Ihre Augen durchbohrten meine, während sie nachdachte. "Wie soll ich dir vertrauen, wenn du mir nicht vertrauen kannst?" ich hörte aus ihrer Stimme wie verletzt sie war. Jedoch wusste ich, dass, wenn ich ihr hier und jetzt die Geschichte meiner Kämpfe erzählen würde, wäre sie nur noch verletzter und sie könnte mich bestimmt nicht mehr so ansehen wie sie es zuvor tat. Bella holte tief Luft und unterdrückte ihre Tränen, "Ich glaube du solltest dich lieber bei deiner Schwester und deiner Mutter entschuldigen, die warten ebenfalls schon den halben Tag auf dich."

Ich sah sich traurig an und legte meinen Kopf leicht schief, dabei kniff ich meine Augenbrauen leicht zusammen, "Bella.." kam sanft aus meinem Mund.

"Bitte geh Harry, ich brauche ein wenig Zeit für mich." meine Hand ließ sie los und stand nun auch vom Sofa auf, den Rücken drehte sie mir zu und öffnete das Fenster zum Garten. Eines habe ich in dieser Zeit mit Bella gelernt und zwar, dass, wenn sie alleine sein möchte, ich sie nicht zwingen konnte zu reden.

Aus diesem Grund stand ich auf und sah zu ihr, sie stand bereits draußen im Garten, "Okay." nickte ich, "Ich liebe dich." doch eine Antwort kam nicht.

Meine Schuhe zog ich aus und warf sie in die Ecke, worauf man sofort Schritte hörte die sich auf den Weg in den Flur machten. "Oh mein Gott Harry, wo warst du?" fragte meine Mutter und nahm mich in den Arm, "Wir haben uns so große Sorgen gemacht." aus alter Gewohnheit musterte sie mein Gesicht und fand keine Verletzungen – man konnte wortwörtlich in ihren Augen sehen wie eine Last von ihren Schultern fiel.

Gemma kam ebenfalls in den Flur und sah mich sauer sowie besorgt an. "Alles ist okay, ich war nur mit Niall unterwegs und dann habe ich die Nacht auf seiner Couch verbracht." während ich die Lüge aussprach, sah ich meine Schwester an, denn sie wusste, dass alles nur gelogen war.

"Siehst du, ich habe es dir gesagt." drehte meine Mutter sich zu Gemma um, "Wir dachten schon, dass du wieder mit deinen alten Freunden unterwegs bist." Mum kaufte mir die Lüge ab, nicht so wie Gemma und Bella.

Zuhause ging ich erstmal in das Badezimmer und machte mich frisch. Als ich danach in den Flur trat, füllte der Geruch von frischgekochten Essen meine Nase. Mein T-Shirt zog ich mir über den Kopf und ging die Stufen hinunter, "Hast du Hunger?" fragte meine Mutter und lächelte mich an, Robin saß bereits am Esstisch.

Mir fiel ein, dass ich heute gar nichts, außer den Kaffee von James, zu mir nahm – weswegen ich dann als Antwort nickte. "Mum ich fahr zu Christopher." sagte Gemma und sah in ihre Tasche, "Wir sehen uns morgen." sie drückte Robin und unserer Mutter einen Kuss auf die Wange und ging an mir vorbei.

Ich atmete tief aus und rannte ihr hinterher, "Hey Gemma warte Mal." vor der Haustür hielt ich sie an der Hand fest. "Lass uns bitte kurz reden."

Ihre Hand riss sie aus meinem Griff und warf mir einen bösen Blick zu, "So wie du mit mir gesprochen hast? Oh Harry du kannst den allen eine Lüge vorspielen, aber wir wissen beide, dass du wo anders warst. Wie kannst du Mum so ins Gesicht lügen?"

Meine Stirn legte ich in Falten und antwortete: "Manchmal antwortet man mit der Lüge um andere nicht zu verletzten."

"Herzlichen Glückwunsch – mit den Lügen baust du dir nur noch einen tieferen Graben. Was hast du Bella gesagt wo du bist? Hast du ihr dieselbe Lüge gesagt? Verdammt Harry erzähl ihr doch endlich die Wahrheit!" hob sich auch nun die Stimme meiner Schwester. "Du verstehst es nicht oder? Wir alle machen uns hier verdammte Sorgen um dich und du? Du Harry kommst nachhause und sagst uns nicht einmal die Wahrheit! Verdammte Scheiße du hättest dich nicht bei mir melden sollen, aber wenigstens bei ihr – wenigstens bei Bella. Das Mädchen, dass dich, egal nach welcher Scheiße du baust, immer zurücknehmen würde. Sie liebt dich Harry! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie es ihr ging, als keiner ein Lebenszeichen von dir hatte, du warst die Stunden wie verschollen? Keiner hat dich gesehen und du Idiot meldest dich nicht einmal!"

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