38. Kapitel- Die Reise beginnt

622 41 7


„Na los, erzählt schon!"

Gespannt beugte ich mich vor und fixierte Harry und Zayn abwechselnd fest. Wir sassen zu sechst bei Harry und Louis zuhause und warteten jetzt darauf, dass unsere zwei Forscher auspackten. Die zwei warfen sich undeutbare Blicke zu, ehe Harry sich räusperte.

„Nun, wir haben tatsächlich etwas rausgefunden."- „Es gibt fünf Familien Jones- mit Kindern im richtigen Alter-, die in den letzten Jahrenaus Bradford ausgewandert sind . Eine jedoch blieb in England, wechselte nur den Ort. Das heisst- wir haben vier potentielle Namen mit Adressen!"

Ich riss die Augen auf und fiel Zayn stürmisch um den Hals. „Das ist ja- genial!"- „Oh und wie", lachte mein Halbbruder sanft und strich mir immer wieder über den Rücken. Ich konnte es kaum fassen. Das war ein riesiger Schritt in unserer Suche! Oh gosh.

„Wollen wir bei denen anrufen?"- „Geht nicht, die Nummern sind alle ungültig geworden", seufzte Zayn und fuhr sich kurz übers Gesicht, doch wenig später strahlte er schon wieder. „Das ist doch unglaublich! Ich meine- wir haben vier Namen!"

Ein Strahlen zog sich über mein Gesicht und ich presste mich fröhlich an meinen Bruder ran. Endlich.

„Okay, wo sind sie, diese vier Jones-Familien?", fragte Louis und breitete die Blätter aus, die Harry aus der Tasche gezogen hatte.

„Also. Eine Familie lebt in Paris, eine zweite in der Nähe Hamburgs, die dritte in Australien und die vierte in den USA. Das heisst, wir fangen in Hamburg an und machen mit Paris weiter."- „Wieso nicht umgekehrt?"- „Weil, wenn wir übermorgen losmachen und zwei Tage in Hamburg einrechnen, Perrie dann auch gerade in Paris sein wird", grinste Zayn verlegen, doch Louis und ich nickten nur. War verständlich, und eigentlich kam es ja nicht drauf an.

„Ah, wartet- habt ihr auch gefragt wie die Kinder zum Vornamen hiesse?"- „Das war dort nicht verzeichnet gewesen, nur das Alter und das Geschlecht. Wir hätten noch zu einem anderen Amt gehen müssen oder noch mehr Geld springen lassen sollen, aber das wäre ziemlich riskant dafür, dass es eh schon semilegal ist, was wir da taten."- „Was semi. Überhaupt nicht legal", schnaubte Niall und schüttelte erbost den Kopf. „Ihr hättet Liam mitnehmen sollen!"- „Nope. Liam ist zu- lieb für sowas", befand Harry nur und wischte sich die Haare aus dem Gesicht. Ich hob eine Augenbraue und fragte amüsiert: „Und du nicht? Ich meine, Zayn sieht ja ein bisschen wie ein Badboy aus, vor allem mit der neuen Frisur, aber du?! Grüne Augen und Locken, das ist lieblich!"

Harry schnaubte nur und zeigte auf die Blätter. „Die da wohnen total ab vom Schuss. Das wäre geil zum dort Ferien machen!"- „Na gut, wenn wir nach Amerika fliegen und es die ersten zwei in Europa nicht waren, dann sagen wir euch Bescheid, dass ihr auch kommen könnt, ja?"- „Easy. Wie lange seid ihr denn in Paris?"- „Eine Woche", murmelte Zayn mit einem glücklichen Lächeln. Okay. Passt schon irgendwie.

„Oh, apropos Stadt der Liebe- wie war euer Date?", fragte Liam interessiert und guckte mich und Louis fragend an. „WAS?", hustete Niall und guckte mich leicht entgeistert an, auch Zayn schien überrascht. „Gut", lächelte ich nur, was Louis mit einem Nicken bestätigte.

Es war mehr als nur gut gewesen- es war genial gewesen.

Wir waren durch die Strassen von London geschlendert, hatten uns vor Fans versteckt, idiotische Outfits anprobiert und schliesslich trug ich eins, das Louis mir ausgesucht hatte, und er eins von mir. Das heisst konkret war ich oben bauchfrei und mit geblümelten Hotpants rumgelaufen, darüber ein grosser Sonnenhut mit Bändel und Blume. Eigentlich ganz süss, bis auf den Punkt, dass ich noch nie bauchfrei getragen hatte. Doch Louis war unglaublich und hatte mich überzeugen können, dass ich nichts zu verstecken hatte, was ich ihm schliesslich auch abnehmen konnte und das Top gekauft hatte.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!