Chapter 18

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Luke Pov

"Möchtest du das immer noch?" Fragend sah ich ihn an. Überrascht weiteten sich Jaydens Augen. "Ja klar." Ich lächelte leicht. Dann erklärte ich flüsternd, "Okay. Dann ja." Jayden fing breit an zu grinsen und kam mir näher. Seine Hände legte er vorsichtig auf meine Wangen, ich fühlte mich wie hypnotisiert. Nur noch wenige Zentimeter trennten unsere Lippen voneinander und zwischendurch schien ich das Atem vergessen zu haben, denn ich hielt die Luft an. Er stoppte und schaute mich einfach nur an, als wolle er sichergehen, dass ich es auch wirklich möchte. Wollte ich das? Wollte ich Jayden küssen? Ich nickte leicht. In diesem Moment, wünschte ich mir nichts sehnlicher, als seine Lippen endlich auf meinen zu spüren. Und genau das geschah. Es war ein sanfter, unschuldiger Kuss, seine Lippen fühlten sich rau, aber dennoch weich an. Als er anfing, sie zu bewegen, wusste ich nicht was ich tun sollte, ich hatte noch nie jemanden geküsst. "Mach das, was ich auch mache", flüsterte er mir zu und ich verstand. Vorsichtig versuchte ich seine Bewegungen nachzuahmen und nach einiger Zeit klappte es sogar, ich lächelte in den Kuss hinein. Aus Luftmangel lösten wir uns wieder und Jayden sah mich warm an. "Du küsst garnicht so schlecht für den Anfang", meinte er anerkennend und ich wurde rot. Noch immer etwas benebelt antwortete ich, "Da-Danke!" Er lächelte nur glücklich, stellte sich dann vor mich und hielt mir die Hand hin. "Komm mit. Wir gehen jetzt." "Wohin?" Ich war verwirrt, wo wollte er hin? "Überraschung", säuselte er nur und zog mich hoch, dann hob er mich auf seine Arme und trug mich zum Auto. "Lass mich runter!", quengelte ich immer wieder auf dem Weg dorthin, was er nur mit einem Lachen quittierte.

"Wo sind wir?" Fragend schaute ich ihn an. Er hatte das Auto an einem Waldweg geparkt und war grade dabei, auszusteigen. Er erwiderte nichts, öffnete nur die Tür und gab mir seine Hand, welche ich annahm. Händchenhaltend liefen wir direkt in den Wald hinein und gingen immer tiefer, in das mit Bäumen bedeckte Gebiet. Vor einem Felsen blieb Jayden stehen und forderte, "Augen zu!" Ich tat, was er verlangte, war aber etwas irritiert. Ich spürte, wie er mich vorsichtig weiterführte, darauf achtend, dass ich nicht hinfiel. Nach ein paar Minuten des Schweigens hielt er erneut an. "Wir sind da. Du kannst die Augen wieder öffnen." Langsam öffnete ich erst das eine, dann das andere Auge und musste blinzeln, da die Sonne ziemlich hell schien. Erstaunt ließ ich meinen Blick über den Ausblick schweifen. Wir standen auf einer Klippe, umgeben von Bäumen, Sträuchern und Felsen und unter uns befand sich eine Bucht, in welcher das Wasser so klar und blau, wie der Himmel, war. Man hörte die Wellen brechen und einzelne Vögel vorbeifliegen. "Das ist wunderschön!" Rief ich begeistert und drehte mich zu Jayden um, dieser beobachtete mich aufmerksam. "Gefällt es dir?" "Ja!" Nickte ich überschwänglich und kam auf ihn zu, umarmte ihn. Lächelnd schlang er seine Arme um mich und legte sein Kinn auf meinem Kopf ab. "Ich komme hier manchmal her, wenn ich nachdenken muss", erklärte er und mir wurde klar, wie sehr ich mich in ihm getäuscht hatte. Er konnte ein Arschloch sein, aber es gab auch noch diese Seite von ihm. Und ich verliebte mich immer mehr in diese freundliche, entspannte Seite von ihm. Sofort verspannte ich mich. Ich hatte mich in ihn verliebt? "Alles okay, Luke?" Besorgt schaute mich Jayden an, ich nickte nur und lehnte mich wieder zurück. So standen wir eine Weile und betrachteten die Landschaft, lauschten den Vögeln und genossen die friedliche Zweisamkeit. Ein schrilles Klingeln durchbrach die eben noch vorhandene Zweisamkeit und seufzend holte Jayden sein Handy aus der Tasche. Ashton stand auf dem Display und bevor er rangehen konnte, fragte ich ihn, wer dieser Ashton sei. 

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