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Es ist ein ganz natürlicher Reflex zu flüchten! Aber das geht jetzt nicht. Alle starren mich und mein Kopf will das ich stark bleibe. Die Stahlseile in meinem Kopf nennt man auch Nerven. Okay, jemand könnte mal die Initiative ergreifen! Aber natürlich macht das niemand. Ich beginne die Menge abzuchecken. Eigentlich suche ich nur Taylor, aber ich finde alle meine fünf Freunde auf einem Haufen. Ich gehe direkt auf Tay zu und umarmen sie ganz fest. "Ich hab doch gesagt ich komm nach Hause", sagte ich ihr ins Ohr und ließ sie los. In ihrem Gesicht ist ein breites Lächeln. Taylor ist einfach die beste. Ohne vorbereiten bekam ich eine Dicke Gruppen Umarmung. Ich lachte. Ehrlich, ich lachte. Als sie mich wieder frei gaben, fragte mich jemand: "Bist du bereit?" Ich sah sie fragend an, aber nickte einfach erstmal.

Alles war leise und dann bat mich die Person: "Mach mal bitte deine Augen zu." Ich stöhnte, verdrehte meine Augen und tat dann worum ich gebeten wurden. Keine Ahnung, was hier gleich passiert, aber im Notfall bring ich mal wieder Menschen um. Ist ja nicht so, als hätte ich das noch nie gemacht. Ich hörte wuseln und dann spürte ich eine Hand auf meiner Gesunden Schulter. Ausnahmsweise zuckte ich mal nicht so sehr zusammen. Trotzdem war mir dabei nicht wohl meine Augen länger zu zulassen. Ich versuchte mich in Geduld und wartete und dann endlich sagte jemand an meinem Ohr: "Du darfst deine Augen wieder aufmachen." Vorsichtig öffnete ich meine Augen.

Kaum hatte ich mich wieder an das Licht gewöhnt, sah ich sie an. Die Frau mit dem rot-blonden Haar und den braunen Augen. Sie steht da mit einem Mann. Scheinbar Arabischer Herkunft, aber er hat krass blaue Augen. Ganz in ihrer Nähe stehen diese blonde Kate und ein Mann, der...

Den Typen kenn ich! Ich hab auf ihn geschossen.

> Die Türklingel riss mich aus meiner Starre und ich machte die Tür auf. Natürlich stand dieser Kerl da. "Was wollen Sie?", fragte ich garstig und er grinste mich grimmig an: "Hol mal deine Oma her du kleines Ungeheuer." Jetzt war es an mir zu grinsen. Ich trat ein paar Schritte zurück, nahm die Pistole von der Kommode und richtete sie auf ihn. "Was wollen Sie hier?!", fragte ich eindringlicher und er war auf einmal gesprächiger: "Wir verhandeln. Ich schätze du wirst eine tolle Schwiegertochter für den Arémm-Klan abgeben." Ich lachte ihn aus und drückte ab. Der laute Knall hatte Oma aufgeschreckt und sie kam auf mich zu gerannt. "Was soll das?!", fragte sie mich schreiend und nahm mir die Waffe aus der Hand. Ich starrte sie verwundert an. Was soll das denn jetzt?! "Du hast gerade deine Zukunft getötet! Jetzt hast du keine Chance mehr auf einen vermögenden Mann!"<

Ich kenne ihn und ich hab auf ihn geschossen! Also was will DER hier?! Ich starre ihn an. Er erinnert sich nicht an mich. Aber das ist ja auch schon lange her. "Was wollen sie von mir?", fragte ich an ihn gerichtet auf Arabisch. Es müssen ja nicht gleich alle wissen, was ich ihm angetan habe bzw. was er mir antun wollte. Etwas überrascht sah er mich an. Taxierte mich. "Ich bin der Leibwächter von Nazir und Olivia Sinclaire, ich passe auf sie auf", sagte er mit Stolz und jetzt versteh ich gar nichts mehr. Warum stand dieser Mann vor meiner Tür? Und was wollen die Sinclai...

Ich heiße Sinclaire. Ich heiße Remington Alesia Sinclaire. Was hat das zu bedeuten? Haben meine richtigen Eltern mich mit jemandem verheiraten wollen? Wie soll ich denn jetzt reagieren? Arkarim ist Tod. Anton ist... Anton. Ich löste mich aus der Taxierung und drehte mich um zu Oscar: "Wo ist mein Onkel?" Er schüttelte nur den Kopf. Anton ist also auch Tod. Ich habe meine Familie ausgelöscht. Ich bin ja so ein gutes Kind. Ich wandte mich wieder diesem Mann zu. "Also, was wollen sie wirklich von mir?", fragte ich und ging auf ihn zu. Alle Augen ruhten auf uns, auch wenn keiner uns versteht. Jeder weiß, dass hier etwas gewaltig schiefläuft. Diese Überraschung ist echt scheiße! "Wie ich sagte, ich beschütze die Tochter von Mister Arémm und ihren Mann." Ich lachte bitter auf. Soll das heißen, ich bin eine Arémm? Ein ganz schlechter Witz! "Wenn ich wieder einen von seinen Söhnen oder Enkeln heiraten soll, dann hast du beim letzten Mal deine Lektion wohl nicht verstanden!", sagte ich so freundlich, als würde ich ihm sagen, dass ich gerade beschäftigt bin und ihn morgen wieder anrufen würde. Sein Blick ist unbezahlbar.

Die Legende der AgentinLies diese Geschichte KOSTENLOS!