37. Kapitel- Neues Zuhause

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Wir kamen bei Nacht in London an und Louis erklärte Liam, dass er heute bei ihnen übernachten solle. Begründen tat er es nicht, doch das war klar- er wollte Liam nicht alleine lassen. Der protestierte auch nicht, also nahm ich an, dass es ihm recht war.

Wenig später kamen wir vor einem modernen Gebäude am Stadtrand, direkt neben der Schnellstrasse, an und Louis öffnete das Tor mit einer Fernbedienung. Es war zwei Meter hoch und liess keinen Blick durch. Offenbar waren sie erst selten von Fans erwischt worden und wenn, knüpften sie ihnen das Versprechen ab, die Adresse nicht zu veröffentlichen. Hatte offenbar bisher einigermassen geklappt. Ich staunte nicht schlecht ab dem grossen, modernen und doch freundlichen Bau- es passte so sehr zu den zwei Jungs, dass ich es nicht besser hätte auswählen können.

„Mund zu, Herz wird kalt", zwinkerte Louis mir nur zu und ich nickte automatisiert. Hammer sah es hier aus! Es gab um das ganze Grundstück rum eine mehr als zwei Meter hohe Mauer, das Haus selbst war drei Stockwerke hoch und es gab einen Anbau, der einen Indoor-Pool hatte, wo man jedoch im Sommer die Türen öffnen konnte, falls man frische Luft wollte. Abartig cool!

„Ich bleibe hier wohnen", verkündete ich nur und streckte die Arme, gähnte kurz und kräftig, und sofort, nachdem Louis in den Unterstand, der von drei Seiten Schutz bot, gefahren war, sprang ich aus dem Auto und schaute mich weiterhin staunend. Irgendwann wollte ich auch so wohnen, definitiv. Das war der absolute Hammer!

„Wenn du fertig bist mit Sabbern kannst du kommen", zog Louis mich auf, während Liam neben mir stehen blieb und den Kopf in den Nacken legte. Ich tat es ihm nach und sah an den milchigen Nachthimmel; man sah leider kaum Sterne.

„Das ist die Venus, sie ist immer hell", zeigte ich aufgeregt rauf, als ich doch etwas entdeckte, und hüpfte aufgeregt einmal auf und ab. Liam antwortete mir nicht, stattdessen umarmte er mich und legte seinen Kopf auf meinem ab. „Was gibt das?", fragte ich misstrauisch und er verkündete brummelnd: „Ich kuschle mit meiner neuen besten Freundin."- „Das hatte Louis auch mal gesagt", grunzte ich und liess ihn machen. „Kommt ihr?", rief Louis etwas ungeduldig von der Haustür her und rasch folgten wir ihm ins Warme. Die Eingangshalle reichte über zwei Stockwerke und an den Wänden reihten sich grosse Fotos- kurz, man sah sofort, dass hier zwei Leute wohnten, die ihre Familie und Freunde liebten. Hier gab es keine Fotos mehr von Eleanor, das hatte wohl Harry zu verantworten. Aber mir gefiel es.

„Hier. Ich hoffe, du kommst damit zurecht, dass Harry und ich totale Chaoten sind, bis Harry seinen allmonatlichen Putzfimmel bekommt und alles aufräumt."

Louis nahm mich an der Hand und führte mich ins erste Zimmer. Es war geräumig und ich sah ein schwarzer Konzertflügel darin stehen, weiter hinten hingen drei Gitarren an der Wand und dort war sogar ein Saxofon zu sehen. „Wer spielt Saxofon?", fragte ich neugierig und liess die Finger über die Tasten des Klaviers streifen, betrachtete die Auszeichnungen, die an den Wänden hingen, und dann die grosse Anlage, die zum Aufnehmen gedacht war. krass.

„Eigentlich niemand, Zayn hat sich mal daran probiert, doch es hat ihm nicht wirklich gepasst. Wieso?"- „Rea spielt und ich hab auch mal reingepustet", erklärte ich schmunzelnd und hob das Instrument vorsichtig hoch, spannte das Plättchen ein und blies probierend rein. Ehw.

„Okay, es ist jahrelang her", räumte ich mit roten Wangen ein, doch Louis zog mich schamlos auf: „Bist du sicher, dass du nicht einfach unfähig bist? Du hast im Auto zwar ganz schön gesummt, doch das ist ja nicht so schwer!"- „Du Arsch!", lachte ich und ging auf ihn los, doch er wich meinen Püffen locker aus und packte mich irgendwann an der Hüfte, zog mich aus dem Raum. „Fertig jetzt, wir haben noch weitere Räume zu besichtigen."

Gerade, als ich mich im oberen Stock über ein Foto von Louis und seiner Schwester Lottie mockierte, ging unten eine Tür und dann rief Harrys Stimme laut: „Ich bin zurüüück! Hat mich jemand vermisst?"- „Jaaah! Endlich, die zwei flirten die ganze Zeit", hörte ich Liam aufstöhnen und ich musste schmunzeln. Ups.

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