Kapitel 1

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England 15. APRIL 1860

"Diese türkis-grünen Augen kann kein Mann der Welt vergessen.
Diese Augen haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Die Augen die eine so große Wildheit und Trotz ausstrahlen.
Nur ich habe das Recht in die Tiefen dieser türkis-grünen Augen zu schauen.
Allen anderen werde ich das Herz bei lebendigem Leib rausreißen.
Natalie Mc Fury" sagte er und schleuderte sein Whiskyglas gegen die Wand.

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"Dies ist der beste Ball den ich besucht habe" sagte Natalie zu ihrer Mutter .
Es fand in einer riesen Halle statt und war prunkvoll und reich hergerichtet.
An Essen und Trinken war reichlich gedacht.
Es lief tolle Musik und die Tanzfläche war voll mit tanzenden Paaren.
Natalie tanzte mit vielen Gentleman bis ihr die Füße wehtaten. Einer nach dem anderen wollten die ledigen Gentleman mit ihr tanzen und sie kennenlernen.
Plötzlich bekam Natalie ein flaues Gefühl im Magen, irgendetwas stimmte nicht.
Irgendetwas kühles lag in der Luft.
Sie fühlte wie sich Angst in ihr ausbreitete irgendetwas heftete auf ihrem Körper.
Es durchborte sie regelrecht...

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Natalie war auf dem antiken Sofa aus Eiche eingenickt und fröstelte als sie aus dem Traum gerissen wurde.
Es regnete schon den ganzen Abend, deswegen dachte sie, fühlte sie sich unwohl.
Sie stand auf und lief zur Tür, es klingelte und klopfte.
Gerade als sie die Tür aufmachte, fiel ihr John der jüngere Bruder entgegen. Im ersten Moment konnte sie ein Schreckenschrei nicht unterdrücken als sie John erkannt hatte versuchte mit aller Kraft das Gleichgewicht zu halten.
Vergeblich John war einfach zu schwer und auch noch durchnässt; beide taumelten und Natalia fiel rückwärts auf den Boden und John landete neben ihr.
Natalie drehte sich um und stand auf.
"John wie oft habe ich dir gesagt, das du nicht soviel trinken sollst." Sagte Natalie und versuchte John auf die Beine zu helfen.
"Natalie ich kann den Unfall einfach nicht vergessen, ich komme mit aldem nicht klar.
Ich verspreche mir auch jedesmal nicht zu trinken, aber ich schaffe es einfach nicht.
Der Unfall spielt sich immer wieder in meinem Kopf ab." Sagte John und fing an zu weinen. Je mehr er weinte desto wütender wurde er.
Allmählich schrie er sie an: " Ich bin für den Tod unserer Eltern verantwortlich. Ich werde diese Schuldgefühle einfach nicht los. Ich komme schon alleine zurecht verschwinde und lass mich einfach in Ruhe."
"Aber John du bist nicht schuld, es war einfach nur ein Unfall" sagte sie traurig.
Taumelnd stand er auf und fügte noch hinzu:" Ich bin verdammt seit dem Tag, an dem Mutter und Vater gestorben sind. Bleibe mir einfach fern." Er drehte sich noch einmal um schaute sie voller Leid bettelnd an, wandte sich dann ab und ging auf sein Gemach.
"Was ist bloß aus dir geworden? Was ist nur los mit dir? Warum tust du all das, wenn es dir doch so Leid tut. OH!! John wie kann ich dir nur helfen?"sagte sie.
Plötzlich hörte sie ein lautes Fluchen und darauf flog etwas gegen die Tür des Gemaches von John.
Er fluchte immer lauter und warf alles zu Boden.
Natalie konnte nicht mehr mit anhören was er tat und riss die Tür auf.
In dem moment als sie eintreten wollte schlug John mit beiden Fäusten in den Spiegel an der Wand.
Er schnitt sich beide Fäuste sehr tief und blutete.
Natalie lief auf ihn zu und schrie: "Was tust du?" Dann hielt sie inne und versuchte ihn zu beruhigen.
"Glaube mir es wird alles gut werden. Lass dich bitte nicht so gehen. Wir müssen stark sein und uns gegenseitig helfen. Hör bitte auf mit dem ganzen Unsinn!". Sie umarmte ihren Bruder und konnte ihre Tränen auch nicht mehr zurückhalten.
Sie weinte auch und versuchte ihren Bruder zu beruhigen.
"Psst, psst es ist alles gut... Lass mich dir bitte helfen" sagte sie und holte Verbandszeug um beide Hände von John wickeln zu können.
Nachdem sie seine Hände verbunden hatte schlief John tief und fest. Sie räumte noch auf und verließ dann das Gemach von John.
Nachdem John schlief ging Natalie auf ihr Gemach, legte sich ins Bett und ließ ihren ganzen Kummer laufen.
Wenn sie alleine war brauchte sie ihre Tränen nicht zu unterdrücken.
Sie litt genauso an dem Verlust ihrer Eltern konnte es John aber nicht zeigen.
Denn wenn er seine Schwester leiden sehen würde, wäre er in einem noch schlimmeren Zustand und das könnte sie weder zulassen noch ertragen.
Sie weinte und schluchte bis sie vor Erschöpfung einschlief.
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Die wilde LadyLies diese Geschichte KOSTENLOS!