Ich schüttelte schnell den Kopf und öffnete meinen Mund um ihr alles zu erklären, was in mir zurzeit vorgeht, dass ich, ihre Enkelin, ihr keine Urenkel schenken werde, doch nur ein kleines, heißeres "Nein." kam aus meinem Mund.

Mit ihrer flachen Hand griff sie mir auf die Stirn und kontrollierte meine Temperatur, "Ist alles okay mit dir? Ist dir schlecht? Soll ich einen Arzt rufen? Liebes sprich mit mir!" forderte sie mich besorgt auf.

"Nana nichts ist okay." schüttelte ich weinend meinen Kopf, "Ich kann das Kind nicht in der Hand halten ohne anfangen zu weinen, ich kann das Kind nicht in meinen Händen halten ohne daran zu denken, dass ich keine bekommen werde."

Meine Großmutter erstarrte, über ihre Schulter sah ich, wie Harry seine Autoschlüssel in die Hosentasche steckte und auf sein Handy sah, er hat wohl meine Großmutter hierhergefahren. Meine Knie wurden in der nächsten Sekunde weich, ich wollte nicht, dass Harry mich in diesem Zustand sah. "Was hast du gerade gesagt?" kam leise aus ihrem Mund, erst jetzt fiel mir erst auf, dass ich meiner Großmutter gerade eben gesagt habe, dass ich keine Kinder kriegen kann. "Du ...?" ihre Augen füllten sich in der nächsten Sekunde mit Tränen. Ich biss mir auf die Lippen und versuchte meine Tränen zurückzuhalten, ich wollte nicht, dass Harry mich weinen sah – jedenfalls nicht schon wieder. "Oh meine Bella." fing sie an zu weinen und drückte mich in ihre Arme. Meinen Kopf legte ich auf ihre Schulter, Harry sah direkt zu meiner Großmutter und mir. Blicke reichten für ihn um zu wissen was gerade geschah. Seinen Kopf legte er leicht schief und sah mich mit einer traurigen, etwas gequältem, Gesicht an.

Ich hielt den Kontakt und dachte darüber nach, ein "Ich bin okay." mit meinen Lippen zu formen, doch es würde nicht klappen. Harry wusste genau, dass es mir nicht gut ging und er erkannte aller meiner Lügen.

Meine Großmutter löste die Umarmung, worauf ich meine Aufmerksamkeit wieder ihr schenkte, "Wissen deine Eltern davon?" fragte sie vorsichtig.

Ich holte tief Luft und schüttelte meinen Kopf, "Ich wollte es ihnen nicht während Mums Schwangerschaft sagen." Harry stellte sich neben mich hin und legte seine Hand um meine Schulter, er drückte mich gegen seine Brust und platzierte einen Kuss auf meinen Haaransatz. "Anfangs wollte ich es nicht einmal Harry sagen, ich habe es nicht übers Herz gebracht, irgendwen damit zu belasten." sprach ich ruhig und versuchte mich zu beruhigen.

"Haben dich deine Eltern so gesehen?" meine Großmutter strich mir leicht über die Schulter und sah dann hoch zu Harry, denn sie wusste, dass er nur vor mir auf stark tat. Ich atmete tief durch und spürte wie ich die Ruhe in mir, Dank Harrys Herzschlagen, welches ich unter meinem Ohr fühlte, wiederfand. Als Antwort, auf die Frage meiner Nana, nickte ich. "Oh Liebes du wirst deinen Eltern erzählen müssen, wieso du dich so verhalten hast."

"Ich weiß." kam heißer aus meinem Mund, "Es ist nur schwer für so ein Thema die richtigen Worte zu finden." erklärte ich meiner Nana.

"Ich weiß Bella." sie lächelte mich schwach an und nickte, "Dafür hast du aber uns zwei, wir werden dir helfen."

Ich lächelte und sah hoch zu Harry und dann wieder zu meiner Nana, "Ein Junge." sprach ich, meine Nana sah mich mit einem fragenden Blick an, "Ein Junge, Mum hat einen Jungen bekommen. Er ist wundervoll Nana, er sieht aus wie Carl damals."

"Oh Gott." meine Nana legte ihre Hände vor dem Mund und riss vor Freude ihre Augen auf, dieses Mal flossen Freudenträne über ihre Wange, "Ein Junge!" sie sah überglücklich hoch zu Harry und dann wieder hinunter zu mir, "Wäre es okay für dich, wenn wir hineingehen?"

Ich lächelte und nickte, immerhin gehört das Baby jetzt zu unserer Familie, mein kleiner Bruder. Nana ging vor uns, Harry und ich gingen, ohne ein Wort miteinander zu wechseln, nebeneinander. Schließlich sah ich hoch zu ihm, "Danke, dass du Nana hierhergebracht hast." Harry sah hinunter zu mir worauf ich ihn leicht anlächelte.

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