Kapitel 7: Seine Entscheidung

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Ich wachte auf, als die Sonne durch das Fenster scheinte. Meine Haare hangen, noch leicht feucht von der Dusche gestern, auf meine Schultern runter. Ich sah zum Fenster und mir war sofort klar, heute wird ein schlechter Tag.

Mühsam stand ich auf und streckte mich. Ich wolkte mich gerade umziehen, als plötzlich jemand die Tür aufstoß.,, Was soll das?", schrie Levi mich an. ,, Du bist viel zu spät wach du hast das morgendliche Training und das Frühstück veepasst!", er hob warnend den Finger und zeigte damit auf mich. ,, Das war unverantwortlich!", ,, Dir auch einen guten Morgen Stinkstiefel!", sagte ich gernervt. ,, Levi ich muss eh noch mit dir reden, es geht um...", wollte ich anfangen, doch er unterbrach mich. ,, Mit dem Teufel kannst du reden!", und damit knallte er die Tür hinter sich zu. Weg war er. Boar er ist so ein Arsch! Warum ist er in einer Minute sauer und in der nächsten wieder so lieb?! Dieser Mann hat extreme Stimmungsschwankungen. Als ich auch fertig angezogen war, verlies ich das Zimmer und lief durch die Gänge. Hunger hatte ich eh keinen mehr, nachdem ich schon am Morgen so angefaucht wurde. ,, (V/N)!", rief Hanji, als sie mir über den Weg lief. Sie nahm aufgeregt meine Handy und zog mich mit zum Ausgang. ,, Wir beide gehen jetzt Kleider kaufen!". Es wäre eine gute Ablenkung. Jedoch wartete Hanji eh nie auf eine Antwort.

Es dauerte nicht lange und wir standen vor einem Laden,welcher sehr vielversprechend aussah. ,, Na los lass uns da rein!", rief die Brünette aufgeregt und klatschte vor Freude in die Hände. Bevor ich etwas erwidern konnte, zog sie mich mit in den Laden. Als wir durch die weiße Tür traten, klingelte eine kleine Glocke. ,, Willkommen", sagte eine etwas größere Frau mit blonden Haaren. ,, Hallo", sagte ich aus Freundlichkeit zurück. Der Laden strahlte in den verschiedensten Farben weiß, blau, gelb, rot und schwarz. Natürlich waren auch solche Farben wie Fuchsia und Magenta da. Hanji stürmte an mir vorbei zur Frau und sprach aufgeregt mit ihr. ,, Guten Tag! Meine Freundin hier...", sie zeigte auf mich. ,,... und ich wurden auf einen Ball eingeladen und wir suchen...", den Rest des Gespräches bekam ich nicht mehr mit, denn ich ging langsamen Schrittes schon auf ein paar Kleider zu. Das Angebot der Woche war ein dunkelblaues Kleid mit glänzenden Perlen an den Seiten. Die Träger waren vielschichtig aber dennoch dünn mit dem Stoff des Kleides überzogen. Es war wirklich hübsch, doch ich bezweifelte, dass es mir stehen würde. Hanji und die Verkäuferin kamen auch dazu. Meine Freundin starrte das Kleid mit glänzenden Augen an. ,, Dass hier würde ich gerne mal ausprobieren!", die Blondine nickte und reichte Hanji ein Exemplar davon. Sie verschwand damit sofort in einer Kabine. Die Verkäuferin führte mich noch kurz rum und stellte mir ein paar Kleider vor, doch keines war so wirklich meins. Bis sie mich zu einem brachte, welches perfekt war! Es war aus Weinrotem Stoff, an der rechten Seite hatte es einen großen Schlitz, welcher bis zu den Oberschenkeln geht und etwas darüber war ein wunderschönes Muster. Die Träger waren unterschiedlich, der linke hatte den gleichen roten Stoff und  der rechte war mit dem Muster bezogen. Es war wunderschön. ,, Dürfte ich es mal anprobieren?", fragte ich vorsichtig. ,, Selbstverständlich", sie gab mir auch ein Exemplar und zeigte mir den Weg zu den Umkleiden. Ich bedankte mich und lief zu den Kabinen.

