Feuerwhiskey und Butterbier

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Woahhh, vielen Dank für eure ganzen lieben Rückmeldungen zum letzten Kapitel, habe mich voll gefreut :) Viel Spaß beim Lesen!


„Hey, was soll das? Lass mich los.", sagte ich leicht säuerlich.

Yaxley ließ meinen Arm los. „In was für einem Aufzug schleichst du dich denn nach der Sperrstunde aus dem Gemeinschaftsraum?", fragte er mit spöttischer Miene.

„Das geht dich gar nichts an", zischte ich, „und außerdem beginnt die Sperrstunde für Sechstklässler erst um neun. Also habe ich noch ein bisschen Zeit. Und jetzt lass mich durch." Ich schob mich an ihm vorbei.

„Mit wem triffst du dich?", rief Yaxley mir nach. „Ist er aus deinem Jahrgang?"

„Geht dich noch immer nichts an", flötete ich und hatte schon fast die Steinwand erreicht, die aus dem Gemeinschaftsraum hinaus und in die Kerker führte.

„Komm schon, Isabella, verrat mir wenigstens seinen Namen."

„Was, wenn es keinen Namen gibt?", rief ich ihm über die Schulter zu und murmelte das Passwort. Die Steinwand glitt beiseite.

„Er ist aus einem anderen Haus", rief Yaxley nun mit einem wissenden Ausdruck im Gesicht. „Ist es einer von diesen lahmen Ravenclaws oder doch einer von diesen nichtsnutzigen Hufflepuffs?"

Ich schenkte ihm nur ein falsches, breites Lächeln und trat auf den Gang hinaus.

„Er ist aus Gryffindor?" Er klang beinahe bestürzt. Ich verkniff mir ein Grinsen.

„Vielleicht..." Ich grinste nun doch. „Und übrigens: Du führst Selbstgespräche, mein Lieber", sagte ich noch, bevor sich die Steinwand wieder hinter mir schloss und Yaxleys Gesicht aus meinem Blickwinkel verschwand.

Professor McGonagalls Klassenzimmer lag im ersten Stock und somit erreichte ich den Korridor bereits nach einigen Minuten und war nicht gezwungen durch das halbe Schloss zu irren. Ich fand mich in Hogwarts noch immer nicht richtig zurecht, obwohl ich bereits seit mehreren Monaten hier lebte. Hinter der soliden Holztür drang bereits Stimmengewirr und vereinzeltes Gelächter hervor. Gerade als ich mich fragte, ob ich nun anklopfen oder einfach eintreten sollte, hörte ich hinter mir jemanden meinen Namen rufen. Ich drehte mich um. Katie kam auf mich zu gerannt und grinste mir zu. Hinter ihr erkannte ich Alicia Spinnet aus dem Jahrgang über mir. Sie trug ein rotes Top – Katies Top.

Ihre bernsteinfarbenen Augen musterten mich mit leichter Skepsis. Dass ihre beste Freundin mit einer Slytherin befreundet war schien bei ihr eher auf Missfallen zu stoßen. Ich lächelte ihr zu und sie lächelte sogar ein wenig unsicher zurück. Dann wurde das peinliche Schweigen zwischen Alicia und mir auch schon gebrochen, denn die Tür von McGonagalls Klassenzimmer flog auf und Fred Weasley schwenkte mit einer Flasche Butterbier vor unserer Nase herum und winkte uns in den Raum.

„Immer hereinspaziert, die Ladys", sagte er grinsend und geleitete uns in das lärmige Zimmer.

Fred und George schienen gute Arbeit geleistet zu haben, denn der Klassenraum war kaum wiederzuerkennen. Eine halbe Stunde später fand ich mich auf einer improvisierten Couch mit einer Flasche Butterbier zwischen Angelina Johnson und Michael Corner aus Ravenclaw wieder. Die Gryffindorpartys schienen ziemlich turbulent zuzugehen. Ginny Weasley stand ein wenig abseits in einer Ecke und knutschte mit einem dunkelhäutigen Gryffindor. Michael starrte die beiden feindselig an. Ob er mal mit Ginny gegangen war? Ich wusste es nicht und im Grunde interessierte es mich auch herzlich wenig.

Das Butterbier war angenehm warm und ich beobachtete mit Hingabe die Weasley-Zwillinge dabei, wie sie eine neue Erfindung ihrer sogenannten Nasch-und Schwänz-Leckereien präsentierten. Irgendwann hatten sich Ginny und ihr Kusspartner verzogen und jemand hatte die neue Platte von Celestina Warbeck aufgelegt.

Isabella Malfoy - You may know my name, but not my story.Lies diese Geschichte KOSTENLOS!