Kapitel 11

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Es war dunkel in der Nacht.
Sie schluchzte und rannte durch den Wald.
"Bitte, lassen Sie mich in Frieden. Lassen Sie mich gehen" sagte Sie und hörte nur ein besitzergreifendes Lachen.
Je schneller sie rannte desto dunkler wurde es.
"NEIN, HILFEEE!" Rief sie und öffnete die Augen.
Natalie atmete einen Moment tief durch und sagte: "Zum Glück war es nur ein Traum."
Sie schaute sich im  Schlafgemach um.
In dem Raum befand sich ein Bett, daneben in der Ecke stand ein Stuhl und ein kleiner Tisch.
Sie nahm den leckeren Geruch  von Gemüsebrühe wahr und versuchte sich daran zu erinnern, wie sie hier her gekommen war.
Es klopfte an der Tür und ein junges Mädchen kam herein.
"Guten Tag My Lady, ich bin Sarah.
Wie geht es Ihnen?" Sagte das junge Mädchen.
Sie trug ein einfaches Hausgewand, eine Schürze und Haube aus weißen Leinen.
Natalie sah vewirrt zu ihr rüber und fragte: "Was ist passiert? Wer sind Sie und wie bin ich hierher gekommen?"
"Ich werde Ihnen alle Ihre Fragen beantworten, beruhigen Sie sich und sagen Sie mir bitte erst einmal wie Sie heißen und zu wem Sie gehören, damit wir wissen wen wir über Ihr Wohlergehen informieren können" sagte Sarah.
Natalie's ganzen Gefühle spielten durcheinander:
"Sie können meine Eltern nicht informieren. Meine Eltern sind an einem grausamen Unfall verunglückt" sagte sie und es rollte eine Träne an ihrer Wange herunter.
"Das tut mir so Leid. Möchten Sie mit mir darüber reden" fragte Sarah.
Natalie wusste, dass es ihr gut tun würde, wenn sie ihre Gefühle teilte und fing an zu erzählen:
"Es war eine sehr regnerische Nacht als mein Vater und meine Mutter von ihrer Geschäftsreise zurück kamen. Mein Bruder John sollte Sie vom Hafen abholen.
Auf dem Rückweg als sie eine Kurve entlang fuhren, begegneten sie einem betrunkenen Mann der  seine Kutsche wie ein Wilder fuhr.
Als John versuchte auszuweichen kam unsere Kutsche ins schwanken, kippte um und rollte das Gefälle runter.
Meine Eltern waren auf der Stelle tot und John war schwer verletzt.
John haben wir retten können, aber er konnte es nicht verarbeiten und kam mit seinem Gewissen nicht zurecht. Seitdem trinkt er sich jeden Tag bis in die Beswusstlosigkeit" sagte Natalie und ließ ihre ganze Frust seit dem Tod ihrer Eltern freien Lauf.
Sarah kam näher an sie heran und legte tröstend eine Hand auf Natalie's Schulter.
"Ich bin Natalie McFury und ich wohne mit meinem Bruder in dem Haus am Waldrand.
BRUDER....John kam ihr in den Sinn. Ich wollte nach John sehen. Nein wie lange bin ich hier schon? Wie lange habe ich geschlafen? Mein Bruder hat sich bestimmt bis zu Tode Sorgen um mich gemacht" sagte sie und wollte aufstehen.
Sie schlug die Decke zurück und hielt mit einem stechendem Schmerz inne und fasste sich an den Kopf.
Da erst spürte sie ein Verband an ihrem Kopf und sagte: "Was ist denn das?"
"Lady McFury beruhigen Sie sich bitte, ich werde Ihnen alles erzählen.
Sie dürfen nicht aufstehen .
Mein Vater ist Bauer, als er zur Arbeit ging hat er Sie bewusstlos in der Morgendämmerung auf dem feuchten Boden im Wald gefunden und sofort hier her gebracht. Was haben Sie ganz alleine im Wald gemacht?" hörte sie das Sarah fragen, aber nahm nichts mehr wahr.
Sie erinnerte sich daran, dass sie nach John sehen wollte und deswegen in der Nacht raus gegangen war.
*Da war ein Schatten, vor dem ich wegeritten bin.
Ich habe doch Hufen gehört, da muss jemand gewesen sein.
Mir ist doch jemand hinterher geritten und er war doch immer näher gekommen, aber warum bin ich dann hier?
Was wollte er von mir?
Habe ich alles nur geträumt oder werde ich wahnsinnig.
Nein, ich bin mir sehr sicher, da war jemand, der hinter mir her geritten ist* dachte sie und nahm die Stimme von Sarah wieder wahr.
"Mit der Hilfe von Doctor Clay haben wir Sie die letzten fünf Tage versorgt. Da Sie die letzten fünf Tage nichts anständiges gegessen haben, hat der Arzt gesagt dass Sie etwas essen müssen damit Sie bei Kräften bleiben" sagte Sarah und reichte ihr das Tablet mit dem Teller Suppe.
Sie brach ein Stück vom Brot ab, reichte es ihr und lächelte Sie freundlich an.
Natalie nahm den Löffel in die Hand und rührte etwas in der Suppe herum, um sie abkühlen zu lassen.
"Legen Sie sich danach etwas schlafen, es ist schon spät. Morgen wird der Doctor kommen und nach Ihnen sehen. Rufen Sie mich bitte, wenn Sie irgendetwas brauchen sollten. Gute Nacht" sagte Sarah und verließ das Schlafgemach.
"Ihnen auch eine Gute Nacht" sagte Natalie legte das Tablet nachdem sie die Suppe gegessen hatte, auf den Tisch neben dem Bett, deckte sich zu und wartete gedankenverloren auf den Schlaf.

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Es klopfte an der Tür und George trat ein.
"Sir Drake, Sie hatten nach William Allington verlangt, er ist im Flur und wartet darauf Sie zu sprechen" sagte George.
"Schicken Sie ihn herein" antwortete Drake.

William trat ein und sagte:"Guten Abend Sir".
" Guten Abend ich habe Sie hergebeten um nach der Lady zu fragen.
Wie geht es Ihr? Wird sie gut gepflegt?
Ich stelle ihre Tochter Sarah frei, sie braucht morgen nicht zur Arbeit zu kommen.

Ihre Tochter soll nichts anderes tun als die Lady zu pflegen." Sagte Drake.
"Ihr geht es gut Sir. Sie hat heute Abend Suppe und Brot zu sich genommen.
Sarah war den ganzen Abend bei ihr und hat sich um sie gekümmert.
Der Arzt hat gesagt, dass sie nach Hause gehen darf, wenn sie sich wohl fühlt" sagte William.
"Gut, George wird Ihnen Geld geben. Der Lady soll es an nichts Fehlen.
Sorgen Sie dafür, dass sie eine sichere Fahrt nach Hause hat" sagte Drake.
"Wie Sie wünschen, Sir" sagte William und verabschiedete sich.

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Natalie spürte ein sanftes Streicheln auf ihrer Wange:
"Mir geht es wirklich gut Sarah! Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.
Ich habe kein Fieber" sagte sie und bemerkte, dass die Gesalt neben ihr gar nicht Sarah sein konnte. Die Gestalt  war viel zu groß.
Sie setzte sich im Bett auf und schrie mit aller Kraft.

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Die wilde LadyLies diese Geschichte KOSTENLOS!