Klette und Nerv

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Vielen, Vielen Dank für 6k+ Aufrufe, ich hätte mir im Februar, als ich angefangen habe, diese Story zu schreiben, niemals gedacht, dass ich Chloé's und Cécile's Geschichte bei den wilden Kerlen mit so vielen Leuten teilen könnte!
Vielen Dank an alle, die diese Story lesen, ob sie nun Kapitel favorisieren/Kommentare schreiben, oder ob sie es nicht tun, ich bin dankbar für jeden Einzelnen von euch!

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Cécile's Sicht
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Eine peinliche Stille erfüllte den Raum, als Leon zusammen mit Erik unser Nachtlager und somit auch uns, verließ.

Komisch kam es mir schon vor, immerhin hatte Erik bestimmt nicht umsonst indirekt gesagt, dass er den Rest der Mannschaft nicht dabei haben wollte.

Neben mir bewegte sich etwas, erst jetzt bemerkte ich, dass ich eine ganze Zeit lang stumm auf den Ein- und Ausgang unseres Lagers gestarrt hatte.

Juli war es, welcher sich bewegte und sich in eine gemütlichere Position brachte, bevor er mir einige Strähnen aus dem Gesicht strich.

"Alles in Ordnung?", eindeutig konnte ich den besorgten Unterton in seiner Stimme heraushören.

"Mhm. Ich hab nur das Gefühl, dass Leon nicht wirklich ernst nimmt, was auch immer Erik ihm sagen will.", antwortete ich und schüttelte meinen Kopf.

"Wie meinst du das?"

"Naja, ich denke nicht, dass Erik einfach nur so nur mit Leon gehen wollte, dafür wird es schon einen Grund geben.", ich zuckte mit den Schultern.

Vielleicht machte ich mir einfach nur zu viele Sorgen.

"Er ist halt unser Anführer.", sagte Juli knapp, nach einer kurzen Zeit ohne eine Antwort, seufzte er und legte seinen Arm um mich.

"Mach dir keine Sorgen. Leon wird es uns garantiert sagen.", er drückte mir einen Kuss auf die Wange und nickte, um seinen Worten ein wenig Ausdruck zu verleihen.

Er wusste halt schon immer, wie man mich beruhigte, wenn auch nur für eine kurze Zeit.

Meine Augen schweiften einmal durch den Raum, meine blauen Augen trafen die Grünen meiner Schwester und ich stutzte ein wenig, bis ich genau sah, was sie da tat.

Sie hatte ein Herz mit ihren Händen geformt und machte nun einen Kussmund.

Zu gerne hätte ich etwas nach ihr geworfen, jedoch kam es nicht dazu, denn Nerv stolperte nun voll zugepackt in den Raum.

Was auch immer er da alles in den Händen hielt, konnte ich nicht ausmachen, wahrscheinlich war es auch besser so.

Mehrmals stolperte er fast, fing sich aber immer wieder in der letzten Sekunde ab, was für eine Meisterleistung, das musste ich ihm lassen.

Chloé hätte sich wahrscheinlich sofort auf die Nase gelegt, so gut wie ich sie kannte.

Ein lautes Krachen war zu hören, im nächsten Moment stolperte Nerv und ließ alle Sachen, die er zuvor getragen hatte, fallen.

Also krachte es noch einmal.

Ich verkniff mir leicht ein Lachen und konnte schnell sehen, dass es allen außer Nerv selbst auch so ging.

Cécile,Chloé und die wilden KerleWo Geschichten leben. Entdecke jetzt