17. Mehr nicht

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Tim schwieg erst eine Weile. Dann nickte er. Langsam und bedrückt. Ein Gefühl machte sich im Jüngeren breit, welches sich anfühlte als würde sich eine starke Hand um seine Lunge legen und ihm die Luft abquetschen. Sein Herz wurde schwer und seine Brust schmerzte. "Wirklich? Ist dir diese Freundschaft nichts wert?", wisperte Stegi erstickt. "Doch! Natürlich...", murmelte dessen ehemals bester Freund und senkte den Kopf. "Dann hättest du dich verdammt nochmal für mich entscheiden sollen! Bro's before hoe's!" Stegi wurde nun lauter. Er war trotzdem noch verletzt, aber seine stimmt klang ziemlich böse. "Ich... Es... Tut mir leid." "Mehr nicht?! Nur ein 'tut mir leid'?!", rief Stegi und drückte ihn weg. Tim stand dort wie ein begossener Pudel und hatte wohl nichts mehr dazu zu sagen. Stegi nickte. "Okay... Elf Jahre Freundschaft für was?" Kopf schüttelnd verschwand er im Wald. Nebenbei fischte er sein Handy aus der Hosentasche und wählte eine Nummer. Kurze Zeit später ertönte ein müdes: "Hmpf?" "E-er... E-er... K-kann ich zu dir?" Wieder begannen Tränen über seine Wangen zu fließen. "Gott... Natürlich!" "Bis gleich.", schniefte Stegi und legte auf. Er schrieb seiner Mutter kurz er würde bei einem Freund übernachten und ging dann zu Tobi. Alleine und traurig lief er durch die nur schwach beleuchteten Straßen bis zu Tobis Haus. Er drückte auf die Klingel und sofort wurde ihm aufgemacht. "Was ist los?" Tobi zog ihn rein und nahm ihn fest in den Arm. Kalte Hände legten sich auf seinen nackten Rücken und ein tränen nasses Gesicht legte sich auf seine Schulter. "E-er hat.... S-sich für s-sie entschieden!", weinte der Blondschopf in die Schulter des Hausbesitzers. Geschockt drückte Tobi Stegi noch näher an sich. "Sch... Ist schon gut.", flüsterte er beruhigend und tatsächlich wurde Stegis Weinen weniger. "Ich bin müde.", schniefte er. "Dann komm." Tobi drückte ihn sanft von sich und ging die Treppe hoch. Stegi folgte ihm. "Darf ich bei dir mit im Bett schlafen?", murmelte er. Tobi nickte. Er wusste, dass Stegi jetzt nicht alleine sein wollte. 
Oben in Tobis Zimmer legte dieser Stegi ein Shirt zum schlafen raus und zeigte ihm schnell das Bad. Oft war Stegi hier noch nie gewesen. Sonst waren sie immer bei ihm.
Nachdem sich Stegi fertig gemacht hatte, stand er etwas planlos im Raum. "Komm her.", grinste Tobi lieb und hielt ihm die Decke hoch, unter welche Stegi schnell schlüpfte. Er kuschelte sich ein und spürte noch wie Tobi einen Arm um ihn legte. "Schlaf gut." "Du auch und danke.", murmelte er. "Kein Problem." Dann schlossen beide ihre Augen und schliefen langsam ein. Dass am nächsten Tag Schule war, vergaßen sie komplett.
Um halb elf wurde Stegi durch ein leichtes kraulen wach. Er brummte wohlig und drückte sich etwas näher an die Wärmequelle. Ein leises Lachen drang in sein Ohr und ließ ihn aufschrecken. "Huch... Tobi... Tschuldige." Verlegen rutschte er etwas zurück. "Ach passt schon.", lächelte Tobi. "Ist denn alles einigermaßen wieder okay?" "Naja... Es macht mich halt traurig, dass er elf Jahre Freundschaft einfach wegschmeißt.", seufzte Stegi traurig. "Ach Stegilein... Das wird schon, ehrlich.", lächelte Tobi aufmunternd und wuschelte Stegi einmal durch die Haare. Dieser kommentierte das mit einem Grummel und einem seichten Grinsen. "Tobi ich muss gleich nach Hause... Mama macht sich sicher Sorgen.", murmelte Stegi und setzte sich müde die Augen reibend auf. Tobi nickte verständnisvoll und sie standen auf um sich fertig zu machen.
Fest umarmte Stegi Tobi. "Danke nochmal! Für alles!", murmelte er in den Pulli seines besten Freundes. "Kein Problem und du weißt ja, wenn du Probleme hast, kannst du immer her kommen!", lächelte er. Steig nickte, bedankte sich und schlug den Weg nach Hause ein.

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Hallo meine Früchtchen^^

Ja ich lebe dann auch noch :D (wenckevanilla & sabinekoegl einfach unter Stegis Instabild xD)

Tut mir leid aber ich habe momentan wieder so viele Arbeiten zu schreiben.-.
Und jetzt nur so ein kurzes Kap :( sorry!

Danke übrigens für so viele Reads und Votes :3

Bis denn meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!