Kapitel 19

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"Es ist ein Junge" sagte der Arzt und überreichte das Baby Matthew. Matthew könnte es nicht glauben, er starrte das Kind an und zitterte leicht, was das Kind zu beruhigen schien.
"D d das ist mein Kind!"
Er lächelte und streichelte mit seinem Daumenabdruck den kleinen Kopf von seinem Kind. Er drückte den Jungen ganz sanft an seine Brust und wiegte es sanft hin und her. Das Kind machte keinen Laut, es atmete ruhig durch seinen Mund und strampelte ganz sanft mit seinen Beinen herum.
"Lucy! Schau mal! Das ist unser Kind! Das ist unser Junge! Unser kleiner Hosenscheißer!" Sagte Matthew und wand sich zu Lucy. Er hatte ein strahlendes Lächeln aufgesetzt und schien überglücklich.
"Lucy?" Kein Bewegung.
"Lucy!" Immer noch keine Bewegung.
"Luucy!!" Matthew rüttelte leicht an ihr, doch immer noch keine Reaktion.
Der Arzt lief auf die andere Seite des Bettes, nahm Lucy's Hand und legte seinen Finger auf die Pulsader.
"NOTFALL IN STATION 377" schrie der Arzt und rannte zu Matthew auf die andere Seite.
"Geben Sie das Baby der Hebamme und gehen sie hier raus! Sofort!" Sagte er in einem ernsten Ton und befahl Matthew auf der Stelle zu gehorchen.
"WAS IST MIT MEINER FREUNDIN?" Schrie Matthew und rannte dem Arzt hinterher, der mittlerweile auf die andererseits des Saales gegrämt war.
"Geben Sie mir das Kind und kommen Sie bitte mit!" Sagte die Hebamme in einem ruhigen Ton und versuchte Matthew zu beruhigen.
"NEIN!! ICH WILL WISSEN WAS MIT MEINER FREUNDIN LOS IST!!" Beharrte Matthew und schaute den Arzt mit böse und traurigen Augen an.
"Ihre Freundin hat durch die Anstrengung einen Herzinfarkt bekommen, wir müssen sie in ein künstliches Koma versetzten. Da ihre Organe aufgehört haben zu arbeiten!" Sagte der Arzt mit kritischem Ton "bitte verlassen Sie jetzt den Raum! Wir werden Ihnen alles weitere danach erklären!"
Matthew, das Baby immer noch auf dem Arm, ging aus dem Zimmer und setzte sich auf einen Stuhl im Gang.
"Geben Sie mir das Baby! Es braucht Ruhe und einen Platz zum schlafen! Wenn sie es behalten, könnte das das Leben ihres Kindes ebenfalls in Gefahr bringen!" Sagte die Hebamme nun in schrofferem Ton und schaute Matthew durchdringend an. Matthew stand auf und lief hinter der Hebamme her und brachte das Kind in den Schlafsaal der Neugeborenen, wo er es langsam in einen der Kästen legte mit der Nummer 9.
Danach rannte er zurück zu dem Zimmer seiner Freundin. Er sah, wie sie Lucy aus dem Zimmer brauchten und zum Aufzug rannten. Mit schnellen Sprüngen holte er auf und lief hinter den Fachkräften her. Der Monitor, der an das Bett angebracht war, gab einen Piepser nach dem anderen von sich und wurde allmählich langsamer. Dementsprechend hektischer wurden die Ärzte und versuchten mit allen Mitteln Lucy am Leben zu erhalten.
"Bitte Lucy! Bleib bei mir! Bleib am Leben! Etwas anderes verlange ich nicht von dir!" Flehte Matthew und zitterte am ganzen Leib, seine Träume von einer perfekten Zukunft waren im Stande zu verschwinden , sich in Luft abzulösen und ihn im Stich zu lassen.
Das durchgehende Piepen des Monitors war nicht zu überhören. Matthew starrte auf den roten durchgezogenen Stich auf dem Monitor und wurde Kreide bleich. Er fiel auf den Boden, unfähig sich zu bewegen, vollkommen hilflos. Er starrte zur Decke, das gleißende Licht der Deckenlampe Stack in seinen Augen. Er sah aus, wie ein Kleinkind, das alleine in einem dunklen Wald die Orientierung verloren hatte.
"LUUUUUUCCCCYYYYYYYYY!!!!!"

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