41. Jeder Stern ist einzigartig, so wie du

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PoV Stegi

Ich saß so lange auf der Hollywoodschaukel, dass ich irgendwann die Sterne über mir glitzern sah. Ich setzte mich in den Schneidersitz und legte den Kopf in den Nacken.
"Jeder Stern ist einzigartig, so wie du!", hatte mein Opa immer gesagt. Ich lächelte traurig. Er war zu früh gestorben mit seinen 65 Jahren. Seufzend beobachtete ich ein Flugzeug, welches immer mal wieder am Sternenhimmel aufblinkte.
Aus dem Augenwinkel vernahm ich eine Gestalt, welche sich auf mich zu bewegte. Tobi. Er setzte sich neben mich und legte ebenfalls den Kopf in den Nacken. "Wissen deine Eltern eigentlich, dass ich hier bin?", fragte ich in die Stille. "Ja, aber sie hatten nie was gegen dich... Es waren deine Eltern, die keinen Kontakt mehr zu uns wollten!" "Ja das stimmt und seit dem haben wir auch ein sehr schlechtes Verhältnis. Ich meine sie haben mir meinen besten Freund genommen! Nur, weil sie sich nicht damit abfinden konnten, dass dein Vater meinen nicht einstellen wollte!" Ich war wütend deswegen und gestikulierte wild mit den Händen. "Wann willst du eigentlich zurück!", unterbrach Tobi meinen kleinen Wutausbruch. Ich ließ die Hände sinken und sah zu ihm. Im Licht des Mondes schienen seine Augen blau/silber, was mich aus irgendeinem Grund faszinierte. "Stegi?" Ich schüttelte meinen Kopf. "Ähm... Ja morgen... oder so!" Das letzte nuschelte ich so leise, das er es wahrscheinlich nicht verstand. "Okay. Soll ich dich dann fahren?" Ich nickte.
Wir saßen noch eine ganze Weile im Garten und unterhielten uns über alles mögliche. Irgendwann jedoch wurde es mir zu kalt und wir gingen rein, wo wir uns dann Bett fertig machten.
Morgen müsste ich mich mit Tim aussprechen!
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Am nächsten morgen war ich vor Tobi wach und ging schon mal ins Bad.
Komplett fertig ging ich zurück ins Zimmer, wo meine gepackte Tasche auf dem Boden vor dem Bett stand. Tobi allerdings war nirgends zu sehen, allerdings hörte ich von unten eine Stimme. Ich nahm mir also meine Tasche und trabte die Treppe hinunter.
Unten sah ich Tobi, wie er zu telefonieren schien. Er saß auf der Trennung von Wohnzimmer und Küche.
(Versteht ihr was ich meine^^")
Er lächelte mich kurz an und nickte hinter sich. Ich grinste und betrat dann die Küche. Es standen Brötchen und alle möglichen Aufschnitte auf dem Tisch.
Während ich frühstückte kam Tobi irgendwann dazu. "Ich bringe dich so gegen zwölf nachhause. Tim scheint übrigens etwas für dich zu planen!", sagte er mit einem Zwinkern. "Au ja! Und was?", rief ich aufgeregt. Tobi fing an zu kichern und ich bemerkte erst nach meinem Ausraster, wie ich geklungen haben muss. "Ähm... ich meinte... Aha und was?", fragte ich so lässig wie möglich. Tobi lachte nur noch mehr. "W-weiß i-ich n-nicht!", lachte er und hielt sich schon den Bauch. Beleidigt biss ich in mein Käsebrötchen.
Um viertel vor zwölf fing Tobi dann an mich zu hetzten. "Los Stegi mach schneller!" oder "Man Stegi jetzt beeil dich mal!" Ich zog mir meine Schuhe an und schwang mir meine Tasche über die Schulter. Zusammen mit Tobi verließ ich das Haus und wartete, dass Tobi den Wagen aus der Garage fuhr.
Ich ließ mich auf dem Beifahrersitz nieder und Tobi fuhr los. Wir drehten wieder das Radio auf und sangen zu den Liedern mit.
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Tobi schaltete den Wagen ab und stieg aus. Ich nahm meine Tasche und lief sofort nach oben. Ich riss die Tür zum Dachboden auf, aber niemand war da. Etwas enttäuscht wollte ich mich auf mein Bett fallen lassen als ich mein Tagebuch auf meinem Kissen liegen sah. Daneben Grey, welche seelenruhig schlief. Ich nahm mir das Büchlein und einen Stift bevor ich die nächste leere Seite suchte. Allerdings blieb ich bei der letzten Seite stehen.
Das ist nicht meine Schrift...?!
Ich fing an den Eintrag zu lesen und mir traten Tränen in die Augen. So schnell es ging zog ich mir etwas hübsches an und rannte dann zurück nach unten. Ich zog mir meine Schuhe an und rannte dann in Richtung des Weizenfeldes. Ich wäre ja den ganzen Weg gerannt, aber meine Kondition ist halt nicht die Beste.
Es war gerade mal halb zwei und die Sonne stand hoch am Himmel, weshalb ich echt froh war als ich den kühlen Waldweg betrat.
Nur noch ein paar Minuten und ich sehe Tim endlich wieder!
Innerlich freute ich mich wie ein kleines Kind, welches einen Lollie bekommt, aber äußerlich verzog ich keine Miene. Tim soll schließlich nicht denken, dass ich ihm einfach so verzeihe. Obwohl ich das nach diesem Eintrag schon längst getan hatte.

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Hallo meine Früchtchen^^

Habt ihr eigentlich Fragen, Anmerkungen oder Wünsche für die Story, beziehungsweise zu der Story? :)

Bis nachher (oder so) meine Früchtchen<3
~Maddi

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