Kapitel 6

3.1K 149 0

Die Sonne war untergegangen und es war schon dunkel.
Natalie versuchte das Gefühl zu verdrengen, doch sie wurde es nicht los.
In den dunklen Garten schauend lief sie ganz langsam und leise in die Richtung der Kräuter.
Als sie ein knacksen hörte blieb sie stehen und schaute sich um, aber es war nichts zu sehen.
"John bist du es? Ich habe Angst bitte sag etwas wenn du es bist!" Sagte sie und schaute weiterhin durch den dunklen Garten.
Es kam keine Antwort, aber sie hatte das Gefühl, dass irgendetwas näher kam.
Ihr Herz wollte stehenbleiben, denn ihre Angst stieg ins unermessliche.
"Ich muss hier weg" dachte sie, drehte sich um und rannte um ihr Leben los.
"Oh lieber Gott bitte, bitte hilf mir" betete sie. Während sie rannte, hörte sie auch Schritte aus der Dunkelheit die immer schneller wurden.
Sie atmete nicht mehr und rannte so schnell sie konnte.
An der Tür angekommen sprang sie herein und schloss sofort die Tür zu.
Einige Zeit blieb sie einfach nur stehen, doch sie konnte immer noch nicht richtig atmen.
Vor Angst wollte ihr das Herz aus dem Körper springen.

Ihr fiel ein das sie aus ihrem Fenster den ganzen Garten sehen konnte, rannte aus der Küche in den Flur.
Die Treppen stieg sie in zweier Stufen hoch, öffnete in aller Eile die Tür ihres Gemachs und ging rein.
Die Luft anhaltend lief sie ans Fenster, schob  den Vorhang zur Seite und versuchte etwas zu erkennen, suchte mit ihren Augen den Garten ab , aber sah nichts.
" Ich glaube ich habe mir in letzter Zeit sehr viel Sorgen um John gemacht" sagte sie.
●•~♡~•●
Inzwischen hatte sie sich beruhigt und ging wieder in die Küche um weiter zu kochen.
Nachdem alle Mahle zum essen bereit waren, nahm sie sich einen Tee und ging ins Wohnzimmer setzte sich an ihr Lieblingsplatz vor dem Kamin,genoss den heißen Tee, las zwar ein Buch, war aber immer noch damit beschäftigt sich Gedanken darüber zu machen, wie sie in letzter Zeit solche Einbildungen hat.
"Ich glaube ich schlafe nicht genug" sagte sie, klappte das Buch auf ihrem Schoß zu und legte es auf den Beistelltisch.
" Wo ist John schon wieder geblieben? Ich hoffe, dass er heute nach Hause kommt" sagte sie.
Während sie verträumt die Flammen im Kamin ansah wurde sie Müde und schlief ein.

●•~♡~•●

Er öffnete die Tür des Wohnzimmers, trat ein, betrachtete sie und sagte: "Es ist egal wie viele Türen du versperrst kleine wilde Katze. Keine Tür der Welt kann mich davon abhalten, meine Rachepläne umzusetzen. Ich werde dir das Leben so schwer machen bis deine so einzigartigen türkisenen Augen jämmerlich um Vergebung betteln werden".
Jede einzelne Träne die du vergießen wirst, wird eine Salbe für die große Wunde in meinem schwarzen Herzen sein."
Er schaute sie von oben bis unten an.
Seine Blicke blieben bei ihren Händen hängen, er streichelte über die Rückseite ihrer Hand und sagte:"Diese Wunde hast du mir mit diesen Händen zugefügt und nur dir werde ich es erlauben sie zu heilen".
Er trat an den Kamin und warf zwei Holzstücke in die Flammen, deckte sie zu und sagte : "Ich hoffe meine Wildkatze wird nicht allzu ängstlich sein, wenn sie bemerkt, dass ihr ein Besuch abgestattet wurde".
Die Tür hinter sich zu ziehend verließ er das Haus, lief zu seinem schwarzen Hengst, setzte sich auf und ritt los.
Die ganzen Erinnerungen an den letzen Ball kamen wieder auf.
Je mehr Einzelheiten vor seinem Auge erschienen, desto schneller ritt er den Hengst.
●•~♡~•●

