Kapitel 23

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Die grünen Augen des Kindes funkelten Matthew an.
Er war rein und unschuldig, hatte kein Leid erfahren und das sollte auch so bleiben. Er strampelte freudig mit den Ärmchen und Beinchen umher und lächelte Matthew mit einem glücklichen Blick an.
Matthew hatte noch nie etwas Schöneres gesehen als dieses Gesicht. Er wünschte sich jedes Mal, dass Lucy jetzt neben ihm stünde und ebenfalls dieses Wunder der Natur sehen konnte, doch noch war es nicht so weit.
"Komm her zum mit" sagte Matthew leise zu dem Baby und hob es mit sanften Umarmungen hoch an seine Brust, wiegte es langsam hin und her und sang leise ein Lied.
"Dir wird nie ein leid widerfahren! Du wirst immer glücklich sein! Solange ich lebe! Das verspreche ich dir!" Flüsterte Matthew leise in das Ohr des Baby's und küsste es sanft auf die Stirn. Das Kind gab ein leises und freudiges Quieken von sich und lächelte breit zu Matthew herauf. Er lächelte zurück und drückte das Kind ein bisschen fester an seine Brust.
"Komm wir gehen zu Mama! ok?" Sagte Matthew und schaute erwartungsvoll zu dem Säugling herunter. Dieser strampelte zustimmend und streckte seine winzigen Hände Matthew entgegen.
Matthew ging langsam und behutsam durch die langen Korridore des Krankenhauses und achtete auf jedes Hindernis, um nicht irgendetwas zu übersehen oder zu stolpern.
Nach ein paar Minuten war er unten in der Notaufnahme und stand vor dem Bett, wo der Körper von Lucy ruhig dalag und keine Bewegung von sich gab.
Matthew setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett und schaute wieder eine ganze Weile auf den leblosen Körper herunter.
"Hallo Lucy. Kannst du mich hören? Wenn ja, dann Geb mir ein Zeichen!" Sagte er mit schwacher Stimme und schaute erwartungsvoll zu Lucy herüber. Und eben als er aufgeben wollte, bewegte sich ihr einer Finger kurz  und ihre Augenlider begannen zu zucken. Sie verstand ihn, sie war noch da, sie kämpfte.
"H hallo mein Schatz. Ich bin es! Matthew!" Sagte er aufgeregt und nahm mit seiner freien Hand die ihre.
"Ich habe dir jemanden mitgebracht, der dich unbedingt kennen lernen will!" Fuhr er fort und legte das Baby langsam auf ihre Brust.
Dann geschah etwas merkwürdiges. Der Säugling breitete seine Arme aus, machte seine Augen zu und schlief ein. Er erkannte sofort den Geruch und die Anwesenheit seiner Mutter wieder und spürte die Liebe, die von ihr ausging, mehr als jeder andere.
Matthew setzte sich neben die beiden und beobachtete beide ganz still und ruhig.
Er wusste, dass das Kind in guten Händen war. Er wusste, das es Lucy gut tuen würde, das Kind bei sich zu haben und es zu fühlen.
Matthew saß ganz still da. Er bewegte keinen Muskel von sich. Er schaute einfach nur auf das Bett. Es kam ihm vor wie Stunden.
Alles war still. Nur das stetige Piepen des Herzschlagmessers war zu vernehmen, aber auch das blendete Matthew nach kurzer Zeit aus.
Mutter, Sohn und Vater vereint. Wenn auch nicht vollständig, aber doch genug für diesen einen Augenblick.

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