22.

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Selena:

Der Ball würde nun in einer Woche stattfinden. Wir hatten bis in die Nacht an der Planung gesessen. Nun mussten die Diener die Einladungen vorbereiten und ich begab mich zurück zu den Gemächern. Leander war noch immer mit seinen Leuten beschäftigt. Ich kleidete mich um und legte mich in das große und weiche Bett. Langsam drehte ich mich auf die Seite und starrte die Tür an. Die Seite neben mir war leer, und die Tür geschlossen. Wer weiß wann Leander kommen würde? Eine Weile lag ich wach da und überlegte.

Schließlich fasste ich mich und schlich im Nachtkleid, durch die langen, kalten Flure, zu seinem Arbeitszimmer. Auf dem Weg zu ihm, traf ich zum Glück niemanden, außer die üblichen Wachen an denen ich mit ausgestreckter Brust vorbei lief. Ich bog um die nächste Ecke  und klopfte an die Tür. Ein leises und müdes 'Herrein' ertönte und ich öffnete langsam die Tür. Er saß mit dem Rücken zu mir, ich schlüpfte also in den Raum schloss leise die Tür hinter mir und lief dann auf ihn zu. Als ich meine Arme um ihn schlang erschrak er. "Meine Güte! Selena." Er drehte leichte den Kopf und lehnte sich gegen mich. "Was machst du hier?" Ich strich ihm durch seine weichen Haare. "Ich kann alleine nicht schlafen, und du solltest auch langsam zu Bett gehen!" Er nickte nur stumm und drehte sich besser zu mir. "Ich beende nur noch schnell diese kurzen Unterlagen." Murmelte er, rutschte näher zum Tisch und schrieb etwas auf eine Schriftrolle. Diese rollte er dann zusammen und legte sie an die Seite. Lass uns gehen." Schnell ging ich zur Tür und öffnete sie, doch er wollte nicht einfach durchgehen. Er hatte noch etwas anderes im Sinn, denn plötzlich schnappte er mich und warf mich über seine Schulter. Lass uns nun zu Bett gehen, meine Königin!" Sofort wurde ich rot. "Bitte lass diesen Unfug! Was ist wenn uns einer der Bediensteten so sieht?" Er fing an zu kichern. "Ihre Reaktion würde ich gerne sehen. Doch es wird schon niemand sehen. Lass uns nun zu den Gemächern." Also trug er mich so durch das Schloss.

Was er tat war vollkommen unreif und genau das, was ich so gern an meinem "Prinzen" mochte.

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