Pov Max:

„Kati, ich liebe ihn. Ich bin mir sicher. Doch ich habe keine Ahnung, wie seine Gefühle für mich sind", weinte ich in ihre Schulter. Mittlerweile erklang das Lied Speeding Cars aus meinem Lautsprecher. Ich konnte Lucas Blick in meinem Rücken spüren, doch ich wollte nicht, dass er mich so sieht. „Er mag dich, Max. Das sieht man ihm an. Man sieht es euch beiden an. Warum meinst du das Leute, die euch noch nie kennengelernt haben, denken das ihr beide ein Paar wärt?", sagte sie aufmunternd zu mir. „Aber wie soll das denn gut gehen? Ich meine, er wohnt in Köln und ich hier. Wir würden uns nur am Wochenende sehen und wenn meine Uni anfängt, kann es auch sein, dass ich am Wochenende auch mal lernen muss. Das hätte doch keine Zukunft", schluchzte ich. „Jetzt beruhige dich erstmal wieder. Finde doch erstmal heraus, wie Lucas Gefühle für dich sind. Wenn du weißt, was er wirklich für dich empfindet, dann findet sich bestimmt eine Lösung. Und wer weiß, was das Schicksal so für euch parat hält", lächelte sie mich an. Sie hatte Recht. Erstmal musste ich gucken was sich zwischen Luca und mir weiter entwickelt und dann kann ich mir Gedanken darüber machen, wie es weitergehen kann. Plötzlich zog mich jemand an meiner Schulter rum. Ich sah in Lucas grüne Augen. Er sah mir tief in meine. Dann nahm er mich in den Arm. So fest, als ob mich jemand klauen würde. „Falls es wegen mir ist, dass du so traurig bist, tut es mir leid. Ich will dich nicht verletzen. Du bist mir doch so wichtig", flüsterte er mir ins Ohr. Ich nahm ihn nun auch in den Arm. Es tat so gut. In seinen Armen vergaß ich alle meine Sorgen, meine Gedanken wie es weiter gehen könnte. In seinen Armen fühlte ich mich geborgen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ließen wir uns los. „Wollen wir jetzt vielleicht was Essen gehen?", fragte Luca und lächelte mich an. Ich atmete einmal tief durch. Dann nickte ich. Also packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg.

Auf dem Weg in die Innenstadt, erzählte ich Luca ein bisschen über die Stadt und er filmte zwischendurch ein paar Häuserblöcke. Im Restaurant angekommen bestellten wir uns alle Burger mit Pommes und Cola. Ich war die ganze Zeit ziemlich ruhig. Kati und Luca unterhielten sich. Nachdem wir gegessen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zum See. Luca wollte Kati ja noch ein paar Fragen stellen und sie dabei filmen. „Also, erzähl mal. Wie hast du Max kennengelernt?", fragte Luca Kati. „Wir gingen bis diesen Sommer zusammen in eine Klasse. Er war ziemlich schüchtern und ganz anders als die anderen Jungs in der Klasse. Also setze ich mich zu ihm", erzählte Kati. „Uhh wolltest du etwas von ihm?", schmunzelte Luca. „Nein, zwischen Max und mir war nie mehr als nur Freundschaft. Das zwischen uns war etwas Besonderes. Wir verstanden uns sofort gut und schnell wussten wir, was der andere denkt, obwohl wir uns nur kurz angesehen hatten. Das ist bis heute so", sagte sie und lächelte mich an. „Max ist, wenn man ihn erst einmal besser kennengelernt hat, auch viel lockerer. Er hat ein gutes Herz und sorgt sich immer um alles und jeden." Ich hatte das Gefühl, dass sie das mehr zu Luca als zur Kamera gesagt hatte. „Süße Geschichte", sagte Luca. Er verabschiedete sich von seinen Fans und machte die Kamera aus. Er schaute mich an. Ich hätte zu gerne gewusst, was er gerade dachte. „Ich muss jetzt langsam mal nach Hause", sagte Kati in die Runde. Sie nahm Luca in den Arm und verabschiedete sich von ihm. Danach kam sie auf mich zu. „Tschüss Kleiner. Kopf hoch", sagte sie leise als sie mich in den Arm nahm. Danach machte sie sich auf den Weg. „Und, was machen wir beide?", fragte ich Luca ohne ihm dabei in die Augen zu sehen. „Auch nach Hause? Dann könnten wir zusammen das Video schneiden?", sagte er. Er klang ein wenig traurig. War es, weil Kati nun weggegangen war? Oder weil ich ihm nicht in die Augen schauen konnte? Wir stiegen auf unsere Longboards und fuhren zu mir nach Hause. Dort angekommen setze ich mich auf mein Bett. Luca nahm sich seinen Laptop und setze sich dann zu mir. Er legte ihn aber zur Seite. Er nahm mich in seinen Arm: „Was ist los mit dir? Du bist so abweisend zu mir. Habe ich etwas falsch gemacht?" Ich schüttelte den Kopf. Ich verletzte ihn. Ich scheine ihm ja doch einiges zu bedeuten. „Was ist denn dann mit dir los? Max? Ich möchte dich wieder lächeln sehen. Das macht mich immer so glücklich", sagte er und legte seine Hand an mein Kinn, sodass ich ihn ansehen musste. Ich sah Tränen in seinen Augen. Sollte ich ihm alles sagen? Meine Gefühle? Meine Sorgen? Nein, es war noch zu früh. „Ich weiß auch nicht. Ist heute einfach nicht mein Tag. Aber du hast nichts falsch gemacht, keine Sorge", sagte ich und zwang mich zu einem Lächeln. Luca nahm mich wieder in den Arm. „Vielleicht sollten wir einfach das Video schneiden. Dann bist du ein wenig abgelenkt und dann gehen wir einfach schlafen", schlug er vor. Also machten wir uns daran das Video zu schneiden und tatsächlich, es ging mir dabei immer besser. Wir ließen die Stelle wo ich auf Luca gefallen bin drinnen und waren gespannt auf die Reaktionen der Mauz Fans. Danach machten wir uns noch etwas zu essen. Es gab Butterbrote. Als wir sie aufgegessen hatten machten wir uns fertig um ins Bett zu gehen. Wir lagen im Bett. „Du Max? Geht es dir ein bisschen besser?", fragte mich Luca. Ich nickte. „Du bist so ein Trottel. Wie soll ich wissen ob du jetzt genickt hast oder nicht? Es ist total dunkel in deinem Zimmer", lachte Luca. Ich musste auch etwas schmunzeln. „Ja, ein bisschen", antwortete ich. Ich merkte wie sich Luca zu mir drehte: „Weißt du, wie es dir noch besser geht?" „Wie denn?" fragte ich. Er drehte mich auf die Seite, sodass ich mit dem Rücken zu ihm lag. Dann legte er seine Arme um mich und drückte mich fest an sich. „So", flüsterte er mir ins Ohr. Ich lachte und so schliefen wir schließlich auch ein.

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Sie kommen sich langsam näher. Aber wann werden sie sich endlich gegenseitig ihre Liebe eingestehen? :P

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