>Chapter 62<

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,,Was will er hier?", verzweifelt sah ich aus meinem Zimmerfenster auf ihn herab. Er saß neben seiner Mutter am Tisch und unterheilt sich mit meiner. ,,Deine Tante hat sie sicher eingeladen und wusste doch nicht was passiert ist."

,,Aber er hätte Zuhause bleiben können. Und er hat mich erneut belogen. Er meinte seine Eltern kommen noch nicht wieder", aufgeregt und durcheinander beobachtete ich ihn.

,,Aber sein Vater ist ja noch nicht da. Vielleicht bleibt er ja nur länger und seine Mutter konnte schon früher nach Hause." ,,Nimmst du ihn jetzt auch noch in Schutz", unabsichtlich machte ich Lil an. ,,Sorry, ich versuche dich nur zu beruhigen."

Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Chloe kam auf mich zu und legte ihre Arme um mich. Ich legte meinen Kopf auf ihre Schulter und atmete tief durch. ,,Du schaffst das", sagte sie nachdem meine Tante uns zum Essen rief.

*

Er saß neben Chloe, die direkt gegenüber von mir saß. Ich konnte keine Sekunde lang einen klaren Gedanken fassen. Denn seine Anwesenheit und seine Blicke, die ich auf mir spürte, machten ich nervös.

,,Wie wars denn gestern?", fragte mein Onkel. ,,Gut", antwortete ich stumpf. ,,Wir waren erst in einem Club und sind dann dann zu einem Freund gefahren, er hat eine Houseparty veranstaltet", erklärte Zayn näher.

Allein seine Stimme machte mich plötzlich so verlegen. Ich fühlte mich, als wüsste jeder hier in der Runde über die letzten paar Stunden Bescheid.

Es war natürlich nicht so aber ich konnte keinen Moment der Stille finden seit ich ihn gesehen habe. Ich aß auch so gut wie nichts sondern stocherte nur in meinem Essen rum. So wie ich es vor etwas vergangener Zeit immer getan hatte.

Deshalb warfen mir meine Mutter und meine Tante auch öftern Blicke zu, die sagen sollten das ich essen sollte. Ich bekam dennoch keinen Bissen hinunter.

,,Entschuldigt mich", ich stand auf und ging mit großen Schritten ins Bad. Ich setzte mich auf den Badewannenrand und starrte auf meine Hände. Wie aus dem Nichts fingen sie an zu zittern. Ich bekam Panik, was hat er nur mit mir gemacht?

Ich wusste das meine körperliche und geistige Reaktion auf das Geschehene ziemlich krass war und ich überreagierte. Aber ich tat mich schwer damit, Besherrschung in meinen Körper zu bekommen.

Es klopfte und gleich darauf öffnete sich die Bafezimmertür. ,,Was willst du? Geh!", fuhr ich ihn an. ,,Ich möchte mit dir reden." Er schloss die Tür und drehte den Schlüssel um.

,,Es gibt nichts wodrüber ich mit dir reden sollte." ,,Doch", er stellte sich vor mich, ich jedoch sah weiterhin auf meine Hände die immer noch zitterten. ,,Wieso bist du einfach abgehauen?", fragte er, als wüsste er es nicht.

,,War nicht erwünscht." ,,Wer hat das gesagt?", wütend sah ich ihn an. ,,Du!" ,,Ich?" Unschuldig sah er mich an und hob beide Hände in die Luft.

,,Ja du! Wer hat denn gesagt das der Alkohol Schuld war an der Sache. Und wer hat gesagt dass er mir nicht die Wahrheit sagen könnte? Das warst ja wohl du!"

Wieder bildeten sich Tränen in meinen Augen aber ich wollte stark bleiben vor ihm. ,,Das hast du gehört?", überrumpelt trat er ein Schritt zurück als ich aufstand. ,,Ja, jedes Wort."

Wie ein kleines, wütenes Mädchen stand ich vor ihm. Er war größer als ich deshalb kam ich mir auch etwas unterlegen vor. ,,Es war nicht so gemeint." ,,Ach nein?" Ich lachte sarkastisch.

,,Wie soll man es denn sonst verstehen wenn man hört das der Sex mit mir ein Fehler war den du ohne Alkohol im Blut nie begangen hättest! Und dass du mir nicht sagen könntest das es bei einer einmaligen Sache bleiben könnte weil ich ja viel zu verletzt bin!"

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!