Kapitel 36

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"Na dann erzählt mal! Wie seit ihr euch begegnet?" Schoss Rose auch schon los, nachdem der Tee serviert war und alle ihren Platz an der Tafel gefunden hatten.
Lucy und Matthew schauten sich an und schluckten beide. Offensichtlich dachte Matthew genau das Selbe wie Lucy. Wie sollten sie Matthew's Mutter erklären, dass er sie mit nach Hause genommen und  durch gefickt hatte?
Lucy wand sich Rose zu und sage zur Erleichterung von Matthew, dass sie sich in einer Bar kennengelernt hatten und dann öfter miteinander aus waren.
"War das nach seinen Striperdasein oder war das so eine Bar?" Fragte Rose sofort danach ganz unverblümt und schaute beide forschend an.
"Nein es war eine ganz normale Bar! Eher gesagt eine Disco!" Antwortete Lucy ganz entscheiden, da das, was sie sagte, ja durchaus der Wahrheit entsprach. Sie hatten sich in einer Disco kennen gelernt, doch vor dem Kennenlernen kam eben der Sex.
"Rose nun lass sie doch mal Luft holen!" Funkte David dazwischen und schaute Rose mit einem leicht ängstlichen Gesichtsausdruck an.
"Man wird ja wohl noch fragen dürfen, wenn der Sohn es schon für nötig hält, sich über 4 Jahre nicht zu melden!" Fauchte Rose ihn an und gab ihm, unbemerkt für Lucy und Matthew, das Zeichen ruhig zu sein wenn sie am Zug war. Dann drehte sie sich wieder Lucy zu und machte weiter, sie mit ihren Fragen zu bombardieren. David schaute zu Matthew und verdrehte leicht die Augen, so wie er es schon machte als Matthew noch daheim lebte. Es hieß so viel wie "Nimm sie nicht so ernst! Sie ist eben eigen! Eine sehr nette Frau auf ihre eigene Art und Weise! Aber manchmal kann sie eben auch ein ziemliches Biest sein!". Matthew schmunzelte und zwinkerte seinem Vater zurück.
"Was gibt es denn zu grinsen?" Rief plötzlich wieder Rose in die Runde und schaute die beiden Männer finster an, die sich wieder klein machten und nur ein genuscheltes "Nichts" hervorbrachten.
"Diese beiden Burschen fressen schon wieder etwas aus! Das haben sie schon früher gemacht! Immer war ich dann die Schuldtragende!" Sagte sie mit gereizter Stimme hinüber zu Lucy und hatte einen Blick aufgesetzt, der Lucy eine Aufforderung gab, ihr zuzustimmen.
"Freche Männer! Mit denen hat man nur Ärger! Nur Ärger!" Sagte sie und stand auf. Und wieder geschah es. Von einer Sekunde auf die andere, setzte Rose wieder ihr Engelsgesicht auf und sagte mit samtweicher Stimme "Ihr entschuldigt mich! Ich werde mal eben für Damen gehen!" Und damit verschwand sie aus dem Wohnzimmer.
Die anderen drei saßen für eine geraum Zeit still da, ehe David das Gespräch wieder aufnahm und sich dem kleinen Christian widmete.
"Er ist ein solch ein Sonnenschein! Ein wundervolles Kind! Genau so war Matthew als Baby auch! Immer am lachen und immer gut gelaunt! Ein Glückstreffer!" Dann beugte er sich vor und sprach mit sehr leiser und gedämpfter Stimme "Entschuldigen Sie bitte den Auftritt von meiner Frau! Sie hat ihre Kinder unheimlich gerne und ist jedes Mal zu riefst getroffen, wenn sie sich für ein paar Tage mal nicht melden! Das macht sie wahnsinnig!" Nachdem er geendet hatte, zwinkerte er Lucy mit einem Schmunzeln im Gesicht, exakt wie bei Matthew, zu und lehnte sich wieder in seinen Stuhl zurück. Und gleich drauf, schoss Rose schon wieder wie eine Kanonenkugel in den Raum. "Meine lieben, wir haben ja ganz den Kuchen vergessen den wir noch haben!" Und schon war sie wieder weg in die Küche geeilt und gab der Hauswirtin auf, sich um den Kuchen Gabeln und Teller zu kümmern.
Nach dem kleinen Brunch und einem endlos scheinenden Frage-Antwort-Spiel, stand David auf und legte eine seiner unzähligen Platten auf den Plattenspieler und sofort ertönte die sanft rauchige Stimme und der Trompetenklang von Luis Armstrong aus den großen Boxen der Anlage.
"Können Sie tanzen?" Frage er Lucy und reichte ihr seine Hand. Sie willigte ein und schon durchquerten die beiden mit leichten Füßen das Wohnzimmer.
"Eine Unverschämtheit! Mit mir tanzt er sein zig Jahren nicht mehr!" Sagte Rose leise zu Matthew und schaute mit einer beleidigten Fratze in Richtung ihres Mannes, der anscheinend mächtigen Spaß dabei hatte, Lucy durch das Zimmer zu manövrieren. Matthew stand auf und hielt seiner Mutter die Hand hin "Mom! Würdest du gerne mit deinem Sohn tanzen? Als Wiedergutmachung für mein schlechtes Benehmen?". Matthew schaute mit einem liebenden Blick auf seine Mutter hinab, die zusammengesackt auf ihrem Stuhl saß. Sofort funkelten ihre Augen wie Sterne und sie sprang auf und legte sich in die Arme ihres Sohnes.
Die Zeit verrann und Lucy und Matthew begaben sich auf den wag nach Hause. Rose hatte ihnen die übrig gebliebenen Kuchenteste eingepackt und stand an der Tür zusammen mit ihrem Mann und winkte ihnen beim davonfahren so lang sie konnte nach.
Für eine Zeit lang, war es ganz still im Auto. Nur der Motor machte seine stetig brummenden Geräusche. Dann lächelte Lucy plötzlich und fing an zu kichern. Matthew sah zu ihr rüber und musste sofort auch grinsen.
"Entschuldige! Ich hätte sich vorwarnen sollen!" Sagte er halb beschämt und halb lachend.
"Nein nein! Ich finde sie ganz entzückend!" Lachte Lucy und legte ihre Hand auf Matthew's Oberschenkel. Beide lachten herzlich und redeten noch die ganze Zeit über den Tag mit Matthew's Eltern.
"Es war ein wunderbarer Tag!" Sagte Lucy nachdem sie sich beruhigt hatten.
"Das fand ich auch!" Entgegnete Matthew, nahm ihre Hand und küsste sie leicht.
Ein perfekter Ausgang für einen perfekten Tag.

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