9.

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Leander:

Meine Augen ließen sich schwer öffnen.
Und als ich die Kruste aus ihnen lösen wollte, griff eine Hand nach meinem Arm. "Du musst dich schonen." Es war niemand anderes als Selena, sie musste es sein und sie hatte du zu mir gesagt. "Guten morgen Liebste." Scherzte ich und versuchte es mit dem anderen Arm. Auch den hielt sie zurück. "Hey, weit sind wir nicht, aber ich kann dir helfen." Sie kletterte über mich und ich spürte ihren Atem auf meinem Gesicht. Was sie nun machte? Ein paar Sekunden blieb sie einfach so über mir, als ob sie überlegte.
Schließlich stieß sie die Luft aus und kratzte mir vorsichtig den Schlaf aus den Augen. Dann schlug ich meine Augen auf und sah wie sie sich zurück ziehen wollte. Schnell schnappte ich mir ihre Handgelenke und ein heißer Schmerz schoss durch meinen Arm. Ich ignorierte es so gut es ging und sah sie weiterhin an. Überrascht blinzelte sie. "Was...?" Ich lächelte und beugte mich zu ihr hoch kurz vor ihren Lippen wartete ich auf ihre Reaktion, doch sie blieb dort und ich wollte gerade die Lippen auf ihre drücken, da rief ihr Vater nach ihr. "Entschuldige mich bitte." Sie sah mir nicht mehr in die Augen und ihre Wangen waren knallrot. Sie trat durch die Tür und lehnte sie an. Ich hörte was sie sagten. "Was soll man tun? Das ist Frauenaufgabe! Bene! Komm wir müssen das Feld machen, willst du Schläge?!" Der Vater schlägt seine Kinder?! "Komme Vater." Bene war anscheinend ihr Bruder. Doch wo war ihre Mutter? "Kümmer dich um Dorian, das Brot und den Rest der Aufgaben deiner Mutter." Dann knallte eine Tür und Selena stöhnte auf. Ich wollte aufstehen und ihr helfen, doch meine kleinen Verletzungen ließen es nicht zu. Nur, ich musste auch gar nicht aufstehen, Selena kam wieder, mit Dorian. "Musst du mal ohne Kind los?" Fragte ich vorsichtig. "Ja, aber immer seltener und jetzt wahrscheinlich nie wieder, meine Mutter ist mit meiner Großmutter und meiner Schwester abgehauen." Verzweifelt legte sie ihren Kopf ihn ihre freie Hand. Schnell zog ich sie mit meinem guten Arm zu mir und legte ihren Kopf auf meinen Bauch. Sie ließ es geschehen. "Erklär mir jetzt wie das ist, mit dir und...naja...mir." Darauf hatte ich gewartet. "Ja, also...es war so, und lass mich erst ausreden bevor du gehst." Ich wartete. Sie nickte und ich fing an es ihr zu erklären, von dem ersten Moment mit meiner Mutter als sie anfing mir in den Ohren zu hängen, bis zu dem Moment in dem mir auffiel, das Selena etwas besonderes war. Als ich fertig war atmete sie tief ein und aus.
"Also...bin ich dir nicht egal?" Fragte sie schüchtern. "Nein! Natürlich nicht." Sie drehte sich zu mir und legte sich auf meinen Bauch. Ihr Kopf lag über meinem.
Ich sehnte mich nach ihren rosigen Lippen. Verdammt ich musste sie jetzt küssen. Und ohne auf eine Einstimmung zu warten presste ich meine Lippen auf ihre. Und es war so anders als mit den anderen Frauen. Sie war so viel besser! So atemberaubend. Ich strich mit meiner unverletzten Hand über ihren Rücken.
Sie beugte sich und drückte sich an mich. Das wurde alles zu viel auf einmal, ich öffnete mich und wir erkundeten.
Ihr gefiel alles. Bis ich ihr über die Brust fasste. Sie beendete den Kuss. "Ich...hab das noch nie gemacht." Stotterte sie. Ich lächelte. "Dann noch nicht." Sie nickte und setzte sich neben mich. Dorian schlief seelenruhig neben uns. "Wie geht es dir? Soll ich etwas tun?" Sofort fiel mir etwas ein, doch das würde sie jetzt nicht mehr tun. "Nein. Es ist alles okay." Ich lächelte und drückte ihre Hand.

Das war das wichtigste im Moment. Das ich bei ihr war.

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