3. Kapitel- Perrie

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Es war laut, extrem laut sogar. Und voll. Ich konnte mich kaum orientieren in diesem Menschengewimmel, das hier herrschte, ich sah nur tanzende Leute und helle Lichter. Verzweifelt drehte ich mich im Kreis, schaute mich um, doch ich konnte kein Anfang und kein Ende sehen.

Auf einmal packte mich eine grosse Hand sanft und zog mich mit. Ich stolperte der Person einfach nach, die ich erst jetzt erkannte- Zayn. Dankbar schnaufte ich heftig aus und senkte den Blick, folgte mit dem Blick einfach seinen Füssen. Irgendwann waren wir aus dem Gewühl raus und ich wurde auf einen Hocker gedrückt.

„Alles okay bei dir?", erkundigte Zayn sich und drückte mir ein Glas in die Hand. Misstrauisch roch ich daran und stellte fest, dass es Cola war. Ich nahm einen Schluck und antwortete dann: „Ja, eigentlich schon. Ich bin es mich einfach total nicht gewohnt, ich kann nicht tanzen und dass ich keinen Alkohol mag bringt mir auch nichts!"

Zayn liess seinen Blick durch die aufgewühlte Menge schweifen, dann schaute er zu mir. Er schien sich die Worte genau zurecht zu legen, bevor er antwortete.

„Weisst du, schlussendlich kommt's nur darauf an, wer du bist. Nicht was du tust oder was du sagst, sondern warum. Glaub mir, ich liebe meine Jungs über alles, aber ich konnte es einfach nicht mehr."

Ich nickte nur und seufzte kurz, trank einen weiteren Schluck meiner Cola. Auf einmal ging ein Ruck durch Zayns Körper durch und er sprang auf die Beine. „Trink aus, jetzt zeig ich dir, wie man tanzt."- „Du kannst tanzen?", fragte ich amüsiert und stellte das leere Glas weg. Er schaute mich gespielt böse an, doch gleich darauf lächelte er schon wieder und hielt mir seine Hand hin. Zögernd legte ich meine hinein und schon zog er mich auf die Beine und lief auf die Tanzfläche zu.

„Okay. Tanzen ist ganz einfach, wenn man ein bisschen musikalisch ist und einigermassen beweglich ist. Und das bist du beides. Also, beweg dich mal locker... locker, nicht so verkrampft!"

Zayn machte es mir vor und es sah so einfach aus bei ihm, dass es fast lächerlich war. Okay, das schaffst du, Saphira, ermunterte ich mich selbst und bewegte mich dazu, nicht mehr einfach so dazustehen oder robotermässige Bewegungen zu machen. Zayn strahlte zufrieden und das motivierte mich noch mehr als sonst was. Schliesslich musste ich sogar lachen, als er mir einige schlängelnde Bewegungen vormachte, die ich dann nachmachen sollte, doch ich war wohl doch nicht so begabt. Also liess er es einfach sein.

„Und jetzt du allein, ich will schauen, ob du einen Typen aufreissen könntest!", forderte Zayn mich auf, als wir eine Verschnaufspause mit Eistee und Chips machten. Entsetzt starrte ich ihn an. „Ich will gar niemanden aufreissen!"- „Na und? Dafür bin ja ich da. Ich bin dein älterer Bruder, der auf dich aufpasst. Oder nicht? Na los, geh schon."

Er schob mich sanft, aber bestimmt auf die Tanzfläche. Ich verdrehte die Augen und bewegte mich dann alleine wieder zur Musik, lauschte der studiomanipulierten Stimme von Lena Meyer-Landrut und versuchte, mich auf den Beat zu konzentrieren. Auf einmal spürte ich, wie jemand dicht neben mir tanzte, und ich hob den Kopf. Sofort riss ich die Augen auf, als ich erkannte, wer sich da neben mir befand- Elia, einer der grössten Aufreisser der ganzen Uni. Er grinste mich frech an und fragte dann mit rauer Stimme: „Wie heisst denn die schöne Dame vor mir, die so allein tanzt?"- „Saphira", erwiderte ich nur. Jeder kannte ihn, ich dagegen war unauffällig und ich glaubte, viele würden mir auch nicht geben, dass ich studierte. Ich hab schon mehrmals ins Gesicht gesagt bekommen, dass ich nicht so schlau aussehe.

„Schöner Name... und in welchem Jahrgang studierst du?"- „Viertes Semester", ich wollte eigentlich keinen One-Night-Stand mit dem grössten Bluffer der ganzen Schule haben, deshalb hoffte ich, dass Zayn bald auftauchen würde- doch im Moment war er nirgends in Sicht.

Leaving (ZM/1D)Lies diese Geschichte KOSTENLOS!