Kapitel 16

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Mit einem zitternden Kinn und Tränen in den Augen lief sie zur Tür des Gemaches und verließ augenblicklich den Raum.
Diese Situation war ihr sehr peinlich, daher sah Sie sich im Flur um, ob sie irgend jemand gehört hatte.
Als sie keinen sah, rannte sie mit einem Kloß im Hals in ihr Gemach und warf sich schluchzend auf das Bett.

Natalie hatte an diesem Tag ihr Gemach nicht mehr verlassen.
Obwohl Meryl des öfteren nach ihr gesehen hatte, weigerte sich Natalie ihr Gemach zu verlassen, denn sie wollte diesem arroganten Mann nicht begegnen.

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Drake hatte George zu sich verlangt um bericht über das Anwesen zu erhalten.
George hielt ihm einem langen Bericht über die Ausgaben des Hauses und den Bediensteten.

George merkte schnell das etwas mit seinem Herrn nicht stimmte, denn er war so abwesend.
Er merkte schnell das Drake ihm gar nicht zu hörte und versuchte heraus zu bekommen was seinen Herrn beschäftigte.
Egal was er ihm sagte, es prallte einfach an Drake ab, dies bereitete ihm wirklich große Sorgen und er fragte seinen Herrn ganz vorsichtig ob alles in Ordnung war.
Drake antwortete nicht und er fragte noch ein zweites Mal.
Drake schüttelte sich und sah George verwirrt an.

Fragend hob er eine Augenbraue und machte eine drohende Grimmasse die George zu verstehen gaben, das er sich ja nicht falsch benahm oder was falsches sagte.
George merkte das es an der Zeit war zu gehen und verabschiedete sich.

Drake dachte weiterhin über die Geschehnisse nach die ihm missfielen
(*Nein ich werde mich nicht von einer kleinen heulenden Lady unterkriegen lassen.*), dann stand er auf, lief zur Tür, öffnete sie und rief Rick.

Rick eilte herbei und sah Drake ergeben an.

"Ich habe Hunger und wünsche das Natalie mir mein Essen vorbereitet und serviert".

"Ja, Sir wie sie wünschen" sagte Rick und wandte sich ab.

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Rick klopfte an der Tür von Natalie und trat ein: "Miss, der Herr wünscht sein Essen. Sie sollen es servieren".

Natalie sah ihn nur trotzig an und machte keine Anstalten.
Sie saß einfach nur auf ihrem Bett und antwortete nicht.

Rick kam ihr näher und sagte: "Miss ich weiß wie schwer es für Sie ist, dennoch müssen Sie sich hier einleben.
Für Ihr Wohlergehen sollten Sie ihre Dienste nicht verweigern. Der Herr ist sehr Eigen und schwierig, aber Fair".

Als er sah daß sie aufstand drehte er sich auch zur Tür.

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Sie ballte die Hände zu Fäusten und lief in Richtung Küche.

*Der Herr wünscht sein Mahl, dann bekommt er ein Festmahl mit VIEL Liebe und Zuneigung seiner neuen Bediensteten* dacjte Natalie innerlich.

In der Küche angekommen sah sie die Köchin. Eine kleine kräftigere Frau mittleren Alters.

"Guten Abend Miss, ich bin Madleen, Meryl hat gesagt, dass Sie mit Ihrem Namen gerufen werden möchten.
Darf ich Sie auch bei Ihrem Namen rufen?".

Natalie nickte ihr zu und setzte sich an den Tisch.

Madleen bereitete das Tablet vor und nickte Natalie zu.

"Sie können es dem Herrn servieren Natalie, es ist sein Lieblingsgericht. Gehen Sie bevor es kalt wird".

Natalie  nahm das Tablet entgegegen und bedankte sich.
*Gulasch mit gebratenen Kartoffeln und Tomatensalat war also sein Lieblingsessen, aber nicht mehr lange, dem Herrn wird dieses Essen sehr gut schmecken, dafür werde ich sorgen*dachte Sie innerlich.
Sie lief mit dem Tablet zu den Gewürzen, nahm sich eine handvoll Salz und streute es über die Teller.
Sie lief belustigt die Treppen hinauf, stellte sich vor wie er reagieren würde.
Vor seiner Tür angekommen atmete sie mehrmals durch.
Sein Anblick, seine Augen und vor allen diese grausame Maske machte ihr sehr viel Angst.
Als sie daran dachte wie er sie als Bestrafung wegen seinem Essen schlug, wollte sie auch schon wieder zurück in die Küche und neue Teller holen.
Ihr Mut war kurz davor sie zu verlassen, doch dann dachte sie an John und ihre eigene Ehre. Wie er sie hier her gebracht hatte. Nein, auch wenn er sie auspeitchen würde, sie hatte sich fest vorgenommen sich nicht unter kriegen zu lassen.

