15.

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Selena:

Der Monat ging viel zu schnell vorbei.
Irgendwann ist mir die Dienerschafft sehr ans Herz gewachsen. Alle hier waren sehr freundlich zu mir, aber auch zueinander. Diese Stimmung kannte ich vorher nicht, doch es gefiel mir.

Langsam setzte ich mich auf. Heute war mein letzter Tag, Leander lag schlafend neben mir. Ich musste augenblicklich grinsen und küsste ganz leicht seine Lippen. Er brummte kurz und schlief dann einfach weiter. Dann stand ich auf und machte mich halbwegs fertig. Das richtige, mussten natürlich die Zofen machen. Ich ging mir nur einmal durch mein Haar und zog mir etwas dünnes über.

Draußen brach der Frühling an. Ein paar Vögel fingen wieder an zu zwitschern und die ersten Bäume bekamen Knospen. Selbst der Schnee wich langsam. Ich drehte mich und konnte nicht glauben das ich hier war, und es morgen wieder zu Ende sei. Plötzlich schlossen sich zwei starke Arme um mich und pressten meinen kleinen Körper gegen seinen. "Guten Morgen mein strahlender Stern." So begrüßte er mich nun immer, seid er angefangen hat mir eine Geschichte von einem Stern vorzulesen.
"Guten Morgen." Murmelte ich glücklich und schloss meine Augen. "Morgen ist es zu Ende, das weißt du?" Sagte er und küsste meinen Hals. "Oh ja, ich werde jeden Tag denken, wo du bist, wenn ich aufwache und niemand neben mir liegt."
Flüsterte ich und drückte mich näher an ihn. Er küsste sich hoch zu meinem Kiefer und dann zu meinem Mund. Ich drehte mich um und legte meine Hände in seinen Nacken.

"Ich werde dich vermissen, mein Prinz."

Leander:

Ich ergriff ihre Hand und drehte sie zu mir um. In ihren Bauernkleidern sah sie unmöglich aus, doch das war mir egal. Ich zog sie zu mir und küsste sie. So viele Gefühle überkamen mich und hätten mich fast zum schwanken gebracht. Diese Frau wollte ich heiraten. Diese Frau ist meine Auserwählte! Sie ließ von mir ab und eine Träne kullerte aus ihren so schönen Augen. "Bis bald, mein Prinz." Dann stieg sie in die Kutsche und der Kutschter peitschte die Pferde an. Selena sah aus dem Fenster und versuchten nicht zu weinen. Sie biss sich auf die Lippe und ich konnte ihren gequälten Blick gut sehen.

Ich will auch das du hier bleibst!
Und dafür werde ich sorgen!

In der Sekunde fasste ich meinen Entschluss und drehte mich um. Mutter und Vater werden sich etwas anhören müssen, wenn sie auch nur an ein Nein dachten.

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