Kapitel 34

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Die Wellen schwappten über Lucy's Gesicht.
Die Sonne spiegelte sich tausendfach im Wasser und glitzerte wie Pailletten über die gläserne Oberfläche. Der Wind wehte durch die Luft und blähte die Segel des Wassers immer weiter auf, bis die Wellen sich aufbäumten und sich wie wilde Pferde schäumend brachen.
Völlig frei, wie ein Vogel in der Luft, wie eine Gazelle auf weiter Flur, durchglitt Lucy das Meer und zerteilte es wie eine Pfeilspitze ein zartes Stück Stoff. Immer wieder sprang sie wie ein Delfin über die Wellen hinweg und tauchte wieder in die tiefblaue See.
Völlig erschöpft schleppte sie sich nach langer Zeit aus dem Wasser und legte sich tief atmend auf den warmen Sand. Sie machte die Augen zu und durch die Sonne erschienen hunderte von kleinen bunten Kreisen, wie ein Regenbogen, welcher sich entschlossen hatte endlich mal eine andere Form auszuprobieren, vor ihrem geistigen Auge
"Geht's dir gut?" Raunte Matthew plötzlich, der sich neben sie gesetzt hatte und seinen Blick über ihren Körper gleiten ließ. Lucy machte blinzelnd ihre Augen auf und schaute zu ihm herüber, grinste ihn an und nickte mit dem Kopf.
"Ich habe da mal eine Frage an dich!" Fuhr Matthew nach einer Weile der Stille fort. "Ich will meine Eltern mal wieder besuchen! Ihnen alles erzählen was vorgefallen ist, da ich schon seit einer langen Zeit keinen Kontakt mehr zu ihnen hatte, was mich immer mehr beängstigt und mich nicht mehr in Ruhe lässt! Und ebenfalls will ich, dass du mitkommst! Ich will sie dir vorstellen! Ihnen unseren kleinen Christian vorstellen! Wie fändest du das?". Er endete und schaute Lucy mit einem kindlichen Unschuldsblick an, der Lucy sofort wieder grinsen ließ und sie ein schnelles und zustimmendes "Ja" antwortete. Die Vorstellung seine Familie kennen zu lernen und mehr über den kleinen Matthew zu erfahren, weiter in sein Leben einzutauchen, erfüllte sie mit warmer Liebe und Freude.
"Aber bitte! Meine Familie weis nichts von meiner Vergangenheit und ich will, dass das so bleibt! Ich hab Ihnen gesagt, dass ich mal Stripper war und glaub mir das war auch schon schwer genug für sie!" Sagte er noch als Wort der Warnung und schaute ängstlich zu Lucy hinunter.
"Keine Sorge! Ich werde nichts preisgeben! Ich werde alles Gute erzählen!" Versprach sie und lächelte ihn verliebt an, was ihn sichtlich entspannen ließ.
Am nächsten Tag verabschiedeten sie sich von Lucy's Familie und flogen zurück in die Stadt.
Lucy öffnete die Tür des Apartments und atmete die vertraute Luft ihres Zuhauses ein. Der Geruch von Matthew's Parfum hing immer noch zart in der Luft und die vor ein paar Monaten neu gestrichene Farbe gab ebenfalls ihre Duftnote hinzu, was der Wohnung einen betörenden Geruch von Neuheit gab.
Lucy legte sich in das große Bett, während Matthew Christian zu Bett brachte. Sie machte die Augen zu und fiel sofort in einen tiefen Schlaf, der sie, wie ein Engel auf einer Wolke, bis zum nächsten Tag durchschlafen lassen sollte.

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