49. Kapitel- Aider les SDFs

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Ich lag zusammengekrümmt im Bett und hoffte, dass diese Schmerzen möglichst bald vorbeigehen würden und ich nicht brechen musste- sonst müsste ich die zweite Tablette nehmen, die sie mir noch mitgegeben hat.

Mies gelaunt vergrub ich den Kopf im Kissen und vermisste Louis, der etwas einkaufen gegangen war. Der soll jetzt hier sein und mit mir leiden! Argh!

Gerade, als ich mir überlegte, ihn anzurufen- oder wenigstens sonst jemanden, um mich von den Schmerzen abzulenken- da ging die Tür und er trat mit leichtfüssigen Schritten herein.

„Phi? Lebst du noch?"- „Nein", grummelte ich und er lachte auf. Ich hörte, wie er die Schuhe fallen liess und sich neben mich sinken liess. Sanft strichen seine Finger über meinen Arm und bereiteten mir Gänsehaut.

„Na, wie fühlst du dich?"- „Scheisse", gab ich ehrlich zurück und drehte mich zu ihm. „So schlimm?" Mitleidig verzog er das Gesicht, als ich nickte. „Es tut mir leid, ich hätte wirklich drandenken müssen", brummte er und kratzte sich am Kopf, ehe er sich ein bisschen aufrichtete.

„Ich habe mir mehrere Sachen gekauft. Hier, guck selbst."

Er gab mir die Tüte und ich sah schon sein feixendes Grinsen- etwas Komisches musste da drin sein. Tatsächlich fand ich eine Serie, die ganz gut aussah, Snacks, ein Antibrechmittel und Kondome da drin.

„Lou", stöhnte ich halb lachend ab den Einfällen dieses Jungen, halb wegen dem Schmerz, den mir das Lachen bereitete.

„Ja, Babe?", grinste er schelmisch und ich verdrehte die Augen, gab ihm ne Kopfnuss. „Du bist ein Idiot. Ich weiss nicht mehr, wie's war, also zählt das irgendwie nur halb. Ich weiss nicht, ob ich nüchtern dazu bereit wäre."- „Ich weiss, Babe. Das ist kein Ding."- „Wirklich? Ich meine, du hattest früher sicher oft Sex und jetzt liegst du schon länger auf dem Trockenen", versuchte ich verzweifelt zu erklären, woran ich zweifelte, doch Louis hielt mir den Finger an die Lippen. „Das ist kein Problem. Ich habe dich als Frau an meiner Seite, das ist ein tausendmal besserer Ersatz als jeden Sex der Welt. Und auch wenn ich nur noch Bruchstücke von gestern Abend weiss, bin ich mir sicher, dass es der beste Sex meines Lebens war- weil es mit dir war. Und dafür lohnt es sich, zu warten. Zudem hast du doch auch nichts dagegen gehabt, dass ich dich nackt gesehen habe- das ist doch schon ein kleiner Fortschritt."

Ich musste kichern, weil Louis das so klingen liess, als wäre es ein Forschungsexperiment - was es ja nicht war, um Himmels Willen.

„Das heisst nicht, dass es zur Regel wird", zog ich ihn auf und er machte eine Schnute, ehe er auf die Tüte deutete. „Das ist eine Serie, die Sophia liebt - ich hab sie gefragt, die sei super geeignet für dich, meint sie. Und die Kondome sind für den Fall der Fälle, falls du auf einmal Lust bekommst. Du weisst, dass deine Pille erst in einem Monat wieder gültig ist... also, mal schauen. Und die Snacks erklären sich von selbst, oder?"- „Und die Schmerztabletten sind für mich?", fragte ich mit hoffenden Unterklang in der Stimme und Louis nickte. „Ich bringe dir ein Glas Wasser."

Wenig später hatte ich eine Tablette geschluckt und lag halb auf Louis ausgestreckt im Bett. Er hatte die erste DVD eingeschoben und für mich sah es so aus, als würde es ein richtiger Gammeltag werden.

~

Mittwoch, 29.07.15

Ich wachte auf, als ein Auto unten auf den Strassen laut hupte. Ich blinzelte die Müdigkeit weg und guckte mich nach Louis um, der hinter mir lag und friedlich atmete. Und dann- „SCHEISSE!"

Vor Schreck fuhr Louis augenblicklich hoch und blickte sich verwirrt um, ehe seine Augen meine fanden. „Was ist los?"- „Sorry, ich- das wollte ich nicht", stotterte ich, dann zeigte ich ab er auf das Laken, das blutrot war. Das war zum Glück rasch gegangen- ich hatte meine Tage bekommen und das war ein sicheres Zeichen, dass die Pille danach gut zugeschlagen hatte.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!