Hanji stand mit dem dunkel blauen Kleid vor einer und betrachtete sich im Spiegel. ,, Hanji! Das sieht echt gut aus! Es steht dir. ", sagte ich begeistert und sie lächelte mich an. Als ich meines auch anprobierte, war für mich schon klar, dass ich es kaufe. Der Preis war mir so relativ egal, denn ich hatte genügend Geld, welches ich noch nicht ausgegeben hatte.

Nach dem Kauf ging es mir schon um einiges besser. Es stimmt also, Frauen werden glücklich nach einem Einkauf. Anschließend kauften wir uns auch noch passende Schuhe.  Meine waren silber und die von Hanji waren gold und beide hatten einen nicht zu hohen Hacken. Kaum waren wir zurück von unserer Shoppingtour, war meine gute Laune wieder weg. Wahrscheinlich weil Levi gerade mit einem ernsten Gesicht vor mir stand. ,, Wir müssen uns unterhalten", sagte er monoton. Hanji, welche neben mir stand bekam die Anspannung mit und entnahm mir meinen Einkauf aus den Händen. ,, Ich nehme den mal mit zu mir.", sagte sie eingeschüchtert und ging in ihren Raum. Ich nickte und folgte Levi zu ihm.

,, Levi! Ich weiß nicht was da vor ein paar Tagen passiert ist. Es tud mir so leid! Ich hatte mich nicht unterkon...", er hob seine Hand um mir damit zu sagen, dass ich leise sein soll. ,, Jetzt rede ich, du hast schon genug gesagt!", bei diesen Worten bekam ich einen dicken Klos im Hals. Irgendwie wurde mir gerade klar, worüber er jetzt reden wird. ,, Du bist gestorben.", sagte er ernst. Ich wollte ihm gerade sagen, dass das nicht stimmt, aber lies es dann doch lieber bleiben. ,, Was ich damit meine ist, die (V/N) die ich liebe ist gestorben. Als du aufgewacht bist, habe ich dich gefragt ob du immer noch die gleiche bist, in die ich mich verliebt habe. Du meintest du wärst sie, zuerst glaubte ich dir, bis ich es selber herrausgefunden habe. Sie ist vor 5 Monaten durch einen Sturz gestorben. Du verhälst dich zwar wie sie und siehst auch aus wie sie, du bist es aber nicht. Nicht mehr."
Mir floßen die Tränen langsam meine Wange runter. Eine nach der anderen. Ich hätte ihm gerade so gerne dass Gegenteil bewiesen, aber ich konnte es nicht. ,, Als ich dich sah, mit diesen roten Augen, die gerne Blut gesehen hätten, mein Blut, wurde ich mir über so vieles klar. Du hättest diesen Sturz nicht überleben können, hast du auch nicht. Das einzige was ich für dich noch empfinde ist tiefgründige Abscheu. Es ist aus. Ich bin wieder nur noch dein Captain, so wie am Anfang. Und jetzt geh! Ich will dich nicht sehen." Das einzige was ich für ihn gerade empfinde ist Wut. ,, Wenn ich wirklich gestorben bin, dann versteh ich nicht, warum ich immer noch so lebendig bin! Und wenn ich auch nicht mehr ich bin, zusammen hätten wir mich wahrscheinlich retten können!", schrie ich ihn an und riss mir die Kette ab, welche er mir damals schenkte. Ich haute sie gewaltsam auf den Tisch. ,, Du bist so ein Feigling!", sagte ich jetzt etwas ruhiger und verlies sein Zimmer. Ich rannte in mein Zimmer und schloss mich dort ein. Weinen war das einzige was ich gerade konnte.

Nach einiger Zeit hatte ich mich etwas beruhigt und blickt auf meinen Arm. Es waren von damals noch leichte Narben da. Narben, welche den Buchstaben L zeichneten. Ich strich darüber und spürte nichts.  Levi Ackermann, so denkst du also über mich... ich werde dir zeigen, was du verpasst!

OMG ich habe jetzt auch Musical.ly ist voll geil 😂😂 @marryluu1012
Heute mal ein etwas längeres Kapitel, dafür aber auch ein trauriges. Ich hoffe ihr habt nicht zu sehr gelitten.
PS: ich habe beim schreiben selbst fast geheult #sentimentalemarry

Levi x Leser 2 ~strahlende Gefühle~ ✅Lies diese Geschichte KOSTENLOS!