14. Erkältung

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Die junge Frau Tim gegenüber fing an zu strahlen. "Ja sehr gerne.", antwortet sie und übte leicht Druck auf ihre verschränkten Hände aus. Tim erwiderte diesen leicht und lächelte. Eine Frage jedoch kam in den Braunhaarigen auf: warum spürte er nicht diese verliebte Kribbeln wo von alle immer sprachen? Normalerweise müsste er doch jetzt platzen vor Freude, aber da war nichts. Kein verliebtes Kribbeln. Keine Freude endlich mit Melissa zusammen zu sein. Er war verwirrt, aber andererseits lag es vielleicht daran, dass diese Beziehung noch so frisch war. Vielleicht würde das ja noch kommen.
Tim lächelte seine nun Freundin an, welche das Lächeln erwidert. Stegi hatte er in die letzte Ecke seiner Gedanken geschoben, aber vielleicht, wenn er wüsste wie traurig Stegi im Moment war, hätte er ihn vielleicht aus dieser Ecke hervorgeholt...
Stegi lag zu dem Zeitpunkt alleine auf seinem Bett und starrte an die Decke. Tim hatte Stegi versprochen ihn von der ganzen Adoptionssache abzulenken, aber stattdessen war nun Melissa bei ihm. Ein tiefes seufzen kam aus seinem Mund und er hustet etwas. Na klasse, eine Erkältung hat ihm gerade noch gefehlt. Er kuschelte sich in seine Bettdecke und dachte nach. Über Tim und ihn, über die Adoption und über dieses komische Kribbeln und diese plötzlichen Glücksgefühle, wenn Tim bei ihm war. Was hatte dieses Gefühl zu bedeuten?
Als er unten die Haustür ins Schloss fallen hörte, tat ihm schon der Kopf vom ganzen nachdenken weh. Aber eine wirkliche Lösung für all seine Probleme hatte er nicht. Genauso wenig eine Antwort auf seine Frage. Es klopfte und seine Schwester trat ein. "Bist du krank?" Sie kam zu ihm ans Bett und legte eine Hand auf seine Stirn. "Du hast mit Sicherheit eine erhöhte Temperatur.", murmelte sie. Stegi seufzte. "Kannst du mir einen Tee oder sowas machen?", nuschelte er in seine Decke, die er sich bis zu seiner Nasenspitze hochgezogen hatte. Sarah nickte und verließ Stegis Zimmer wieder. Wie gerne er jetzt Tim bei sich hätte. Einfach weil er ihn gerade dahaben wollte. Er sollte Stegi aufmuntern und ihm sagen, dass eine Erkältung nichts schlimmes war, weil er morgen ja wahrscheinlich nicht zur Schule müsse. Aber stattdessen vergnügte er sich lieber mit Melissa. Ein wütendes schnauben kam von Stegi.
Tim würde schon noch sehen was er davon hat! Aber gerade, als Stegi einen Plan ausklügeln wollte, kam seine Schwester mit dem Tee herein. "Auftrinken.", lächelte sie und zog ein Fieberthermometer hervor. "Mund auf." Stegi tat wie ihm geheißen und bekam sofort das kleine Thermometer unter die Zunge geschoben. Wie von selbst schloss er seinen Mund und wartete auf das piepen, welches ihm verkündetet, dass man das Thermometer heraus nehmen konnte. "Hm... 39,5. Du bleibst erstmal hier.", erklärte seine Schwester und strich ihm nochmal durch die Haare. Als es plötzlich an der Tür klingelte. Sarah verschwand aus Stegis Zimmer und öffnete die Haustür. Stegi hörte Stimmen, einmal die seiner Schwester und einmal eine andere, welche er von hier oben nicht direkt zuordnen konnte. Sie war auf jeden Fall männlich, aber Tims war es nicht. Seine Stimme kannte Stegi mittlerweile gut genug und wusste auch wie sie sich anhörte.
Mit einem Ruck wurde seine Tür aufgerissen und ein schwarzhaariger Wirbelwind mit dem Namen Tobias stolperte in sein Zimmer. "Stegi! Wie geht's dir? Ich hab dir die Hausaufgaben mitgebracht. Ich muss dir noch ein paar organisatorische Dinge erklären, aber, keine Panik, die Hausaufgaben sind einfach!", redete er wild und durcheinander, was Stegi zum Schmunzeln brachte. Wenigstens Tobi kam her... "Hallo Tobi, mir geht's soweit ganz in Ordnung und danke. Wenn du noch schnell die Tür zumachen könntest, kannst du dich ja zu mir setzten.", grinste Stegi. Tobi nickte schnell und schloss die Tür, kam zu Stegi zurück und setzte sich zu ihm, da Stegi sich mittlerweile auch aufgesetzt hatte und an seinen Tee nippte. Tobi zog eine gefühlte Mappe an Blättern aus seiner Tasche und legte sie auf Stegis Schoß. "Also... Das sind die Arbeitsblätter von allen Fächern heute. Naja... Was die Hausaufgaben davon sind weiß ich nicht mehr so genau." Er kratze sich verlegen am Kopf. Stegi kicherte und überflog die Blätter grob. "Du Dummkopf." Er lachte. "Du hast auf manche Blätter ein 'HA' oben rechts in die Ecke geschrieben." "Ouh..." Tobi kicherte. Der blonde schüttelte daraufhin nur grinsend den Kopf und trank weiter den Tee. "Ist Tim eigentlich auch krank?" Ein genervtes Augen rollen Stegis. "Nein, der vergnügt sich mit dieser Melissa!", knurrte Stegi. "Ruhig brauner! Was ist denn mit dir los?" Tobi hob eine Augenbraue und sah Stegi belustigt an. Stegi seufzte und fing an Tobi alles, bis zu ihrem jetzigen Zeitpunkt zu erzählen. Auch von dieses kribbelige Gefühl, was er spürte, wenn Tim bei ihm war erzählte er Tobi. Dieser grinste daraufhin nur breit. "Uhh... Stegi steht auf Tim!", lachte er uns wippte auf dem Bett auf und ab. "Rede doch keinen Mist!", zischte Stegi, welcher eine leichte Röte in den Wangen hatte. Tobi grinste nur breit und nickte. "Du hast mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Tim."

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Hallo meine Früchtchen^^

Wie geht's euch so?
Mir geht's momentan echt gut^-^

Schaut übrigens gerne mal bei irgend_so_ne_fanfiction auf Youtube vorbei^^
Sie liest momentan meine Geschichte: 'Zeig mir was liebe ist'  

Bis bald meine Früchtchen<3
~Maddi

»Vertauschte Leben« Stexpert Lies diese Geschichte KOSTENLOS!