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Es klopfte an der Tür, Drake öffnete und sah Natalie kühl an.
Ihm schoss wieder ihr nackter Anblick durch den Kopf.
Er verdrängte sie sofort wieder.
Natalie knickste, lief zum Tisch und stellte ihre Last ab.
Sie entfernte sich etwas und spielte ihm eine Begeisterung vor.
Sie nannte die Namen der Gerichte und wünschte Drake einen guten Apetit.

Drake setzte sich zügig an den Tisch und breitete seine Serviette auf dem Schoß aus.
Er nahm den Löffel in die Hand und rührte erst in dem Gulasch rum um ihn etwas zu kühlen.
Das Wasser lief ihm im Mund zusammen und er nahm ein Löffel vom Gulasch und spuckte es im selben Moment aus. "Was zum Henker ist das denn"?.
Natalie wollte laut loslachen, aber verkniff es sich und stand einfach nur da.

Er ahnte schon wer ihm das Essen versalzen hat.
"Wissen Sie was mit dem Essen los ist?"

Natalie sah ihn unschuldig an: "Was soll denn mit Ihrem Essen sein? Ich habe von dem Essen probiert und bin der Überzeugung, dass Madleen sehr gut kochen kann.
Das Essen schmeckt hervorragend".

Das ging zu weit, erst hat sie ihm das Essen versalzen und ist dann auch noch so dreist und antwortet auf eine freche Art und Weise.
Er stand auf und forderte sie auf sich an den Tisch zu setzen.
Nachdem sie sich zögernd gesetzt hatte, forderte Drake sie auf zu essen.
"Wenn Ihnen das Essen so hervorragend geschmeckt hat, dann möchte ich gerne mit Ihnen teilen"

"Ich bin Ihnen überaus dankbar aber ich habe mir leider mein Bauch schon vollgeschlagen".

Drake ärgerte sich unglaublich über dieses kleine Biest, während er wieder ein Schritt zum Tisch machte und das Tablet mit voller Wucht vom Tisch schob, zuckte sie zusammen.
Alles fiel zu Boden, die Teller zerbrachen und der Gulasch verteilte sich auf dem Boden.
"Schaffen Sie hier sofort alles weg. Ich werde im Wohnzimmer essen. Bringen Sie mir das Essen dahin" sagte er und verließ den Raum.

Natalie's Herz machte einen Sprung, sie konnte sich nicht mehr halten und lächelte über den Zorn des Mannes mit der Maske.
Während er sich an den Tisch in seinem Gemach gesetzt und essen wollte, hatte Natalie die Möglichkeit gehabt, sich ihn näher anzuschauen.
Seine Maske war aus pech schwarzem Leder und schmiegte sich bis zu den Lippen an sein Gesicht.
Sie konnte deutlich erkennen, das es keine fetten Muttermale oder entstellenden Narben auf seinem Gesicht gab.
Er hatte kühle graue Augen die jedem trotzten, seinen arroganten Blick und seine selbst Sicherheit konnte sie nicht ausstehen.

"Jetzt habe ich zwar doppelte Arbeit, aber es hat sich gelohnt".

Ihre Mundwinkel zuckten und sie lachte.
Obwohl sie daran dachte in welch einer Zwickmühle sie saß, wollte sie sein verärgertes und so schockiertes Gesicht nicht einfach vergessen.
Es spielte sich ständig in ihrem Kopf ab und sie genoss es, fröhlich pfeifend verließ sie den Raum und lief zur Küche.
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Es war schon sehr spät in der Nacht als Natalie ihre Tätigkeiten zu Ende brachte.
Der Herr des Hauses hatte ihr wegen dem versalzenen Essen besonders viel Arbeit aufgetragen.
Sie sollte alle Tepiche schrubben und die gesamte Wäsche des Hauses waschen.
Natalie ging auf ihr Gemach und ihr taten alle Knochen und Gelenke weh.
Sie hatte den ganzen Abend mit der Wäsche verbracht, ihre Hände waren ganz Wund und taten höllich weh.
Sie konnte nichts mehr anfassen, bei jeder Bewegung wollte sie weinen.

"Dreckskerl" dachte sie sich und schlief wimmernd ein.

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