~ Broken ~

Maddies POV

Nur mit Müh und Not schaffte ich es mich aus dem Bett zu quälen. Ich hatte letzte Nacht aus irgendeinem Grund nicht einschlafen können. Irgendwas hatte mich wachgehalten.

Als ich an meinem Spind stand, drohten mir jedes Mal fast die Augen zuzufallen und ich bemühte mich wirklich Ali zuzuhören wie sie von Nate schwärmte, aber meine Augenlider verselbständigten sich einfach immer. Es war zum verrückt werden.

„Maddie.", hauchte Ali auf einmal fast atemlos. Ich öffnete meine Augen und folgte ihrem völlig entsetzten Blick, ehe ich selbst völlig geschockt dastand und zu Reece blickte.

Noch nie hatte ich ihn so gesehen. Seine Augen waren verquollen als hätte er die ganze Nacht durchgeweint. Und sein Blick verursachte, dass sich mein Herz krampfhaft zusammenzog. Etwas war geschehen. Und war etwas sehr gravierendes. Die gesamte Schülerschaft starrte ihn an. Er hatte keine Tasche dabei. Nichts hatte er dabei. Seine Haare standen in alle Richtungen ab, während seine Hände sich zu Fäusten ballten und sich sein Gesichtsausdruck langsam veränderte.

Unbändiger Zorn spielgelte sich in ihm wieder. Noch ehe ich mich aus meiner Starre lösen konnte, setzte er sich in Bewegung und stürmte an einer Gruppe Freshmens vorbei nach draußen.

Ich hatte keine Ahnung wohin er wollte. Aber ich wusste, dass ich ihm folgen musste. Also ließ ich meine Sachen fallen als hätte ich mich daran verbrannt und lief ihm so schnell ich konnte hinterher. Ich sah gerade noch wie er in die Sporthalle ging und stieß selbst die Eingangstür aus.

Hektisch riss ich zuerst die Tür der Jungs-Umkleiden auf, aber dort war er nicht. Also ging ich direkt in die Halle, wo ich ihn auch stehen sah. Mitten drinnen. Er sah schrecklich verzweifelt aus. Fast schon gebrochen. Noch hatte er mich nicht bemerkt und gerade, als ich etwas sagen wollte, kam Mr. Hacket aus seinem Büro heraus. Direkt auf Reece zu. Ich wusste aus irgendeinem Grund sofort, dass er das lieber lassen sollte.

„Reece, mein Junge, was ist geschehen?", fragte er ihn besorgt. Er wollte auf ihn zu gehen, aber 'sein Junge' schnellte nach vorne und verpasste ihm einen so brutalen Schlag ins Gesicht, dass der Sportlehrer nach hinten umfiel. Entsetzt schlug ich mir eine Hand vor den Mund und konnte ein entsetztes Keuchen nicht unterdrücken. Trotzdem rührte ich mich nicht vom Fleck. Ich war wie festgefroren.

„Reece, was ist nur in dich gefahren?!", rief Mr. Hacket und hielt sich fassungslos seine Nase, die ordentlich blutete. Bei dem Anblick von Blut wurde mir normalerweise schlecht, aber ich erlaubte mir selbst nicht umzukippen. Ich musste für Reece da sein. Er würde nicht einfach so auf Mr. Hacket losgehen. Hatte er mir nicht gesagt, er sei ein Freund der Familie?

„Erklär du es mir, Thomas!", forderte Reece ihn mit vor Wut zitternder Stimme auf. Dann trat er langsam auf ihn zu und verpasste ihm einen Tritt in den Bauch, bei dem sich der Sportlehrer zusammenkrümmte.

Was geschah hier gerade? Ich konnte nicht glauben, dass das gerade real war. Das hier konnte nicht die Wirklichkeit sein. Bis vor ein paar Tagen wirkte Reece erleichtert. Und jetzt? Jetzt wirkte er ohne jegliche Hoffnung. Er sah so verzweifelt aus. Einfach nur am Ende.

„Ich hab dir nie was getan, Reece! Zum Teufel, was ist passiert? Bist du auf Drogen?", schrie Mr. Hacket vor Schmerzen.

„Das du es wagst zu sagen du hättest mir nie was getan! Du hast uns allen das Leben zerstört! Ich hasse dich!", brüllte Reece ihm aufgelöst entgegen, wobei wieder Tränen seine Wangen hinabflossen und er anfing mit Fäusten auf Mr. Hacket einzuprügeln. Bei jedem Schlag zuckte ich zusammen und als ich ein lautes Knacksen hörte, eilte ich doch zu Reece und versuchte ihn zu beruhigen.

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