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~ Worries & a confession ~

„Okay, soll ich das Kleid oder dieses hier nehmen?" Gähnend hielt ich mir eine Hand vor den Mund und sah mir dabei die zwei Kleidungsstücke an, die Ronnie in die Höhe hob. Wir, das hieß Ali, Ronnie, Cassie und ich, waren gerade shoppen für den Maskenball. Gestern hatte ich nicht viel geschlafen, weil Reece mich wachgehalten hatte ohne es wirklich zu merken. Er meinte, dass er gehen würde, sobald ich eingeschlafen war. Entweder konnte ich nicht schlafen, wenn er mich dabei beobachtete oder ich wollte um keinen Preis, dass er ging. Insgeheim tippte ich, dass bei beiden etwas Wahrheit dran war. Ich nahm einen Schluck von meinem Eistee und betrachtete die beiden weißen Kleider nochmal ganz genau.

„Nimm das linke, das rechte sieht schon zu sehr nach Hochzeitskleid aus.", gab ich ihr eine Antwort, die Ronnie mit einem zustimmenden Nicken bestätigte.

Ich selbst hatte schon ein Kleid. Da ich mich für das Element Wasser entschieden hatte, was eigentlich keinen besonderen Grund hatte, entschied ich mich für ein langes blaues Kleid. Ali verkörperte Feuer, während Cassie sich ebenfalls für Wasser entschieden hatte.

„Jetzt brauchen wir nur noch die passenden Masken. Ich kenne da einen Shop dafür!", verkündete Ronnie uns, als wir unsere Tüten zufrieden in den Händen hielten. Ich bräuchte eigentlich eine Pause, aber meine Freundinnen hetzten durch die Straßen von Phili als gäbe es keinen Morgen mehr. Wir betraten schließlich einen kleinen kunstvoll dekorierten Laden, welcher sich auf die Herstellung verschiedenster Masken spezialisiert hatte. An der Decke hingen ein paar Horrorfilmmasken, die ich mit einem leichten Grauen betrachtete. Wir gingen vorbei an dem Kunstblut und ekligen Fratzen und landeten schließlich bei den Arten von Masken, die wir brauchten. Venezianische Masken.

Nach langem hin-und her Probieren entschied ich mich für eine schwarze Maske mit dunkelblauen Details. Sie war nicht besonders auffällig oder kunstvoll verziert. Sie war einfach gestrickt, was ich aber gut fand, da mein Kleid schon einen ziemlich gewagten Rückenausschnitt hatte. Es kostete mich einige Überwindung es zu nehmen, aber Ronnie und die anderen haben mich letztendlich geschafft zu überzeugen.

Der Maskenball konnte kommen!

~

Als ich am Abend vom Shoppen nach Hause kam, war ich total Fertig. Aus Reflex sah ich zu Reece Wohnung, obwohl ich mir sicher war, dass er nicht zu Hause war. Aber, sobald ich an ihr vorbei lief, fiel mir die Tür auf, die einen spaltbreit offen stand. War er doch da? Aber wieso sollte er sonst seine Tür auflassen? Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch stieß ich die Apartmenttüre weiter auf. „Reece?", rief ich vorsichtig, bekam aber keine Antwort. Mit einem beklemmenden Gefühl stellte ich meine Tüten in seinem Flur ab und betrat das Wohnzimmer. Nichts. Alles war totenstill. Fast schon gespenstisch. Ein paar Blätter lagen auf dem Boden, sein Laptop, welcher auf dem Sofa lag, war aufgeklappt. Auf dem kleinen Beistelltisch stand eine Tasse Kaffee, die sich noch leicht warum anfühlte, als ich meine Hände darum schloss. War er überstürzt aufgebrochen? „Reece?", rief ich nochmal, dieses Mal lauter, aber es blieb weiterhin still. Nur um sicher zu gehen, sah ich in sein Schlafzimmer und Badezimmer. Aber es fehlte jede Spur von ihm.

Besorgt saß ich schließlich auf seinem Sofa und schrieb ihm eine Nachricht.

Ich: Deine Wohnungstür ist offen. Wo bist du? Geht es dir gut?

Während ich auf eine Antwort wartete, fiel mein Blick auf die Blätter, die verstreut herum lagen. Die Verlockung nachzusehen, was ihm alles durch den Kopf ging, war groß, aber es ging mich nichts an. Ich wollte sein Vertrauen nicht missbrauchen, indem ich jetzt in seinen privaten Sachen herumschnüffelte. Unruhig sah ich auf mein Handy. Wieso schrieb er nicht? War ihm was passiert?

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