel 22

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...beide zogen die Hände ruckartig zurück und sahen sich in die Augen.
Es schien so als wäre die Zeit stehen geblieben und sie vergaßen was um sie rum geschah.
Als die Uhr zur vollen Stunde schlug wurden sie aus dem Bann gerissen.
Natalie wurde rot, schämte sich und weichte verlegen den Blicken von Drake aus.
Drake starrte sie weiterhin an und reichte ihr das Salz.

Natalie lehnte ab, sagte ihm das sie gerne wartet und er zuerst sein Frühstück salzen darf.

"Lady's first Natalie. Bedienen Sie sich, bitte"

Sie bedankte sich und nahm das Salz entgegen.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren beendeten sie ihr Frühstück und Drake verließ das Gemach.
Natalie blieb in tiefen Gedanken zurück.
*Er hat einen miesen Ckarakter, aber macht sich auch Sorgen um mich....
Aber...Warum eigentlich?
Seine grauen Augen sind so kalt wie Eis und doch so verbrennend wie Feuer.
Er hat mir vorhin so lange in die Augen gesehen und dies hat mich bis in die Knochen beunruhigt.
Ohne ein Wort hat er doch soviel mit nur einem Blick gesagt.

Dann fiel ihr auf einmal wieder ein was er den Banditen gesagt hatte und schüttelte sich.

"Sie ist meine Frau und gehört zu mir und so wird es auch immer bleiben"

Natalie zitterte am ganzen Körper, aber diese Erinnerung gefiel ihr, denn als sie wieder zu sich kam, bemerkte sie ein lächeln auf ihren Lippen.

*Was ist los mit mir?
Hör auf Natalie... Am Ende wirst du darunter leiden. Er ist der Herr des Hauses, so darfst du nicht über ihn denken* riet ihr eine innere Stimme.

Dann fiel ihr der Kuss wieder ein.

*Ich habe von diesem Kuss geträumt, aber er war so real und so hinreißend.
Auch wenn es nur ein Traum war, für mich war es ein wunderschöner Traum* dachte sie und wollte sich wieder ausruhen, denn durch die Arbeit im  Garten war sie sehr erschöpft.

~~⭐~~

Das Mittagessen musste Natalie alleine einnehmen, Drake war nicht erschienen.
Sie hatte nach ihm gefragt und die Antwort;*Er hat wichtige Sachen zu erledigen* bekommen.

Nachdem Mittagessen ging Natalie in die Küche und unterhielt sich mit Meryl und Madleen.
Meryl hatte ihre Tätigkeiten im Haushalt beendet und half Madleen in der Küche.
Madleen bereitete schon das Abendmahl vor.

Alle gingen ihren Tätigkeiten nach und Natalie wollte etwas an die frische Luft und einen kleinen Spaziergang machen.
Ohne ein weiteres mal auf Meryl und Madleen zu achten verließ sie die Küche, lief zur Tür und trat aus dem Haus.
Sie lief bis zu den Stallungen, verbrachte etwas Zeit mit ihrer Stute Sweety und lief dann wieder zurück zum Haus. So gern sie den Drang hatte zu flüchten, sie konnte einfach nicht.
Sie dachte an ihren Bruder, wie er hungert und eledig auf dem Boden schlief.
Obwohl sie sich miserabel fühlte, tat es ihr gut sich wieder die Füße vertreten zu können.

"Was tun Sie hier draußen? Gehen Sie sofort auf Ihr Gemach und warten bis ich komme." schallte eine Stimme.
Eine Gruppe Männer ritten zu ihr rüber.
Natalie erschrak als sie Drake's hasserfüllten Blick sah und sie tat wie ihr befohlen.
Sie lief sofort ins Haus und daraufhin auf ihr Gemach ohne irgend jemandem zu antworten.

~~⭐~~

Die Eingangstür wurde zu geschlagen, das ganze Haus bebte und Natalie konnte die Stimme von Drake bis auf ihr Gemach hören.

"Rick..... Madleen.... Meryl....
Rick.... Madleen.... Merylll.... kommt auf der Stelle hier her".

Als alle Bediensteten angerannt kamen.

"Achja hier fehlt ja meine wilde Bedienstete.
Natalie.... Natalie..... erweisen Sie uns doch die Ehre."

"Natalie kommen Sie auf der Stelle hier her....!!!"

Als sie ihren Namen hörte verließ sie  ihr Gemach, rannte die Treppen runter, stellte sich zu den anderen und senkte ihren Blick.

