Kapitel 14

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Sie ritten durch den Wald und in der ferne sah sie ein Haus.
Es war links und rechts von Bäumen umgeben und besaß zwei Stockwerke.
Neben an befand sich ein Pferdestall.
Bei dem Haus angekommen stieg Drake ab und reichte ihr die Hand.

"Ich kann selber absteigen , ihre Hilfe möchte und benötige ich nicht"
Sie machte eine Bewegung, um ihm klar zu machen, dass er wegtreten sollte.
Drake ignorierte ihre Bewegung, packte sie an der Taille und zog sie unsanft vom Hengst.

"Was fällt ihnen ein. Wie können Sie es wagen?
Lassen Sie mich auf der Stelle runter."

"Wie die Miss verlangt" sagte er und ließ Sie fallen.

"AHHH"

Natalie fiel auf ihr Hinterteil, sie fasste sich an die Hinterbacken und rieb sie.

"Sie gehören weg gesperrt. Was sind Sie nur für ein grober Mensch"

Drake' s Mundwkinkel zuckten bei diesem Anblick.
Für ihn war dieser Anblick so herrlich.
Das wilde Kätzchen lag verwundet zu seinen Füßen.

"Sie haben verlangt das ich Sie auf der Stelle loslasse, oder?"

Als sie sah, das er sie belustigt ansah kochte sie vor Wut, stand auf und holte aus um ihm eine Ohrfeige zu geben.
In dem Moment begriff er, was sie vor hatte, er packte sie am Arm und riss sie mit sich.
Er lief auf das Haus zu, kaum an der Tür angekommen wurde sie auch schon geöffnet.
Ein junger Mann stand vor der Tür und begrüßte den Mann in schwarz.

"Willkommen zu Hause Herr"

"Ist das Schlafgemach vorbereitet Rick?"

"Ja, Sir alles ist nach Ihren Wünschen vorbereitet worden, genau so wie Sie es verlangt haben"

"Gut, dann zeigen Sie ihr wo Sie schlafen wird. Sie soll sich frisch machen und mich dann im Wohnzimmer aufsuchen" sagte er und trat durch die Tür zum Wohnzimmer.

"Wie Sie wünschen Herr"

Der junge Mann sah Natalie an.
"Kommen Sie Miss, ich zeige Ihnen welcher Raum Ihnen gehören wird. Ich bin Rick, wenn Sie irgendetwas benötigen, dann rufen Sie mich bitte"

Natalie folgte dem Jungen Mann und sah sich im Haus um.
Es besaß zwei Stockwerke, 6 Gemächer, ein Wohnzimmer und eine Küche.

"Hier ist Ihr Gemach Miss. Ich werde Ihnen gleich ein Zuber mit heißem Wasser füllen und die Zofe Meryl schicken, damit sie Ihnen behilflich sein kann.
Nachdem Sie sich frisch gemacht haben suchen Sie bitte den Herrn auf, er erwartet Sie im Wohnzimmer"

"Es tut mir Leid Rick aber ich werde nichts der gleichen tun. Ich werde Ihrem Herrn nicht gehorchen, weil ich kein Objekt bin was man von dort hier her transportieren kann."

"Miss ich bitte Sie seien Sie nicht so stur.
Verärgern Sie unseren Herrn nicht, denn sonst bekommen wir alle seinen Zorn zu spüren.
Sie möchten doch sicherlich nicht das die Bediensteten des Hauses erbost über Sie sind"

" Es ist mir Egal" was Ihr Herr möchte und was die Bediesteten über mich denken werden.
Ihr Herr hat mich auf grobste Art und Weise wie ein Vieh hier her gebracht.
Er hat mich bei meinem Bruder erpresst und dann ohne meinen Willen entführt"

"Machen Sie sich bitte frisch und suchen Sie unseren Herrn auf" sagte Rick und verließ ihr Schlafgemach.

Natalie zitterte am ganzen Körper und ärgerte sich über die Hingabe dieser Bediensteten.

"Es ist mir Egal ob alle hier sauer auf mich sein werden"

●•~♡~•●

Zwei Stunden später stand Natalie vom Bett auf und trat an das Fenster.
Sie musste hier weg, daher überlegte sie sich einen Fluchtplan.
Sie schaute aus dem Fenter und beschloss das sie nicht aus dem Fenster springen konnte, ihr Gemach befand sich im Obergeschoss und war zu hoch.
Ein Sprung aus dem Fenster könnten ihr einpaar Knochen brechen.
Sie lief zum Schrank und suchte nach Laken, die sie zusammen knoten konnte um aus dem Fenster zu klettern.
Es waren nur drei Laken im Kleiderschrank, den ganzen Raum abgesucht, stellte sie sich wieder an das Fenster.

"Durch die Eingangstür kann ich nicht fliehen.
Wenn ich am Fenster runter klettern kann, renne ich zum Stall und hole mir ein Pferd.
Ich hoffe es befinden sich welche im Stall. Ich muss erst einmal weitere Laken finden, in den anderen Gemächern befinden sich sicherlich weitere Laken"

Als sie weirerhin vor sich hin träumte klopfte es an der Tür und eine junge Zofe kam mit einem Zuber und weiteren Bediensteten herein die mehrere Eimer heißes Wasser trugen.

