41. Kapitel - La Défense

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Wir trafen Zayn und Perrie einige Stunden später an ihrem Hotel und dass Perrie mich mit einem breiten Strahlen und hunderten Ideen für einen Shoppingtag überfiel, war mir eigentlich ganz recht. Sie lenkte mich auf dem Weg zu dieser Adresse, die Harry und Zayn uns besorgt hatten, dauernd ab und Louis und Zayn, die uns gegenüber in diesem Grossraumtaxi sassen, das Zayn organisiert hatte, brauchten auch nichts zu sagen- Perrie füllte das ganze Auto mit ihrem Geplapper.

„Hier wären wir", unterbrach uns der Fahrer und Zayn beugte sich zu ihm vor. „Warten Sie hier, bitte? Wir zahlen selbstverständlich auch für die Wartezeit."- „Natürlich."

Wir stiegen aus und mit einem Schlag verstummte Perrie, musterte das hohe Gebäude vor uns- ein Bürotrakt, mitten in La Défense.

„Wo müssen wir hin?"- „Jones im- oh. Phi... es ist der zweitoberste Stock", knirschte Zayn mit den Zähnen und ich schluckte leer. „Können wir nicht hier warten, bis er rauskommt?"- „Love, das würde Jahre dauern können- und du würdest ihn vielleicht nicht mal erkennen, weil du zu müde vom vielen Schauen bist oder gar schläfst oder... okay, ich hör auf", lachte Louis leise und legte mir einen Arm um die Taille, zog mich sanft vorwärts. „Wir sind da, ausserdem geht das ganz schnell und du musst dich nicht ans Fenster stellen."

Ich nickte geschlagen- er hatte ja recht. Und wenn er UND Zayn da waren, konnte ja nichts schief gehen. Zu viert betraten wir das Gebäude und Perrie rutschte es raus: „Meine Fresse, ist das vornehm!"

Jap, allerdings. Mit Rezeption und allem Drum und Dran!

„Guten Tag, wir würden gerne die Familie Jones besuchen", sagte ich aufgeregt und in möglichst schönem Französisch. Die Frau mit dem strengen Dutt nickte und musterte uns kritisch: „Sie wissen, dass da heute eine Party stattfindet?" Oh, fuck.

„Nein, wir zwei sind ehemalige Nachbarn und wollten ihn überraschen", sprang Perrie ein und zeigte auf sich und Louis. Jetzt wurde die Miene der Frau weicher und sie schob uns einen Zettel zu. „Den Code eingeben, bitte. Fahrstühle sind um die Ecke."

Puh. Gut gegangen.

„Wir haben überhaupt keine Partyklamotten an, wir werden auffallen wie bunte Hunde!", jammerte Perrie im Fahrstuhl los, den wir zum Glück nur mit fünf anderen Leuten teilen mussten- die aber alle nach und nach ausstiegen.

„Naja, wir können ja nicht viel mehr machen und ihr Mädels seht eh immer gut aus", versuchte Zayn zu retten, doch Perrie schüttelte entschlossen den Kopf und brachte mich kurzerhand dazu, den Pulli auszuziehen sodass man mein neues, bauchfreies Shirt aus Hamburg sah, gab ihn Louis zum Halten, dann knüpfte sie sich selbst die Bluse über dem Bauchnabel zusammen. Und zu guter Letzt zauberte sie einen Eyeliner aus der Tasche, den sie mir gab. Ich verdrehte die Augen, benutzte ihn dann aber, um keine Diskussion anfangen zu müssen.

„Wir sind da- kommt ihr?", fragte Zayn und ich sah, wie Louis heimlich meinen Pulli in Perries Handtasche stopfte- was diese zwar merkte, aber akzeptierte.

Wir traten aus dem Lift und standen sofort in der Wohnung- whoppla. Deshalb also der Code! Na, der sollte aber wohl nach der Party geändert werden.

„Und jetzt? Wir wissen nicht mal, ob er Noam heisst und ob er wirklich im richtigen Alter ist!"

Nervös kaute ich auf meiner Unterlippe rum und betrachtete alle jungen Männer, die hier durchliefen- zum Teil schon total angetrunken- mit Stielaugen, versuchte zu sehen, ob mir eine ähnlich sah. Natürlich sah ich Gespenster, das merkte ich rasch, als mir schon der dritte Kandidat auffiel, der Zayns Haarstyle teilte.

„Wir fragen einfach", entschloss sich Louis und lief zwei Meter, tippte einem Mädchen auf die Schulter und setzte ein Lächeln auf. Sie machte grosse Augen, als sie Louis erkannte, nickte dann aber, als er zu sprechen begann. Sie wedelte kurz mit der Hand rum und guckte dann zu uns, woraufhin Louis ihr das nachtat. Was versuchte er da?!

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