Drake sah sich alle nacheinander an und sprach los:

"Sobald ich das Haus verlasse, muss ich mir Gedanken über meine Angestellten machen.
Ich habe das Verlassen des Hauses, ganz besonders für die wilde Lady strengstens verboten, oder???
Ihr wisst ganz genau, dass sie erst vor kurzem einen Fluchtversuch gewagt hat, was beinahe ein schlimmes Ende nahm.
Kann mir dann einer von Ihnen erklären, was sie draußen gemacht hat!!"

"Sir...." wollte Rick sagen, aber wurde aufgehalten.

"Es stehen draußen zehn bewaffnete Männer, die das Haus bewachen werden.
Wir haben Natalie dem Lord of Kingston vor der Nase weggenommen und Gerüchten zufolge möchte er sie sich zurückholen.
Natalie's Bruder schuldet mir sehr viel Geld und daher gehört sie mir bis er die Schulden abgezahlt hat.
Ihr wisst was ich davon halte, wenn mir jemand mein Eigentum nehmen möchte".

Meryl und Madleen fingen an zu tuscheln und Natalie sah traurig zu ihnen rüber.

"Natalie darf das Haus nicht verlassen.
Wenn einer von Ihnen meinen Befehlen nicht gehorcht und sie auch nur einen Schritt nach draußen wagt, können Sie alle mit dem schlimmsten rechnen. Habe ich mich deutlich genug ausgedrückt?"

Er sah sie alle an und fragte nochmals;
"Habe ich mich deutlich genug ausgedrückt?"

"Ja Sir" antworteten sie im Chor.

"Schön... dann dürfen Sie sich wieder Ihrer Arbeit widmen."

Er lief zu Natalie packte sie am Arm.

"Können Sie laufen oder soll ich Sie tragen."

Sie brachte kein Wort raus, sie nickte nur kurz und wurde auch schon mitgerissen.
Sie lief mit großen Schritten hinter ihm her und versuchte nicht über die Treppen zu stolpern.

An ihrem Gemach angekommen schlug er die Tür auf, die an die Wand prallte und zurück kam.
Er hielt sie auf, holte aus und  schubste Natalie voller Schwung in den Raum, sodass sie sich einpaar mal um sich selbst drehte.

Sie sah ihn verwirrt an. Er sah so aus wie ein Drache, der glühte und jeden Moment zu brennen und alles in seiner Umgebung zu vernichten drohte.

"Warum sind Sie so wütend?
Nur weil ich ein bisschen Luft schnappen wollte oder was?"

Als er ein Schritt auf sie zu machte, hatte sie gemerkt das es ein Fehler gewesen war ihn anzusprechen.

"Nach Ihrem Fluchtversuch, traue ich Ihnen leider nicht mehr."

Er machte einen weiteren Schritt auf sie zu.

"Sie bleiben hier und dienen mir so wie es sich gehört."

Nach einem weiteren Schritt stand er vor ihr und sah ihr in die türkisenen Augen.

"Ich hatte Ihnen Zeit bis morgen gegeben, habe es mir jetzt aber anders überlegt.
Ich möchte Ihre Anwort jetzt hören".

Trotz Ihrer Angst sah sie ihn weiterhin herausfordend an, tat einen Schritt zurück und antwortete nicht.
Er näherte sich ihr und stellte die Frage nochmal.

Sie wisch noch ein weiteres mal zurück und kam mit dem Rücken an die Wand.
Drake nutzte die Gelegenheit und drückte seinen Körper an ihren, sodass sie sich nicht mehr bewegen konnte.

"Liebe Natalie es ist eigentlich eine unnötige Frage, denn wenn du Nein sagst, stirbt dein Bruder in dem Loch von New Gates und kann seine Schulden nicht abzahlen.
Das heißt du wirst dein Leben hier verbringen und meine Bedienstete bleiben.
Aber wenn du Ja sagst wird dein elender Bruder überleben und du hättest eine Chance hier wegzukommen. Es würde zwar einpaar jährchen dauern, aber am Ende wärst du wieder ein freier Mensch.
Die Hoffnung Liebes stirbt zu letzt, ha....."

Viele Möglichkeiten hast du eigentlich nicht, dennoch wirst du mit der zweiteren Möglichkeit ein elendiges Leben retten.
Ich warte auf deine Anwort Natalie" sagte er und hauchte ihr ein Kuss an den Hals.
Sie schloss die Augen und fühlte ein ziehen im Unterleib.

*Er hat Recht. Ich habe keine andere Wahl.* gestand sie sich ein.

"In Ordnung Sir....bitte retten Sie meinen Bruder und ich werde bei Ihnen bleiben und Ihnen dienen.
Dennoch habe ich auch eine Bedindung"

"Ja, ich höre. Was ist es?" sagte er hob ihr Kinn an und  blickte auf ihre Lippen.
Er kam ihr näher und bedeckte ihre Lippen.....














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