"Guten Tag Miss ich bin Meryl.
Rick schickt mich, ich soll Ihnen beim baden helfen"

"Ich bin alt genug und kann das alleine, aber ich werde keine der Anweisungen Ihres Herrn folge leisten"

" Miss ich bitte Sie, lassen Sie mich Ihnen helfen, ansonsten wird der Herr sehr wütend sein"

"Nein ich werde kein Bad nehmen, verlassen Sie bitte mein Gemach und sagen Sie Ihrem Herrn das er noch sehr lange darauf warten wird, dass ich ihn aufsuche"

"Miss... " wollte sie sagen aber hielt abrupt an sich als Natalie eine Handbewegung machte.

"Gehen Sie"

●•~♡~•●

Es klopfte an der Wohnzimmertür.
Drake saß auf dem Sessel und rief: "Herein"
Als Meryl eintrat verstand Drake sofort das Natalie McFury Probleme bereitet hatte.

"Sir.... Miss Natalie möchte kein Bad nehmen...Sie hat gesagt das Sie noch lange auf Sie warten können" stotterte Sie.
Er sprang auf und lief an Meryl vorbei, noch bevor Meryl sich umdrehen konnte war er auch schon aus dem Wohnzimmer getreten.

"Verdammtes Weibsbild" hörte sie aus dem Flur.

Drake war sehr wütend, er stieg die lange Treppe mit dreier Stufen auf einmal hoch.
An Ihrer Tür angekommen, riss er die Tür des Gemaches auf, ohne es davor anzuklopfen.

Natalie hatte sich erschocken zur Tür gedreht und machte große Augen, als der maskierte Mann sich in seiner Größe vor Ihr hinstellte.

"Ich Drake der schwarze Wolf bin in diesem Haus der Herr und das wird auch so bleiben.
Hier leben mehrere Bedienstete die ihre Arbeit ohne ein Jammern oder Beschweren erledigen.
Sie Miss Natalie McFury sind in meinem Haus keine Lady mehr, sondern eine MEINER BEDIENSTETEN, deshalb werden Sie genauso behandelt wie sie.
Ihr Bruder schuldet mir ein kleines Vermögen und Sie werden schonmal damit beginnen, es ab zuzahlen bis er kommt und Sie abholt.
Ich hoffe Sie haben mich verstanden und machen mir keinen Ärger mehr, wenn dies nicht der Fall sein sollte werden Sie die Konsquensen tragen müssen, denn ich dulde keine Entschuldigung, wenn es um die Tätigkeiten in MEINEM HAUS geht.
Haben Sie verstanden oder soll ich für Sie wiederholen?
Sie haben heute noch Frei, ab Morgen werden Sie mit Ihrem Dienst beginnen.
Ich möchte bei Sonnenaufgang mein Frühstück auf dem Zimmer haben.
Lassen Sie sich von Meryl morgen früh alles  erklären.

Natalie stand mit Tränen in den Augen, sie sah auf ihre Füße und nickte lautlos.

"SEHR schön..." brüllte er und verließ ihr Gemach.

Natalie war am Boden zerstört. Sie war nicht mehr in der Lage sich zu bewegen, sogar das Atmen hatte sie ausgesetzt.

Schwer atmend ging sie auf die Knie und begann schluchzend zu weinen.

*Was hast du mir da angetan John.
Womit habe ich das verdient?*

●•~♡~•●

Aus Angst vor dem schwarzen Wolf, hatte sie schließlich doch ein Bad genommen und dabei ihre Unterwäsche gewaschen und an den Kamin gehongen, damit es bis zum Sonnenaufgang trocknen kann.
Nachdem Bad legte sie sich ins Bett und schlief vor Erschöpfung ein.

Sie träumte von ihrer Kindheit und ihren Eltern. Wie schön alles war.
Auf einmal war dieser Traum weg geblasen und sie hörte Türknaufe.
Natalie erschrak aus ihrem Traum und sah nach der Tür in ihrem Gemach.
Die Tür war zu, ihre Kleider hingen dort, wo sie sie aufgehongen hatte.
Einfach nur ein Traum, redete sie sich ein und legte sich wieder in das Bett.
Sie träumte vor sich und dachte an den Maskierten Mann.
*Was ist mit diesem Mann passiert? Ist er entstellt oder einfach nur Hässlich?
Es kann ja sein das er viele Feinde hat! Oder aber sein Anblick ist so unerträglich und gruselig, dass er seinen Gegenüber nicht erschrecken möchte und dadurch die Maske trägt.
Da hörte sie auch wieder die Tür aufgehen, schloss vor Angst die Augen und lauschte den Schritten die auf sie zu kamen.

Ihr Herz raste als jemand an ihrem Bett stand und sich zu ihr bückte...

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