15. Profilbild

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Steig sah Tobi geschockt an. "Bestimmt nicht! Wie kommst du denn auf sowas?!" Er war aufgebracht, durcheinander und viel zu viele Gedanken gingen durch seinen Kopf. Was, wenn es wirklich so wäre? Er wirklich auf Tim stände? Er würde Tim nichts erzählen... Oder? "Stegi!" Tobi hatte ihm gegen die Stirn geschnipst und ihn so zurück in die Realität geholt. "Beruhig dich. Du warst ja schon fast am hyperventilieren.", machte Tobi sich über ihn lustig. "Mensch Tobi! Ich bin nicht in Tim verliebt! Wir sind bloß beste Freunde... Mehr nicht.", sagte er anfangs laut und deutlich, wurde dann aber immer leise. "Was wäre denn so schlimm daran?", fragte Tobi und lehnte sich derweilen an die Wand zurück. "Alles! Das würde unsere so gute Freundschaft kaputt machen und außerdem liebt er Melissa!" Stegi spuckte den Namen 'Melissa' nur so aus. Er hasste sie. Wünschte ihr schon beinahe zur Hölle zu fahren. "Eifersüchtig auf Melissa?", grinste Tobi provozierend. Stegi wollte gerade Antworten, als er niesen musste. "Gesundheit.", lachte Tobi. Stegi murrte irgendwas und nahm sich ein Taschentuch um sich die Nase zu putzen. Nachdem er sich die Nase geputzt hatte, trank er den Tee aus und schwieg. "Hey Stegi... Selbst wenn du in Tim verliebt wärst, es würde doch nichts ändern. Du wärst doch immer noch Stegi.", lächelte Tobi. "Ja schon, aber was würde Tim denn bitte dazu sagen?! Er würde ausrasten!", murmelte er und zog die Beine an. Wie von selbst legte Tobi die Arme um ihn. "Denk einfach mal darüber nach Stegi. Du kannst immer zu mir kommen wenn etwas ist, okay?" Stegi lächelte dankbar. "Danke Tobi! Das bedeutet mir echt eine Menge." Und das stimmte. Für Stegi bedeutete es echt eine Menge, dass Tobi jetzt bei ihm saß, obwohl er mit Sicherheit tausendmal bessere Sachen machen könnte. "Kein Problem, ich mache das gerne.", lächelte er und machte es sich bequem. "Guck mal die Zettel durch und guck mal ob du das alles verstehst." Stegi tat was Tobi ihm befahl und fragte hier und da mal nach. Meistens bei den Mathezetteln. Mathe war noch nie Stegis Fach, er war ehr ein Typ für Deutsch und Kunst.
Plötzlich klopfte es an der Tür und seine Mutter steckte den Kopf herein. "Na Stegilein... Alles gut?", fragte sie besorgt und kam ans Bett zu den zwei Jungs. "Naja... Erkältung...", seufzte Stegi und zog die Nase hoch. Marcella nickte und küsste seine Stirn. "Meu bebezinho pobres..." Stegi wurde rot. "Mama!" Völlig verwirrt starrte Tobi zwischen den zweien hin und her. Marcella lachte leicht. "Soll ich euch eine Pizza in den Ofen schieben?", lächelte sie und fuhr Stegi durch die Haare. Von beiden Jungs ein Nicken und Grinsen. Sie nickte leicht lachend und ging wieder. "Was hat deinen Mama gesagt?" Stegi seufzte und nuschelte verlegen: "Mein armes kleines Baby..." Tobi kicherte leise und kassierte einen freundschaftlichen Schlag an die Schulter. "Schnauze!", grinste Stegi.  "Woher wusstest du eigentlich was sie gesagt hat?" "Sie sagt den Satz öfter und irgendwann lernt man dann.", grinste Stegi ein wenig stolz. Tobi nickte schmunzelnd. Stegi nahm sein Handy und schaltete es wieder an. Sofort ploppten Tims ganze Nachrichten und Anrufe auf. Ein genervtes Augen rollen und schnauben kam bloß von ihm. "Was ist los?" "Tim hat versucht mich anzurufen. Zehn mal.", seufzte Stegi und las grob seine Nachrichten. Er wollte sein Handy gerade ausmachen, als sein Blick auf Tims Profilbild fiel. Das konnte nicht wahr sein. Nein niemals! Melissa küsste Tim grinsend auf die Wange, während er selbst breit grinsend in die Kamera schaute. "Stegi?", fragte Tobi vorsichtig. "Du siehst aus als hättest du gerade ein Gespenst gesehen." Stegi bebte vor Wut und hielt Tobi sein Handy hin, welcher daraufhin große Augen machte. "Ist er... Nein oder?" "Doch! Siehst du doch!", zischte Stegi wütend und etwas verletzt. "Ist das Bild denn von heute?", hakte Tobi vorsichtig nach. Stegi nickte nur noch betrübt. Tim war ein Idiot. Ein riesen großer sogar. Er hatte nichts besseres nach Stegis Abgang zu tun als sich Melissa klar zu machen. "Stegi... Komm her." Tobi breitete sanft lächelnd seine Arme aus. Stegi dachte nicht länger nach und warf sich schon in seine Arme. Tobi drückte ihn an sich. "Ich hasse ihn!", murmelte er unverständlich in Tobis Brust, dieser jedoch verstand erstaunlich gut was der blonde ihm mitteilen wollte. "Nein tust du nicht...", seufzte er tief. Als es dann klopfte und Marcella die Pizzen reinbrachte stieg die Stimmung direkt wieder etwas. "Guten Appetit und Stegi wir messen gleich nochmal Fieber.", lächelte Marcella und verschwand schon wieder. Die Jungen aßen still schweigend ihre Pizza, da sie nicht wussten worüber sie jetzt reden sollten. Bis es Stegi schließlich zu blöd wurde und er die Stille brach. "Ich schreibe Tim glaube ich gleich, dass er morgen alleine zur Schule gehen muss, weil ich ja krank bin... Und dann schreibe ich ihm, dass er seinen Arsch nie wieder hierher bewegen braucht!", fluchte Stegi am Ende sauer. Tobi dachte nach und leckte sich Tomatenmark aus den Mundwinkel. "Nein. Wenn er morgen herkommt, sagst du es ihm persönlich. Ansonsten kommst du feige rüber." Tobi biss in seine Pizza und sah Stegi an und wartete auf eine Reaktion Stegis. "Ja... Ja da hast du recht, aber wahrscheinlich geht er eh mit dieser Bi-" "Stegi!", grinste Tobi. "Komm runter. Ich weiß, dass du sie hasst und lieber mit ihr tauschen würdest, aber deswegen musst du sie nicht direkt als 'Bitch' beleidigen wollen." Er lachte leicht während Stegi nur beleidigt murrte und etwas rot wurde.
Nachdem sie aufgegessen hatten musste Tobi leider wieder Nachhause, aber er versprach morgen direkt nach der Schule wieder zu Stegi zu kommen.

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Hallo meine Früchtchen^^

Tut mir leid, dass letzte Woche kein Kap kam, aber ich muss momentan echt was für die Schule machen .-.

Bis zum nächsten Kap meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!