Hallooo und ♡-lich Willkommen bei Heartbeat ! :)

Die Geschichte ist inzwischen abgeschlossen und genauso wie die beiden Fortsetzung Heartthrob und Heartdance! :) Hier oben kannst du den Trailer zu dieser Geschichte anschauen.

So, und jetzt halte ich dich auch gar nicht mehr länger auf, viel Spaß :) Fühl dich ganz fest gedrückt! :) ♡


 



 Ich hatte nie an Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Wie will man sich in jemanden verlieben, den man noch nie gesehen hat? Das geht nicht, ist doch lächerlich. All das wurde jetzt über den Haufen geworfen. Alles um mich herum verblasste, blieb stehen und verschwand.Ich konnte nur eins sehen, und das waren diese wunderschönen grünen Augen in dem Gesicht des schönsten Jungen der Welt.    

 - Sams Welt war ganz normal, das Leben eines 18-jährigen Mädchens eben. Bis sie Harry Styles aus heiterem Himmel gegenüberstand. Doch so schnell wie er aufgetaucht ist, war er auch wieder verschwunden. 

Wie konnte Sam ihn nur wiederfinden? Sie war schließlich nur irgendein Mädchen unter Millionen! Plötzlich veränderte sich alles von einem Herzschlag auf den nächsten  – Heartbeat...


© Copyright reserved. 2014  Nina Lealie.

[P. S.: Bei meinen Büchern gibt es keine Autorenkommentare an den Kapitel-Enden. Wundert euch nicht darüber. Ich möchte einfach, dass meine Bücher wie „echte Bücher" sind, und da gibt es ja auch keine Autorenkommentare mitten im Buch. :)]


 



„Saaaaaam, jetzt komm endlich!", rief meine Cousine aufgeregt und sprang auf der Stelle auf und ab.

„Ja, ja, ist ja gut", gab ich lachend zurück, sperrte meinen roten Mini ab und lief ihr hinterher. Oh Mann, auf was hatte ich mich da nur eingelassen. Wir liefen den Fußweg in Richtung Olympiahalle - naja, also ich lief und Jana, meine Cousine, sprang. Sie war schon seit gestern so hyperaktiv. Seit dem Tag, an dem ich die Wette verlor...


„Jetzt komm schon, ist doch nur 'ne kleine Wette!", grinste mich Manu an.

„Nein, vergiss es, sie ist DEINE Schwester, also musst du mit!", rief ich lachend, doch er wollte nicht nachgeben.

„Das ist aber unfair, ich werde so oder so gegen dich verlieren!", schmollte ich gespielt.

„Tja, was meinst du denn, wieso ich diesen Blödsinn überhaupt mache", grinste er mich frech an. Er senkte seine Stimme und sagte so leise, dass nur ich es hören konnte: "Komm schon, Sam, bitte, du weißt, was ich an dem Tag vorhabe..."

„Genug gestritten", unterbrach Jana uns, ohne Manus Geflüster mitgekriegt zu haben, "auf die Plätze, fertig, los!!", rief sie.

Nach anderthalb Minuten war klar: ich hatte verloren. So ein Mist. Aber wie soll ich im Mohrenkopf-Wettessen auch gegen meinen 1,90m-großen Cousin gewinnen, der einen Mund wie ein Scheunentor hat?! Unmöglich! – Tja, nun hatte ich verloren –


– weswegen ich jetzt in diesem schrecklichen Herbstwetter bei  Nieselregen über das Münchner Olympiagelände gehetzt wurde. Jana, meine 15-jährige Cousine, war nämlich einer der größten One-Direction-Fans, die man auf der Welt finden konnte. Ungelogen. Es war schon ein wenig gruselig, wenn man in ihr Zimmer ging – sogar die Decke war komplett mit Postern von Harry, Niall & Co. bedeckt. Jeder Quadratmillimeter ihres Zimmers war mit diesen fünf Jungs beklebt! Sie hatte sogar einen Papp-Liam und einen Papp-Harry in ihrem Zimmer stehen. – Harry hatte ich ihr zum 15. Geburtstag geschenkt, wow ist sie damals ausgeflippt, ich musste heute noch lachen, wenn ich daran dachte. Ihre Besessenheit war schon süß. Und die Jungs ja irgendwie auch. Ich meine, da sieht ja einer besser aus als der andere! Aber trotzdem war ich kein wirklicher Fan, ihre Musik gefiel mir nicht so gut. Es gab schon ein paar Lieder, die ich wirklich gern mochte, wie zum Beispiel „They Don't Know About Us" oder „I Want", aber der Rest war nicht so mein Musikgeschmack. Ich war eigentlich eher auf der HipHop-Schrägstrich-R'n'B-Schiene. Ich tanzte nämlich auch HipHop – allerdings war ich auch ein waaahnsinniger Balladenfan, weswegen ich „Taken" und „Little Things" ebenso liebte.

