Prolog

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"Finde eine, und zwar schnell." Seine Mutter fächelte sich Luft zu. "Ein unverheirateter Sohn, schrecklich!" Er sah traurig aus dem Fenster. Wie gern würde er jetzt da raus in den Wald und nie wieder zurück kommen müssen. Seine Pflichten nicht erfüllen müssen, wie sein großer Bruder. Er konnte fliehen, mit seiner Braut. "Schon schlimm genug das wir Brian verloren haben." Er konnte nicht mehr. Das Geplapper seiner Mutter machte ihn verrückt. "Mutter! Ich will gar keine Frau." Ungeduldig trat er von einem Bein auf das andere. "Mein Sohn. Ich liebe dich, aber verdammt nochmal du WIRST heiraten." Ihre Stimme war erst liebevoll und es überraschte ihn nicht, als sie lauter wurde. Dieses Gespräch hatten die beiden schon zu oft geführt. Doch von Gespräch zu Gespräche wurde sie schlimmer und drängender.
"Mutter..." er stoppte, wusste nicht mehr weiter. "Was mein Sohn! Ich will es hören, deine Geschichten über die Jagd und deinen Spaß. Erzähle sie mir." Forderte sie sauer. Ihre Wangen waren feuerrot. Vorsichtig ging er einen Schritt vor. "Später Mutter. Ich wollte dir gerade einen Vorschlag machen." Abwartend sah er sie an. "Welchen?" Sie wurde hellhörig. "Ich suche mir jemanden. Aber es darf jede beliebige sein." Schnell fügte er hinzu. "Auch eine aus der Unterschicht." Das war für ihren Ärger. Natürlich wollte er keine aus der letzten, dreckigen Schicht. Doch um sich seiner Mutter zu wiedersetzen sagte er das. "Nein! Nicht die Schicht." Seine Mutter war sehr erbost. "Dann keine Frau." Er drehte sich auf seinem Absatz um und wollte gerade heraus spazieren, da rief seine Mutter. "Na schön, doch dein Thronerbe verlangt nach Geld. Spätestens wenn du auf dem Thorn sitzt, gibt es Krieg. Wir brauchen neues Gold." Er drehte sich zu ihr um und verbeugte sich. "Jawohl Herrin." Er hasste es das zu sagen, doch zum Abschied verlangte sie es. "Du kannst gehen." Er verbeugte sich nochmal kurz und ging aus dem Saal. Ohne irgendwelche Umwege lief er hinunter zum Tor und raus zu den Ställen. Er dachte sich nur noch weg!
Im Galopp ritt er in den Wald hinein und überlegte, was er sich angetan hatte mit dem Deal. Nun musste er eine Braut finden, komme was wolle.

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