Müde saß ich mit Kopfhörern in den Ohren im Auto auf der Rückbank, auf dem Weg ins Internat. Chrissy hatte ich schon verabschiedet, weil sie zuhause blieb, während Mama mich 'entsorgt'.
Ich hatte meine Beine auf die Sitze gelegt und hörte also Musik. Oh gott. Das ist ja noch langweiliger als Chemieunterricht! Ich nahm meinen Rucksack und holte mein Lieblingsbuch 'Krabat' raus. Ich hatte es zwar schon oft dirchgelesen, aber ich las es immer wieder von vorne. Ich kam nicht sonderlich weit, da Mama mich am Bein antippte und raus zeigte. Desinteressiert musterte ich das Internat. Es war ein Schloss umgeben von Bäumen. Es hatte eine Große Eingangstreppe und war im allgemeinen riesig. Hinten waren wahrscheinlich noch die Schlaftrakte und der Unterrichtsbereich angebaut. Ich öffnete die Hinterrür und ließ mir von Mama meine Krücken geben. Sie machte sich derweil daran, die Sachen rein zu bringen.

Ich schulterte meinen Rucksack und als Mama den Letzten Karton hatte und den Kofferraum zuschmiss, gingen wir gemeinsam auf das große Gebäude zu.
Drinnen am Empfang saß eine Frau, ich schätze sie auf anfang dreißig, und sah uns wartend an.
,,Ah, sie müssen die Berts sein?" Fragte sie meine Mutter freundlich. Diese stellte den Karton zu den anderen und meldete mich an, während ich mich in der Eingangshalle etwas umsah.

Überall hingen gemälde. Einige von irgendwelchen Leuten und auch welche der Schule waren dabei.
,,Stegi?" Reif mich meine Mutter und ich krückte wieder zu ihnen beiden. ,,Also Stegi. Ich bin Frau Kolben und hier gelten normale Schulregeln. Unter der Woche sind die Türen von 13 uhr bis 21 uhr offen und am Wochenende ab 8 uhr. Da am Wochenende viele Schüler Feiern, machen wir die Türen da garnicht erst zu" Ich hörte ihr aufmerksam zu und verabschiedete mich dann von meiner Mutter, damit mir Frau Kolben inruhe das Internat zeigen konnte.
...
,, ...Und hier ist der Aufenthaltsraum und somit hast du alles wichtige gesehen. Dein Zimmernachbar hat deine Sachen schon in euer Zimmer gebracht. Er wird auch deine Begleitung sein, wenn du zur Krankengymnastil musst oder wenn du generell weg möchtest" Ich nickte wieder. Dann gab sie mir den Schlüssel und ich Krückte los richtung Jungstrakt.
Dort angekommen, suchte ich meine Zimmernummer. Meine Fresse! Wo ist bitte 278?! Ich krückte ein paar gänge entlang und merkte dann, das die Zimmer von 250-300 im zweiten Stockwerk waren. Geil. Auch noch beschissene Treppen!
Mühselig machte ich mich also an die Arbeit, die Treppe hoch zu krücken und nicht wie ein nasser Sack rückwärts umfalle.
Als auch das Geschafft war, fand ich 278 recht schnell. An der Türe war ein Schild. '278' und darunter war ein Schild 'Manuel & ... s Zimmer'. Ich kicherte und klopfte an. Ich hörte drinnen ein paar Geräusche, dann wurde die Tür geöffnet und ein Blasser Junge, mit langen Braunen Haaren strahlte mich an. ,,Hey, du musst mein neuer Mitbewohner sein oder? Komm rein!" Er hielt mir die Tür auf, sodass ich reinkrücken konnte.

Das Zimmer war schlicht gehalten. Hellblaue Wände, Teppichboden in intensivem Blau und holzmöbel. Insgesamt machte das Zimmer einen Kuscheligen Eindruck und ich fühlte mich direkt wohl. ,,Gefällt dir das Zimmer?" Fragte mein Mitbewohner nun etwas Schüchtern. Das ist bestimmt dann Manuel! Ich stützte mich auf meiner Linken Krücke ab, um die rechte am Tisch anzulehnen. Dann krückte ich auf ihn zu und reichte ihm die Hand. ,,Hallo ich bin Stegi" Vorsichtig lächelte ich ihn an. Naja ich versuchte es. Er nahm meine Hand. ,,Manuel. Aber nenn mich Manu" Strahlte er. ,,Ok cool. Manu also" Sagte ich und griff mir meine Krücke wieder.
...
Als ich, mit viel Hilfe von Manu, fertig war, ließ ich mich auf mein Bett fallen. Gerade als Manu zum reden ansetzte, klopfte es und ein mir bekanntes Gesicht tauchte in der Tür auf. Ich fing Augenblicklich an zu grinsen. ,,Manu kommst du essen? Und.... STEGI?!" Rief die Person aus der Tür und kam auf mich zu gerannt und umarmte mich. ,,Is' ja gut Tobi! Nur du zerquetscht mich gleich" Kichterte ich, während er mich Peinlichberührt anguckte. Verlegen kratzte sich Manu am Kopf. ,,Also äh...dann muss ich euch ja schonmal nicht gegenseitig vorstellen" Wir schüttelten den Kopf und Grinsten. Dann machten wir uns zu dritt, dank mir seeeehr langsam, auf den Weg zur Mensa. Ich hatte inzwischen riesen Hunger.

Auf dem Weg in die Mensa merkte ich, das ich meine Kette micht anhatte, da ich diese abgelegt hatte, als wir auspackten.
Mit der Kette um den Hals machte ich much erneut auf den Weg in die Mensa, wo Manu und Tobi schon warteten.
,,In welche Klasse gehst du, Stegi?" Fragte mich Manu neugierig, während er von seinem Käsebrot abbiss. ,,10a ihr?" Tobi riss die Augen auf, womit er irgendwie einem Fisch ähnelte. ,,Wir auch!" Rief Tobi der Fisch dann.
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What is Love? ~Stexpert [beendet]Lies diese Geschichte KOSTENLOS!