„Saaaaaaaaam!!", riss mich Janas Stimme aus meinen Gedanken.

Oh, wir waren schon da.

Gut, nun standen wir also vor dem Hintereingang der Olympiahalle. Neben ungefähr 150 weiteren kreischenden, weinenden, hysterischen, 13- bis 15-jährigen Mädchen.

Warum wir hier standen? One Direction würde hier heute ein Konzert geben. Und irgendwie mussten sie ja auch zur Halle kommen, apparieren kann ja nur Harry Potter und nicht Harry Styles, also mussten die Jungs hier irgendwann auftauchen.

Genau hier.

– So hatte sich das zumindest meine kleine, verrückte Cousine in den Kopf gesetzt. Es gab hier ja nicht noch ungefähr 20 andere Eingänge, nööö, die würden ganz bestimmt hier durch diesen kommen. Ich hatte mich zurückgehalten und nichts von meinen Gedanken geäußert, dass sie womöglich nicht durch diesen Eingang in die Halle gehen würden. Weswegen ich ehrlich gesagt schon ein schlechtes Gewissen hatte.

Ich sah zu meiner Cousine und musste unwillkürlich lächeln. Ihre graublauen Augen strahlten und ihre Wangen waren etwas gerötet, sie fuhr sich ständig durch ihre schulterlangen, braunblonden Haare und ihre Augen wanderten rastlos umher, auf der Suche nach ihren fünf Helden.

Ich musste an Manu denken, diesen blöden Verräter. Dank dieser Wette stand ich jetzt hier und nicht er. Warum hatte ich mich auch überhaupt darauf eingelassen, im Wettessen hatte ich noch nie eine hauchdünne Chance gegen ihn gehabt! Ich war einfach zu nett für diese Welt. Nur weil er ein total süßes Date mit seiner Freundin ausgemacht hatte und deswegen nicht hierher mitkonnte, bin ich sozusagen für ihn eingesprungen. Dafür ist der Gute mir aber etwas schuldig, aber sowas von!!

Plötzlich machte es das überall bekannte iPhone-Whatsapp-„Pliiing". Alle Mädels um mich herum nahmen geschäftig ihre Handys raus, weil jede dachte, es wäre ihres gewesen, das das Geräusch von sich gegeben hatte. Doch alle steckten ihr Handy wieder enttäuscht weg. – Wieso hatten hier alle Dreizehnjährigen eigentlich ein iPhone?! Ich schüttelte meinen Kopf und verzog den Mund.

„Sammy, das war deins", sagte Jana geistesabwesend – sie starrte immer noch umher, als könnten ihre Idole wie aus dem Boden gestampft auftauchen.

„Oh, stimmt."

Ich zog mein Handy hervor und las die Nachricht von Manu:

‚Naaaa, sind die Superhelden schon da? :D Ich bin dir wirklich soo dankbar, dass du mit ihr gefahren bist, du bist und bleibst einfach die Beste! :* Kannst du mich aber mal kurz bitte anrufen? Ich hab ein Problem :/ ..'

Ich seufzte. Was tat man nicht alles für seinen Cousin, der gleichzeitig der beste Freund war...

Ich tippte Jana von hinten auf die Schulter: „Schätzchen, ich muss hier raus, ich geh kurz telefonieren."

„Jep, okay", sie drehte sich um und umarmte mich plötzlich. „Ich hab dich so lieb, Sammy, danke, dass du mit mir hierhergefahren bist. Du bist so toll, wirklich. Ich bin froh, dass ich dich als Cousine hab!"

Ich löste mich von ihr und lächelte sie an. Ihre Augen strahlten noch mehr. Schon allein das war es wert, mit ihr hier zu sein.

Ich schälte mich aus der kreischenden Menge. Von allen Seiten wurde ich angemurrt und schräg angeschaut, wer verlässt schließlich einfach den heiligen Ort, den One Direction gleich betritt?! Ich musste innerlich lachen, als ich zwei Mädchen sah, die anfingen zu flüstern und mit dem Finger auf mich deuteten. Oh Mann, wenn ihr sonst keine Probleme habt, dachte ich grinsend.

Als ich am Rand der Menge angekommen war, sah ich mich um. Na super, nichts als Fans, so ein Mist, wie sollte ich hier denn telefonieren?!

Ich entfernte mich von der Halle und die Fan-Besiedelung wurde immer weniger. Ich lief weiter und blickte dabei auf mein Handy. Als ich aufsah, stand ich am Anfang einer versteckten Tiefgarageneinfahrt. Perfekt, hier war ich ungestört und konnte telefonieren. Bestimmt gab es irgendein Problem bei Manus Date-Planung und die liebe Sam musste mal wieder herhalten und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ich stand nun also auf dieser Rampe, die ins Erdinnere führte – als ich mich umdrehte, auf ‚Nummer wählen' tippen wollte – und jemand mit Vollkaracho in mich hineinrannte.

HeartbeatLies diese Geschichte KOSTENLOS!