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Jemand rüttelte an mir. "Komm schon! Steh auf! Sonst schmeißen die dich so in den See!" Ich drehte mich wieder auf die andere Seite und verdrängte die nörgelnden Stimmen an meinem Ohr. Irgendwann müsste ich zwar aus diesem Bett raus, aber vorerst nicht. Ich nickte fast wieder weg, als mir plötzlich meine Decke geklaut wurde. "Hör auf, ich kann ausschlafen heute", quengelte ich. Ohne Vorwarnung wurde ich aus dem Bett gezogen. Jemand trug mich, aber ich wollte weiterschlafen, aber in meinem Bett! Der erste Schlag saß sofort. Direkt ans Schlüsselbein. "Boah! Scheiße!" Auf die Beine hatte ich es geschafft, aber meine Augen wollte ich einfach noch nicht die Luken aufmachen. Ich wurde festgehalten und dann über jemandes Schulter geschmissen.

Das war doch echt Scheiße!! Erst kann ich nicht nach Hause fliegen und jetzt werde ich aus meinem Bett entführt! Diese Schule hat doch echt nichts mehr mit Schule zu tun! Wenn ich richtig Wach bin, dann lernt dieser Vollidiot mich erstmal richtig kennen!

Meine Füße werden vom Wind berührt, also war ich aus dem Gebäude gebracht worden. Wohin wollten die mich denn nur bringen? So viel gibt es hier doch gar nicht! "Jetzt wollen wir mal unsere Schlafmütze aufwecken!" Platsch! Echt jetzt?! Der See? Mein armer Pulli. Oh Scheiße! Kethie wird mich umbringen, wenn der jetzt im Arsch ist! Warum eigentlich immer ich?

Kaum war ich aufgetaucht, sagte Tay plötzlich: "Wir müssen auf Kommando zur Ein Kilometer Boje und zurück. So schnell wie möglich." "Tut uns leid, aber wir wussten nicht, dass die das heute machen, Mrs. Green scheinbar auch nicht", sagte Cassy und deutete hinter sich. Nur zwei andere Lehrer waren da, wobei die Lehrerin echt sehr viel wacher aussah, als der etwas ältere Lehrer. "Das sind unsere Haupttrainer. Mr. Cameron und Mrs. Monroe", sagte Taylor erklärend und dann rief dieser müde aussehende Mr. Cameron: "Bereit machen Schüler! Und LOS!!" Alle schwammen wie irre los.

Die Wut in meinem Bauch war riesen groß. Aber ich war mir irgendwie nicht sicher, ob ich schwimmen wollte. "Na LOS!", schrie der Trainer von hinten. Na gut, dann mach ich das wie im Schulwettkampf. Ich rannte durchs Wasser und dann schwamm ich los. Ich holte von hinten auf. In Windeseile hatte ich es an die Spitze geschafft. Nun, ich schwimme eben Kraul und nicht Brust. Plötzlich war da niemand mehr den ich aufholen musste, es ging nur noch darum schneller zu sein als sowieso schon. Vielleicht schaff ich einen persönlichen Rekord. Sehen wir es einfach als Herausforderung. Mein alter Trainer kam mir in den Sinn. In meinen Ohren klang das Lied Ego, das von Willy William. Dazu war ich lange Zeit geschwommen und hatte den Takt aus dem Hintergrund genommen um schneller zu schwimmen. Es war schon fast vier Jahre her, aber trainiert hatte ich trotzdem noch. Mal sehen wie gut ich in Form bin.


Susann Green:

"Warum wurde ich von der Übung nicht unterrichtet?", ich war sauer, immerhin stand ich hier mit dem restlichen Kollegium in Bademantel und Latschen. Charles war deutlich zu weit gegangen und Jenny hatte natürlich mitgemacht. Jemand zog mich an meiner Taille an sich heran, ich bekam einen Kuss auf die Wange und dann sagte Nathan: "Der Bademantel steht dir hervorragend Schatz." ER war einfach zu perfekt. "Wie lief es gestern mit dem Neuzugang?", fragte er, als mir siedend heiß einfiel, dass ich sie noch nicht gesehen hatte. "Charles! Charles! Wo ist unsere neue Schülerin? Ungefähr 1,80 groß, braune Haare und blaue Augen", schnell beschrieb ich ihm Remy. Aber der Werte Herr war zu beschäftigt mit seinem bescheuerten Klemmbrett und der Stoppuhr, als dass er antworten könnte. Jenny fragte plötzlich in die Runde: "Oscar musste eine junge Dame ins Wasser befördern, sie könnte passen, oder?" "Und wo ist sie jetzt?!", das fing ja brilliant an, da hatte sie Zweifel und durch diese Aktion würde sie wahrscheinlich an die Decke gehen. "Sie hat gezögert, aber sie ist los geschwommen", meinte Jenny abwesend.


Jetzt raus aus dem Wasser und die Zeit abholen. Der Pulli war verdammt schwer und klebte an mir, aber ich würde jetzt meine Zeit holen und dann meinen Koffer wieder einpacken. Mrs. Green stand neben dem Trainer, auf den ich zu hielt: "Zeit?!" „24.57", sagte er grimmig und niemand sagte etwas. Dann grummelte er griesgrämig: "Name!" "Remy." "Den ganzen Namen! Ist das etwa zu schwer für dich?!", er war echt schlecht drauf. Aber ich antwortete ebenso genervt: "Vielleicht fragen Sie nächste Mal bevor Sie eine neue Mitschülerin ins Wasser schmeißen lassen. Mein bester erster Tag, den ich je hatte!" Mrs. Green reichte mir ein Handtuch und ich wischte mir das Gesicht trocken. Er startete noch einmal einen Versuch: "Ich brauch deinen Namen." "Remington Gracia Haze", sein Gesicht war unbezahlbar, doch seine Reaktion war noch besser: "Bitte nicht." Mit einem Grinsen im Gesicht ging ich mit Mrs. Green mit. "Remington, das ist mein Ehemann Nathan. Er macht den ganzen langweiligen Kram der so anfällt", sie zwinkerte mir zu und ich schaffte es doch tatsächlich zu lächeln. "Schön dich endlich kennen zu lernen Remy", sagte er und streckte mir die Hand hin. Ich trocknete meine ab und schüttelte sie. Er fügte noch hinzu: "Du hast gerade den Streckenrekord gebrochen, also sei nicht nachtragend mit Mr. Cameron und Mrs. Monroe." "Ich hätte schneller seien können, aber der Pulli hat mich doch etwas langsamer gemacht." Das lächeln verging ihm und dann trudelten so langsam die anderen ein.

Die Legende der AgentinLies diese Geschichte KOSTENLOS!