28. Kapitel- Little Talks

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„Da ist ja Saphiraaaa!", grölte mir schon eine kräftige Männerstimme entgegen und schon umarmte Nick mich fest. „Du hast dich gemacht!", stellte er grinsend fest und ich konnte nicht umhin, ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. „Dankeschön. Und du hast noch mehr dumme Sprüche auf Lager, wie?"- „Ja", lachte er unbekümmert und wandte sich dann an Louis. „Dein Freund?"- „Jaaa."- „Oh, cool, besser als dieser Milchbubi, den du damals zur Maturfeier mitgebracht hast- Toni oder so. Hoi, ich bin Nick, und du?"- „Er ist Brite", grinste ich leicht und sofort stieg Nick auf Englisch um, wiederholte alles und Louis stellte sich kurz vor. Dabei wirkte er so locker, dass ich mir gerne eine Scheibe von ihm abgeschnitten hätte.

„Oooh, da ist die schöne Daniela. Wer ist das neben ihr?"

Ich riss die Augen auf. „Das ist doch dieser... ach, irgendein deutscher Schauspieler? Eh- eh- Mockridge, genau!"- „Genau! Mensch, wo hat sie sich den bloss geangelt? Und wieso fallen alle auf sie rein?", seufzte Nick und schob mich in eine bestimmte Richtung- zu meiner alten Klasse. Die guten alten Mathematiker, nur fünf Mädchen, dafür ganze fünfzehn Jungs waren wir gewesen. Rea, Aline, ich, Kayla und Maria.

„Sasa!", quietschte Kayla auf und fiel mir um den Hals. Ich fing sie lachend auf- wir waren immer gut ausgekommen, wir alle zusammen, doch nach der Matura brach der Kontakt zu vielen abrupt ab. Umso schöner, jetzt zusammenkommen zu können, auch wenn die anderen Klassen des gleichen Jahrgangs auch dabei waren.

„Sag mal, ist das Louis Tomlinson an deiner Hand, oder spinne ich?", fragte Kayla mich leise und musterte Louis neugierig, der dicht hinter mir stand und einen Arm um meine Hüfte geschlungen hatte, während er neugierig all die Menschen um sich herum anschaute.

„Nope, du spinnst nicht. Louis, das ist Kayla, sie hat mich oft vor Abstürzen in Physik bewahrt."- „Hi, freut mich! Ich glaube, Phi hat schon mal von dir erzählt", zwinkerte er ihr zu, was von vorne und hinten gelogen war.

„Oh, echt? Cool! Übrigens, Dave hat seine berühmte Schönheit endlich hergeholt aus Indonesien!"- „Boah, wo?"- „Da!"

Sie zeigte auf unseren Halb-Indonesier, der immer verschlafen hatte, und seine ungelogen wunderschöne Freundin. „Babe, kannst du mir mal kurz alle vorstellen? Ich komm nicht mit!", meldete sich Louis neben mir und ich wurde leicht rot, während Kayla nur kicherte. „Klar."

Die nächsten zehn Minuten verbrachte ich damit, ihm meine alten Klassenkameraden zu zeigen und meist auch direkt zu begrüssen. Rea kam als eine der letzten, scheu mit Mara an der Hand. Doch alles, was geschah, war, dass sie jubelnd im Kreis der ‚Auf-Brüste-abfahrende-Gruppe' aufgenommen wurde, sprich, dem Grossteil unserer Klasse. Ich sah, dass ihr das zwar nicht ganz geheuer war, sie es jedoch ganz süss fand. Und Mario, der mit Aline zu spät kam, stellte sich neben mich und flüsterte mir zu: „Ich werde noch konfus von all den Geschichten, die Aline so erzählt!"

Ich kicherte leise: „Die Hälfte ist vermutlich wahr, wir waren eine wilde Klasse. Oh, da ist unser alter Lehrer! Herr Moser!"

Der weisshaarige Mann schüttelte strahlend unsere Hände, fragte nach den Namen der Partner und nach dem Wohlergehen. Er schlug sogar vor, angesichts der Tatsache, dass Louis und auch Daves Freundin kein Deutsch, aber Englisch konnten, die ganze Veranstaltung auf Englisch abzuhalten, was wir schliesslich auch umsetzen wollten und ich, Rea und Louis wurden losgeschickt, mit den Rednern zu sprechen.

„Hey, Keller!", rief Rea schliesslich laut, als sie einen der Leute erkannte- es war ihr Nachbar und sie kannten sich schon ewig. „Hoi, Rea, was gibt's?"- „Wir haben einige Leute, die kein Wort Deutsch können, also bitte, wenn möglich, Englisch reden!"- „Geht klar, soll ich's weitersagen?"- „Das wäre super!"- „Kein Ding. Sag mal, Saphira, bist du in die Musikbranche gegangen?"- „Nein, das ist eine komplizierte Geschichte", erklärte ich etwas verlegen und liess zu, dass Louis meine Finger mit seinen verschränkte, leicht drückte und dann begann, mit meinem Daumen zu spielen- so als wäre ihm langweilig und er hätte keine andere Beschäftigung.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!