Es war im Juni 1858, er hatte einen sehr großen Ball zu Ehren seiner Verlobung gegeben und dieser Ball sollte ihn verändern und ihm alles nehmen.
Natürlich waren die McFurys als bekannte Geschäftsleute auch eingeladen.
John war damals ein sehr frecher und ungehobelter junger Mann mit seinen 20 Jahren, denn er versuchte an diesem Abend einen kleinen Stelldichein mit der Verlobten von ihm zu haben.
Als er das Gemach seiner Verlobten betrat sah er, wie John sie küssend drängte.
Ihm wurde schwarz vor Augen, er packte John am Kragen zog ihn von ihr weg und prügelte in ihn ein.
Er prügelte ihn bis in den Saal, wo alle Gäste anwesend waren.
Natalie konnte es nicht mehr aushalten lief zu den beiden Männer, versuchte dazwischen zu gehen und sie auseinander zu bringen. "Lassen Sie ihn los" brüllte sie und versuchte immer noch vergeblich beide Männer auseinderzubringen.
John war schon Ohnmächtig von dem ganzen Prügel.
Natalie's Beschützerinstinkt wurde immer größer, sie wurde langsam zornig und schrie:" Ich sagte lassen Sie ihn los, SOFORT!!!".
Mit den letzten Worten kam er wieder zu sich und schaute alle schockierten Gäste an.
Als er an sich runter sah, war sein teueres weißes Hemd, nicht mehr weiß sondern rot.
Seinen Hände waren mit Blut befleckt und angeschwollen.
Er stand auf, lief zu den McFury's und brüllte: "RAUS! Verschwinden Sie von hier, nehmen Sie ihren Bastard mit und vergessen Sie ja nicht dieses schreiende Weibsbild ".
Natalie dachte sie hätte sich verhört, es schallte immer und immer wieder in Ihrem Kopf herum. Hatte er ihren Vater und ihre Mutter auf die schlimmste Art und Weise beleidigt?
*Ja, das hatte er* realisierte sie.
Sie stand auf ging zu ihm hin und sagte: " Was denken Sie Sir, wer Sie sind. Das Sie uns einladen, meinen Bruder Ohnmächtig prügeln, mich beleidigen, sehr grob mit meinen Eltern reden und dann wieder rausschmeißen können".
"Beten Sie zu Gott Lady, das sie eine Frau sin...." wollte er sagen, aber da bekam er eine schallende Ohrfeige *Klatsch*.
Alle Gäste rissen die Augen weit auf und keiner traute sich sich zu atmen.
Eine junge Lady, die 22 Jahre alt war,hatte sein Ego und Stolz zu nichte gemacht, am nächsten Tag gäbe es ein riesen Klatsch darüber wie ein Mann wie er, von einem jungen Mädchen erniedrigt wurde.
Der schwarze Wolf war in diesem Moment erwacht, alles gute und freundliche wich aus seinem Körper.
Er ballte die Hände zu Fäusten...: "Mr. McFury nehmen Sie Ihre Familie und verlassen Sie auf der Stelle meine Verlobung" sagte er.
"Wie können Sie es wagen so dreist und Herzlos zu sein?" Sagte sie noch während sie von ihrer Mutter rausgeführt wurde.
Nachdem er die Familie McFury weggeschickt hatte, verließen die meisten Gäste die Verlobung.
Die Familie seiner Verlobten erklärte ihm, dass sie so ein Ehe nicht erlauben können und erklärten die Verlobung als abgeblasen.

●•~♡~•●

Die wilde LadyLies diese Geschichte KOSTENLOS!