Kapitel - 12

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"Sie wird mich im Schlaf erstechen." seufzte ich und setzte mich neben Ned auf das Sofa hin, "Nein noch schlimmer, sie drückt mir ihr Polster ins Gesicht! Oder oder sie tut mir irgendetwas in mein Essen." meine Hände legte ich auf meinem Bauch und rutschte mit meinem Körper weiter hinunter so, dass ich schon fast auf dem Sofa lag.

"Solange du Sam nicht zusagst, passiert dir auch nichts." Er sah konzentriert auf den Fernseher und schaltete durch die Kanäle "Du hast doch nein gesagt, oder?"

"Natürlich!" sagte ich sofort und sah ihn mit einer gerunzelten Stirn an, "Glaub mir, mit Laurel möchte ich keinen Streit haben, immerhin muss ich noch die nächsten Jahre mit ihr in einem Zimmer leben!" ich schloss meine Augen und seufzte erneut, "Du verstehst es nicht. Laurel denkt sicher, ich würde Sam ihr ausspannen wollen – doch dabei habe ich nicht einmal Interesse! Sam ist echt attraktiv und so, ich mein hast du schon mal seine Augen gesehen? Oder die Augen!" schwärmte ich, doch fing mich danach wieder und kam zu meinem eigentlichen Punkt: "Sie denkt bestimmt ich möchte mich bei ihr Rächen, für die Dinge, die sie so zu mir gesagt hat."

Als wir die Tür zufliegen hörten, sahen Ned und ich uns sofort an. Es kann nur Laurel sein. Sofort sprang ich auf und ging in die Richtung. "Showtime." hörte ich Ned vor sich murmeln, sofort drehte ich mich zu ihm um und sah wie er mir hinterherging.

"Du bleibst hier, halte die Autoschlüssel bereit. Vielleicht versteckt sie irgendwo in unserem Zimmer ein Taschenmesser und ich muss schnell aus dem Haus flüchten ..." versuchte ich zu scherzen. Langsam ging ich hoch in die erste Etage und öffnete vorsichtig die Tür zu meinem Zimmer – Laurel saß auf ihrem Bett und tippte wie verrückt auf ihrem Handy herum. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich sie noch nie so früh zuhause gesehen habe. Ich räusperte mich und sagte ihren Namen: "Laurel."

"Lass mich in Ruhe Lax." fauchte sie mich sauer an, "Du hast mir nicht nur den diesjährigen Winterball ruiniert, sondern auch vor der Schule bloßgestellt." Laurel klang tatsächlich verletzt. Wusste es denn schon die ganze Schule, dass sie von Sam versetzt wurde?

"Lass mich ausreden Lau-"

"Nein." unterbrach sie mich sofort, "Ich bin echt müde und habe tatsächlich keine Lust mit dir zu streiten. Lass mich einfach in Ruhe und sprich mich einfach am besten gar nicht mehr an." Ihr Handy warf sie auf das Bett und stand dann auf, "Wegen dir bin ich die Lachnummer in meinem ganzen Jahrgang! Jeder – wirklich jeder wusste, dass Sam mit mir zum Ball gehen wollte und dann kommt meine ach so tolle Schwester." sie lächelte mich falsch an und fuhr fort: "Und spannt mir meine Begleitung aus. Kannst du mir nicht einmal etwas lassen? Ich-"

"Verdammt nochmal Laurel." unterbrach ich sie nun sauer, "Ich habe ihn dir nicht ausgespannt. Ich habe nicht einmal vor auf diesen beschissenen Ball zu gehen!" wütend verschränkte ich die Arme vor meiner Brust, "Meine ach so tolle Begleitung kennt nicht einmal deinen Namen." machte ich ihr nach und durchbohrte sie mit meinem Blick, "Er ist heute auf mich zugekommen und hat mich gefragt ob ich mit ihm auf den Ball gehen möchte. Ich habe ihn darauf gefragt, ob er nicht schon mit dir gehen würde und er meinte dann darauf, dass er dir schon abgesagt hat, weil er nicht wusste, dass ich noch frei bin – Laurel er wollte doch gar nicht mit dir zu diesem beschissenen Ball! Such dir doch jemanden in deinem Alter. Jemand der interessiert ist und deinen Namen kennt."

"Und diesen Unsinn soll ich dir noch glauben?" sie stemmte ihre Hände in die Hüften. "Du machst das doch alles bloß nur, weil du dir an mir rächen möchtest – du hasst mich! Du möchtest mir doch alles nur heimzahlen – alles was ich dir in den letzten Wochen auf den Kopf geworfen habe."

"Ich hasse dich doch gar nicht!" schüttelte ich den Kopf und sah sie geschockt an, "Du bist meine Schwester Laurel – meine Schwester!" erinnerte ich sie daran, doch sie sah genervt auf die Seite, "Glaub mir, würde ich dir irgendetwas heimzahlen wollen, würde ich nicht so eine Karte ziehen. Ich weiß wie wichtig dir solche beschissene Anlässe sind – ich bin nicht so wie du Laurel."

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