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Das Camp war schnell vergangen. Wie heißt es: Je schöner etwas ist, je schneller Vergeht die Zeit.
Es war der letzte Tag und mein Koffer schon gepackt. Wir hatten eine Menge Spaß und ich hatte mich doch allen Ernstes gut mit den anderen Mädchen verstanden. Wir spielten noch ein letztes Mal Pool. Ich verlor wieder Haus hoch, aber wir hatten unseren Spaß. Die anderen Mädchen wurden nach und nach abgeholt und ich blieb allein mit Allie und Karen zurück.

Sie brachten mich zum Flughafen und dann warteten wir nur noch auf den Check-In. "Der Nächste", die Frau war genervt und gestresst, eine echt bescheuert schlechte Kombi. Ich streckte ihr meinen Pass hin und stellte meinen Koffer auf das Band. Musternd starrte sie mich an. "Was?", jetzt war ich genervt. Sie winkte einem Kollegen zu und der kam dazu: "Was gibt es?" "Sehen Sie sich das an, Sir." Er musterte erst das Ticket, dann den Bildschirm und dann mich. "Was ist los? Stimmt was mit dem Ticket nicht?", meine Geduld war langsam ausgereizt.

Karen und Allie waren zu ihrem eigenen Terminal gegangen, denn auch sie wollten nach Hause. Es waren Neun Mädchen aus London gewesen, Zehn aus den USA und ich als Einzige aus Deutschland. Und eigentlich wollte ich nur noch nach Hause zu Kethie. Aber diese beiden Menschen machten es komplizierter als es ist. "Kommen Sie schon, ich bin die Person auf dem Pass. Ich bin vor genau Zehn Tagen hier angekommen und würde jetzt gern zurück nach Hause." Doch die beiden interessierte nicht was ich sagte. Der Mann kam hinter dem Tresen hervor und bat mich ihm zu folgen. Das hieß nichts Gutes. Er brachte mich zu einem Büro. Wir befanden uns immer noch in der Flughafenhalle, doch sehr abseits jeglicher Türen.

"Setzen Sie sich Miss, es wird gleich jemand kommen um Sie abzuholen." Der Typ hatte Nerven mich hier allein sitzen zu lassen, aber das gab mir die Möglichkeit Kethie anzurufen. Ich wählte ihre Nummer und ließ es tuten. Sie hob einfach nicht ab. Nach mehreren Versuchen steckte ich mein Handy zurück in meine Tasche.

Nach fast einer Stunde kam der Typ in Begleitung von zwei andern Typen wieder. Schwarze Anzüge und Piloten Sonnenbrille, die sahen aus wie von der Mafia. Ausgerechnet mich musste das treffen. Nun gut, dann sollten die Spiele beginnen.

"Miss Remington Gracia?", fragte der Typ mit der blau spiegelnden Brille. Es nervte mich wenn man mich mit meinem Vollen Namen ansprach, denn nur meine bescheuerten Lehrer machten das. "Ein Pluspunkt für die richtige Aussprache, aber mein Name ist Remy."

"Gut, Miss Remy. Wir möchten..." Natürlich unterbrach ich ihn. Es störte mich, dass er einen Vorteil hatte. Dieses Problem musste ich dringend lösen: "Wie heißen Sie zwei denn?" Meine Frage war gespielt höflich, ich war darin gar nicht mal schlecht. "Mein Name ist Taavi und das ist mein Partner Elias. Wir sind hier um dich zur Schule abzuholen", gut, der zweite Mister war genauso unheimlich wie der Erste.

"Und wer hat Ihnen beiden das gesagt?", es war einfach nur ein schlechter Witz. Dieser Elias meldete sich wieder zu Wort: "Ihre Mutter hat darum gebeten." Mir entfuhr ein bitteres Lachen. "Ich habe keine Mutter", war meine kühle Antwort. Doch Taavi versuchte eine Erklärung: "Oh doch, Ihre Mutter hat sie dort angemeldet. Das sind Sie seid ihrer Geburt." "Okay Jungs, wenn ihr von Claire Davidson redet, die ist lange nicht mehr Teil meines Lebens." Es war solange her, dass mich jemand mit dieser Frau konfrontiert hatte. Statt die Klappe zu halten, machte dieser Idiot von Muskelprotz weiter.

"Ich rede von ihrer richtigen Mutter. Miss Haze, wir haben nicht besonders viel Zeit, Sie werden schon erwartet."

"Schön, meine richtige Mutter heißt Claire Davidson und ist eine Killerin. Mein Vater ist Brant Davidson und der ist ein Kinderschänder. Wollen Sie zwei noch mehr wissen? Oder darf ich jetzt endlich nach Hause?", ich war genervt und die beiden machten es nun wirklich nicht besser.

Die Legende der AgentinLies diese Geschichte KOSTENLOS!