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Das piepsen nervte mich total, aber das konnte ich nicht abstellen. Überhaupt nichts konnte ich machen! Gar nichts!!!!! Abgesehen davon zu hören, wie mir jemand vorliest, mir Musik an macht oder weint. Ich konnte nichts spüren oder sehen, nicht einmal riechen verdammt. Ausnahmsweise war es ruhig, doch ich konnte jemanden atmen hören. Wahrscheinlich hält die Person meine Hand und ich merk es nicht. Ich muss wirklich viel gesoffen haben, dass ich so einen Blackout hab. "Gib nicht auf kleine Sinclair. Denn Sinclairs geben nicht auf", das ist sicher Mrs. Trimbee. Also hat sie sich verraten, ob sie weiß, dass ich sie hören kann? Sicher nicht. Aber jetzt freue ich mich einfach nur. Mein Name ist Remington Alesia Sinclair.

Taylor:

Die Jungs bastelten in unserem Zimmer rum und ich sitze hier oder bin im Unterricht. Remy ist nie allein, das einzige das mich beruhigt. Manchmal muss ich mich zwingen aufzupassen. Jede Sekunden könnte was passieren, aber es würde ohne sie passieren. Ihr Lachen fehlt mir so viel mehr, als ich gedacht hatte. In Mathe verstand ich nur noch Bahnhof und auch im Training war ich schlecht. Jetzt war ich geduscht, die neue Dusche war echt super krass und die Badewanne ist mehr ein Whirlpool, als eine Wanne. Unser Zimmer war ein Paradies geworden. Zada hatte aus ihrer Mall Vorhänge, Handtücher und so Zeug mitgebracht. Aiya und Mila hatten die Schule verlassen, ihre Eltern konnten sich genauso wie sie an kaum etwa erinnern, was den Zirkel betrifft, zum Glück hatten die sich alle zu gekippt. Irgendwie ist es besser so, auch wenn Harry und Jackson mir leidtun.

"Tay, ich hab eine Idee, aber du musst mir helfen", Leroy und Oscar standen vor mir, was ist es diesmal? Wie irre wird das noch werden? "Was soll ich machen?", etwas genervt, weil sie schon so viele bescheuerte Ideen gehabt hatten. Doch Oscar sah mich so zuversichtlich an, dass ich nicht anders konnte. Leroy erklärte: "Du musst ihr einen kalten Waschlappen auf die Stirn legen und dann tu so, als würdest du sie wecken. Easy, wir sorgen dafür, dass niemand dich erwischt." Okay, das hörte sich dämlich und super easy an. Also warum nicht? Ich nickte zustimmend, ein Versuch mehr oder weniger macht es jetzt auch nicht mehr. "Ich hol 'nen Lappen und ihr lockt schon mal alle aus der Krankenstation raus." Die beiden nickten und zogen los. Ich holte aus dem Bad den Lappen. Es ist der Millionste Versuch und es ist Morgen sieben Tage her, dass sie ins Koma gefallen ist. Also auf ein Neues!

Ich stand wieder vor ihr. Die Schläuche machten mir schon gar nichts mehr aus. "Hey Rem, ich weiß, du schläft und willst sicher nicht gestört werden, aber so langsam wird's Zeit mal wieder die Augen auf zu machen", sagte ich und legte ihr Vorsichtig den Lappen auf die Stirn. Keine Regung. Plötzlich piepste es so laut und es gab einen Alarm. Ihr Herz schlug so schnell, dass der Alarm immer lauter wurde. Ich nahm den Waschlappen runter und ging raus. Mrs. Trimbee rannte rein. Ich hörte sie nur noch rufen: "Komm schon Mädchen, nicht aufgeben jetzt, du bist doch ein starkes Mädchen!!" Schon wieder schief gelaufen, Scheiße!!

Ich hatte Tay gehört, sie wollte mich aufwecken. Scheiße!! Ich spüre etwas Nasses auf meiner Stirn! Ich kann es spüren!! Hey Tay, es funktioniert!!! Hörst du mich nicht?! Es hat geklappt!! Aber ich spürte noch mehr. Luft wurde immer wieder in mich reingepumpt, und irgendwas steckt in meinem Hals! Ich war doch nur BETRUNKEN! Das piepsen wurde immer lauter, aber nicht schneller. Ich hustete, denn ich bekam keine Luft. Also meine Lunge füllt sich mit Luft und entleert sich, aber ich kontrolliere es nicht! Verzweifelt hustete ich. "Ich extubiere, falls sie es nicht allein schafft, intubieren wir wieder. Susann, halt ihre Hand fest", Mrs. Trimbee hatte mich intubiert! Ich hing an einem Scheiß Beatmungsgerät!! Warum? So betrunken kann ich doch nicht gewesen sein, oder etwa doch?

Der Schlauch war draußen, aber meine Augen bekam ich trotzdem nicht auf. Das Gefühl in meinen Händen kam langsam zurück. "Kannst du Taylor, Leroy und Oscar Bescheid geben Beth?", fragte Susann und ich hörte jemanden gehen. Es kostete mich viel Kraft, aber ich bekam meinen Kopf gedreht. Meine Augen bekam ich weit genug auf um Susanns Gesicht zu sehen. Ich versuchte etwas zu sagen, aber von ihr kamen nur Tränen und ein Versuch mich zu beruhigen: "Ruh dich aus, aber schlaf nicht zu lange. Ich bin hier wenn du wach wirst." Meine Kraft verließ mich und meine Augen fielen wieder zu.

Die Legende der AgentinLies diese Geschichte KOSTENLOS!