Prolog

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An den steinernen Wänden der Höhle, in der ich mich befand, ritzte ich gewisse Muster hinein mit einem scharfen Kristall, den ich mit meinen eigenen Händen erschuf. In meinen Gedanken spielte sich eine genaue Vorstellung ab, sodass ich wusste, welchen Kriterien ich nachgehen würde. Diesen Kriterien folgte ich mit höchster Genauigkeit und Präzision, da ich mein Ideal nicht zerstören wollte, denn es sollte perfekt werden; so perfekt, wie ein Kristall es ist. Nachdem ich die Umrisse eingraviert hatte, legte ich behutsam meine Hand auf diese Fläche und flüsterte: ,,Kristallisiere." Daraufhin füllte sich die Fläche der Umrisse mit hellblauen Kristallen, sodass die einst dunkle Höhle, dessen Wände feucht war, weshalb Wassertropfen regelmäßig auf dem Boden fielen, von einem blauen Licht umhüllt wurde. Ich trat einen Schritt zurück und drehte mich um meine eigene Achse, damit ich die Muster genauestens beobachten konnte. Diese Muster, die durch die vielen Kristallen klar und blau leuchteten, hatten eine bestimmte Wirkung auf mich. Sie erinnerten mich an jemanden, an die Muster eines jemanden, der nur zu gut einen Einfluss auf meine Vergangenheit hatte. ,,Acnologia.", murmelte ich trüb und sah mir weiterhin die Muster an, in denen ich mich verlor.

All die Zeit meines Lebens würde ich damit verbringen, mich in dieser Höhle zu verstecken. Auch wenn mein Herz von mir verlangte, diese Höhle zu verlassen, um dort wieder anzufangen, wo ich aufhörte, konnte ich es nicht, denn ich wusste, dass ich für meine Fehler in der Vergangenheit büßen müsste. Ich konnte es mir nicht erlauben, mein Gesicht der Öffentlichkeit zu zeigen, da ich nichts anderes als eine Schande war. Die Furcht, die ich damals hatte, die Angst, die Unsicherheit; sie waren der Grund, wieso ich zu den Tagen nicht in der Lage war, aufrecht zu sein, tapfer, mutig, furchtlos. Diese Zeiten, in denen ich eine Familie hatte, Menschen, die mich liebten; diese Zeiten vermisste ich. Nach diesen Momenten sehnte ich mich. Doch ich habe alles verloren. Ich habe die Menschen in meiner Umgebung verletzt, sie verlassen und im Stich gelassen.

Die Vergangenheit spielte sich immer wieder in meinen Gedanken ab und die Muster an den Wänden erinnerten mich an diese Zeit zu sehr, sodass ich alte Wunden, die eigentlich mit der Zeit verheilten, wieder spürte. ,,Wie oft ich auch versucht habe, mit diesem Kapitel meines Werkes abzuschließen, es ist nicht von Nutzen. Immer wieder verfolgt mich die Vergangenheit und auch ihr Schmerz, den sie mit sich trägt.", sprach ich zu mir selbst und ging wieder einen Schritt auf die Wand zu, um die Muster darauf anzutasten, ,,Ich frage mich bis zum heutigen Zeitpunkt, ob du nicht zu dem geworden wärst, der du nun bist, wenn ich damals wagemutiger wäre..."

Die Wunden der Vergangenheit [FAIRY TAIL]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!